
Tore über Tore gab es im Viertelfinale des Kreispokals zu bestaunen. Für 13 davon war allein der Landesligist aus Zülpich verantwortlich. DoRi und Roitzheim verpassten eine Überraschung.
Das Viertelfinale zwischen dem 1. FC DoRi und dem SV Bessenich entwickelte sich zu einem wahren Spektakel. Trotz des Klassenunterschieds bot der B-Ligist dem Favoriten aus der Bezirksliga ordentlich Paroli. In der ersten Halbzeit war es noch ruhig auf der Anzeigentafel: Bessenich ging mit einer knappen 1:0-Führung in die Kabine. Als die Gäste kurz nach dem Seitenwechsel bereits auf 3:0 erhöhten, schien die Messe bereits gelesen. Doch dann begann ein torreiches Hin und Her. DoRi gelang der Anschlusstreffer zu 1:3, aber Bessenich antwortete prompt und erhöhte auf vier Tore. Nur wenige Minuten später kam der Underdog auf 2:4 ran, doch auch hier stellte die Rhenania den alten Abstand postwendet wieder her. Selbst nach dem 3:5 der Gastgeber blieb der Bezirksligist cool und setzte mit dem 3:6-Endstand den Schlusspunkt in einer turbulenten zweiten Halbzeit. Um in das Finale einzuziehen, muss der SV den TuS aus Mechernich besiegen.
Im reinen A-Liga-Duell konnte sich der SV Frauenberg durchsetzen und sorgte damit für die größte Überraschung im Viertelfinale. Das Spiel fing für die Gastgeber bereits perfekt an: Nach 10 Minuten gelang die 1:0-Führung. Doch kurz darauf schien sich das Blatt zu wenden, als der SVF durch eine Notbremse in Unterzahl geriet. Da waren erst 26. Minuten gespielt und die Gastgeber mussten knapp 70. Minuten mit einem Mann weniger agieren. Wer dachte, Dahlem würde die Überzahl nun eiskalt ausnutzen, sah sich getäuscht. Noch vor der Pause erhöhte Frauenberg per Strafstoß auf 2:0. In der zweiten Halbzeit rannte Dahlem verzweifelt an, doch die Gastgeber konnten leidenschaftlich verteidigen. Mit der allerletzten Aktion des Spiels setzte Frauenberg dann mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Für den SV wird es im Halbfinale dann eine Herkulesaufgabe. Dort wartet der Landesligist aus Zülpich.
Vor dem Spiel war die Favoritenrolle klar verteilt und der TuS Mechernich konnte diese auch souverän erfüllen. Auch wenn das Endergebnis von 4:0 eventuell einen tick zu hoch war, waren die Gäste dennoch der verdiente Sieger. Bereits im ersten Durchgang konnte der TuS die Abwehr der Gastgeber zweimal knacken. Mit einer verdienten 2:0-Führung für die Gäste ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel versuchte Roitzheim zwar den Anschlusstreffer zu erzielen, klappen sollte es aber wieder auf der anderen Seite. Die individuelle Klasse des TuS gab am Ende den Ausschlag. Zwei weitere Treffer schraubten das Ergebnis auf den 0:4-Endstand. Auf Mechernich wartet im Halbfinale der SV aus Bessenich.
Für den neutralen Zuschauer wurde in diesem Viertelfinale viel geboten. Am Ende einer torreichen Partie stand der 13:1-Erfolg für den Landesligisten aus Zülpich. Dabei sah es nach 20. Minuten ganz und gar nicht nach diesem Endergebnis aus. Zwar gingen die Gäste nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung, doch der krasse Außenseiter antwortete prompt und glich aus. Nur fünf Minuten nach der Führung stand es also Unentschieden. Doch dieser Treffer schien den Favoriten erst richtig wachrütteln. Zülpich erhöhte den Druck massiv und schraubte das Ergebnis noch vor dem Pausenpfiff auf 1:5. Nach dem Seitenwechsel gab es für die Gäste dann kein Halten mehr. In regelmäßigen Abständen fielen die Treffer, sodass es bereits nach 70. Minuten 12:1 stand. Zu allem Überfluss sahen die Gastgeber in der Schlussphase noch eine Ampel-Karte und die Zülpich gelang der 13:1-Endatand. Ein Klassenunterschied, der deutlicher nicht hätte sein können. Im Halbfinale trifft der Favorit aus der Landesliga dann auf den SV Frauenberg.