
In dieser Woche entscheidet sich im Rhein-Erft-Kreis, welche vier Teams den Sprung ins Halbfinale schaffen. Damit verbunden ist die große Hoffnung auf die Qualifikation für den Mittelrheinpokal.
Mehr Qualität lässt sich im Kreispokal kaum finden. Wenn der SV Fliesteden (Tabellenfünfter der Landesliga) den Landesliga-Spitzenreiter FC Hürth empfängt, ist das eigentlich ein vorgezogenes Finale. Beide Teams kennen sich aus dem Ligaalltag. Dort fügte Fliesteden dem FC seine einzige Saisonniederlage bei. Der SVF weiß also, wie man den Landesliga-Primus aus Hürth schlagen kann. Während Fliesteden den Heimvorteil nutzen will, will Hürth sich für die Niederlage in der Liga revanchieren und unmissverständlich klarmachen, dass der Titel das klare Ziel ist. Uns erwartet ein sehr spannendes Pokal-Viertelfinale.
Auf dem Papier könnte der Unterschied kaum größer sein, wenn ein C-Ligist ein Beziksliga-Top-Team empfängt. Doch den SC Glessen sollte man definitiv nicht unterschätzen. Trainer Lennart Knauff gibt sich kämpferisch und sieht die Chance auf den ganz großen Wurf: „Elsdorf wird für uns eine spannende Herausforderung. Wir erhoffen uns natürlich ein Weiterkommen in die Verbandspokal-Quali, wissen aber auch, dass es am Ende ein schweres Spiel gegen einen starken Gegner sein wird. Die Mannschaft ist definitiv motiviert", beton Knauff. Auf der anderen Seite steht der Bezirksligist aus Elsdorf. Trainer Dustin Tesch warnt davor, Glessen an der Ligazugehörigkeit zu messen: „Das ist keine normale C-Liga-Mannschaft. Ich kenne dort Spieler mit U-Bundesliga- oder Landesliga-Erfahrung. In ihrer Liga sind sie das Nonplusultra. Wir wissen zwar, dass wir der haushohe Favorit sind und wollen diesem Anspruch serös gerecht werden, aber wir unterschätzen sie keine Sekunde", macht Tesch deutlich.
Nur drei Tage nach dem Aufeinandertreffen in der Bezirksliga (5:3-Erfolg für Weiden) sehen sich beide Teams im Pokal schnell wieder. Die Rollen sind dabei klar: Bergheim will die Revanche und Weiden will die Bestätigung für den Sieg in der Liga. Adrian Student, Trainer des SV Weiden, erwartet einen heißen Tanz: „Wir gehen mit einem guten Gefühl ins Spiel, wissen aber, dass es härter wird als am Sonntag. Bergheim hat etwas gutzumachen und wird alles daran setzen, uns zu schlagen. Für uns ist es eine riesige Chance, den Verein in den Mittelrheinpokal zu bringen. Positiv ist, dass wir wieder auf zwei bis drei Rückkehrer bauen können, die am Sonntag krankheitsbedingt gefehlt haben".
Beim TSV Weiß dreht sich alles um die Rückkehr zur Normalität nach einem personellen Fiasko am vergangenen Wochenende. Im Pokal wird die Aufgabe allerdings nicht leicht. Es wartet der Landesligist aus Brauweiler. Nach der schmerzhaften Spielabsage am Sonntag kehrt bei TSV-Trainer Andre Ludwig allerdings der Optimismus zurück: „Personell sieht es wieder deutlich besser aus. Der Teufelskreis aus Verletzungen und Krankheiten hat uns brutal wehgetan, aber jetzt schauen wir nach vorne. Da in der Liga nach oben und unten nicht mehr viel geht, liegt unser Hauptaugenmerk jetzt ganz klar auf dem Pokal. Das ist unser großes Saisonziel! Wir sind bereit für den Kampf gegen den Landesligisten."