2026-04-03T19:57:16.526Z

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Kreispokal: Kurdistan feiert Last-Minute-Sieg beim Türkischen SV

von Sebastian Adriany · Heute, 14:32 Uhr · 0 Leser
Jubel tief in der Nachspielzeit: Kurdistan Düren machte aus einem 1:3-Rückstand einen 4:3-Erfolg beim Türkischen SV.
Jubel tief in der Nachspielzeit: Kurdistan Düren machte aus einem 1:3-Rückstand einen 4:3-Erfolg beim Türkischen SV. – Foto: Manfred Heyne

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Germania Lich-Steinstraß, Kurdistan Düren und der SC Jülich/Hoengen stehen im Halbfinale des Kreispokals.

Nach dem Osterwochenende sind drei von vier Tickets für den Fußball-Mittelrheinpokal in der kommenden Spielzeit gelöst. Die klassenhöheren Teams konnten sich in den Viertelfinalspielen des Dürener Kreispokals jeweils durchsetzen und sind somit nicht nur fürs Halbfinale, sondern auch für den Verbandspokal qualifiziert.

TuS Langerwehe - Germania Lich-Steinstraß 1:3: Landesligist Germania Lich-Steinstraß setzte sich mit 3:1 beim Bezirksligisten durch. Lich-Steinstraß war in den Zweikämpfen griffiger, lief vorne gut an und ließ über 80 Minuten hinten nichts zu. Auf Langerweher Seite war Coach Tim Krumpen enttäuscht über die harmlose Vorstellung seines Teams. Zur Pause lag der TuS bereits mit 0:3 hinten – alle Treffer resultierten daraus, dass man den Ball nicht vernünftig nach vorne bekam.

Nach krassen Fehlern im Aufbauspiel traf Nathan Ndombele zum 0:1 (15.) und 0:3 (36.). Vor dem 0:2 stoppte Langerwehes Innenverteidiger Kaan Kertüs den Ball mit dem Bauch und leitete ihn mit dem Schienbein zurück zum Keeper. Das Spielgerät nahm Tobias Werres mit den Händen auf, da keine Berührung mit dem Fuß vorlag. Der Schiedsrichter entschied trotzdem auf Rückpass und indirekten Freistoß. Aus fünf Metern setzte Tom Krügermeier den Ball nach vorheriger Berührung von Ndombele in die Maschen (31.).

In der Folge ließ die Germania einen vierten Treffer aus. Dies rächte sich aber nicht, denn der TuS wachte erst in der Schlussphase auf. Nach dem 1:3, einem verwandelten Foulelfmeter von Hussein Makki (84.), wurde Lich-Steinstraßs Torwart Florian Leipertz, vor Arbeit gestellt. Weil beide etatmäßigen Keeper verhindert waren, musste der ehemalige Torhüter und jetzige Sportliche Leiter in die Bresche springen und löste dies mit Bravour.

SG Vossenack-Hürtgen - SC Jülich/Hoengen 1:5: Im Halbfinale gibt es für Coach Michael Hermanns ein Wiedersehen mit seinem früheren Verein SC Jülich/Hoengen. Der Kreisliga A-Ligist beendete durch einen souveränen 5:1-Auswärtserfolg die Pokalreise der SG Vossenack-Hürtgen. Bereits zur Pause war die Partie durch Treffer von Bilal Jerboui (9.), Cedric Meuser (11.) und Daniil Slastinov (24., 37.) vorentschieden. In Abschnitt zwei erhöhte Burak Yildirim auf 0:5 (76.). In der Schlussminute gelang Florian Vohsen der Ehrentreffer (90.).

SG Türkischer SV Düren - SV Kurdistan Düren 3:4: Das spannendste und spektakulärste Spiel vor über 1000 Zuschauern gab es zwischen der SG Türkischer SV Düren und dem SV Kurdistan Düren zu sehen. Bezirksligaspitzenreiter TSV Düren gab gegen den Landesligisten einen 3:1-Vorsprung aus der Hand. Kurdistan Düren gewann in der siebten Minute der Nachspielzeit mit 4:3. „Wir sind in den ersten 25 Minuten gar nicht in die Partie gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir nach dem 1:3 die Ruhe behalten. Nach dem 3:3 wollten wir uns auf die Defensive konzentrieren und in die Verlängerung kommen“, hatte SVK-Coach Siyar Tan aber natürlich nichts gegen den Siegtreffer und das Weiterkommen ohne Verlängerung. Er zollte dem Gegner Respekt und fand dass die Partie Werbung für den Amateurfußball war.

Auf der anderen Seite war die Enttäuschung bei TSV-Trainer Yunus Kocak riesig: „Unsere Enttäuschung ist kaum in Worte zu fassen. Wir haben sehr viel investiert und sehr gut gespielt.“ Nach einem Freistoß brachte Daniel Bleja den TSV in Führung (25.). Wenige Minuten später folgte das 2:0. Nach einem Abstoß stand Tugay Temel mutterseelenallein und ließ sich nicht zweimal bitten (29.). In der Folge konnten die Hausherren den dritten Treffer nicht nachlegen, kassierten aber kurz vor der Pause den Anschlusstreffer. Adrian Muliqi wurde vermutlich knapp vor der Strafraumlinie gefoult – Strafstoß gab es trotzdem. Inan Naki verwandelte diesen sicher (45.+4).

Der TSV war aber nicht verunsichert, kam gut aus der Kabine und erhöhte durch einen Freistoßtreffer von Tayfun Pektürk auf 3:1 (47.). Eine Unsicherheit in der Abstimmung nutzte der pfeilschnelle Bryant Baidoo, um das Ergebnis wieder zu verkürzen (52.). Je länger die Partie dauerte, umso mehr waren die Defensivqualitäten der Heimelf gefordert. Nicht zu verteidigen war der Treffer zum 3:3. Cayan Baysan nahm sich aus 30 Metern ein Herz und setzte den Ball oben links in den Winkel (88.).

Wie Coach Tan war auch Trainer Kocak bereit für eine Verlängerung. Zu dieser sollte es aber nicht kommen. Eine Ecke wurde nicht weit genug geklärt, und der Schuss von Junhui Lee fand durch viele Beine den Weg ins Tor (90.+7). Der Jubel der Gäste und deren Fans war verständlicherweise groß. Wer im Halbfinale auf Kurdistan Düren trifft und ebenfalls sicher im Mittelrheinpokal spielen wird, entscheidet sich am Mittwoch. Dann treffen der FC Rurdorf und JSV Frenz aufeinander.

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