
Wiesbaden. Die SKG 23 Wiesbaden hat in der 1. Runde des Kreispokals lange an einer Überraschung geschnuppert, musste sich am Ende aber dem favorisierten Türkischen SV mit 2:8 (2:2, 0:1) nach Verlängerung geschlagen geben.
Nach einem schwierigen Start in die Partie gingen die Gäste aus der Verbandsliga kurz vor der Pause durch Nazim Khababa (41.) in Führung. „Wir haben uns bei den Witterungsverhältnissen extrem schwer getan, unser Spiel aufzuziehen“, meinte Gökhan Caliskan, Cheftrainer des TSV. Nach dem Seitenwechsel baute der Türkische SV durch Mohammed Tahiri (55.) die Führung aus. Doch die SKG ließ sich nicht abschütteln. Meris Trtovac (69.) und Maxim Bujnov (81.) sorgten für den Ausgleich und die Heimelf hatte in der Schlussminute sogar zweimal die große Chance zum 3:2. "Wir hätten das Spiel schon vorher Entscheiden müssen, damit es gar nicht erst zu solch einer Situation kommt", ärgerte sich Caliskan.
„Nach 0:2 zurückzukommen, beweist den Charakter der Mannschaft“, lobte SKG-Trainer Efkan Yildiz. Seine Elf habe ab Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel „fest im Griff gehabt“. Umso bitterer war es, dass die Entscheidung kurz nach Beginn der Verlängerung fiel.
Torgala in der Verlängerung
Dort schlug der Favorit eiskalt zu. Erst Tahiri (92.), dann Göcek nur eine Minute später (93.) stellten innerhalb von 120 Sekunden auf 2:4. „Die schnellen Gegentore waren Nackenschläge für uns“, erklärte Yildiz. „Was danach passiert ist, kann ich mir noch immer nicht erklären.“
In der Extrazeit zeigte der Verbandsligist dann, warum er als klarer Favorit galt. Göcek legte mit seinem zweiten Treffer (99.) nach, Rudi erhöhte (112.), Amallah traf ebenfalls (114.) und erneut Tahiri setzte mit seinem dritten Treffer (118.) den Schlusspunkt. „In der Verlängerung haben wir unsere volle offensive Qualität auf den Platz gebracht“, sagte Caliskan und fügte an, dass das Ergebnis am Ende sogar noch höher hätte ausfallen können.