2026-03-05T07:49:35.839Z

Ligavorschau

Kreisoberliga: Tabelle ist in diesem Fall kein Maßstab

Spitzenreiter Tvgg Lorsch trifft auf den Drittletzten KSG Mitlechtern und hat Sorgen

von bore/net/ü · Heute, 11:00 Uhr · 0 Leser
Der erste komplette Spieltag im Jahr 2026 steht für die Mannschaften in der Kreisoberliga Bergstraße an. Foto: David Inderlied/dpa
Der erste komplette Spieltag im Jahr 2026 steht für die Mannschaften in der Kreisoberliga Bergstraße an. Foto: David Inderlied/dpa

Bergstraße. Aufsteiger FC Starkenburgia Heppenheim holte im bisherigen Saisonverlauf 23 Punkte und steht auf Rang sieben der Kreisoberliga. Zum Restart kommt mit dem Dritten SC Olympia Lorsch ein Team, dass den Aufstieg weiter fest im Visier hat, nach Heppenheim.

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„Die werden da oben noch eine gewichtige Rolle spielen“, ist sich Christian Schmitt, der Trainer der Starkenburgia. Nach der Winterpause („die war definitiv viel zu lange“) wollen die Heppenheimer „einfach wieder gut reinkommen, wissen aber, dass wir gegen einen sehr starken Gegner anfangen müssen“. Der Vorsprung auf den Vorletzten Lörzenbach beträgt sieben Zähler. Das ist noch nicht so viel, dass die Starkenburgia entspannt sein könnte, zumal auch die Reserve im Blick steht. „Die peilt den Aufstieg in die B-Liga an. Da wollen wir schon so gut es geht schauen, dass das auch klappt“, sagt Schmitt.

Mit dem 1:1 im Derby gegen den SV Lörzenbach hat die KSG Mitlechtern den ersten Nichtabstiegsplatz verteidigt. Damit war Trainer Christian Zeiß zufrieden, nicht aber mit der Chancenverwertung. Die sei das große Problem gewesen. Der Vorsprung des Drittletzten auf Lörzenbach beträgt weiter ein Punkt. „Wir denken von Spiel zu Spiel“, sagt Zeiß, dessen Elf am Sonntag bei Spitzenreiter Tvgg Lorsch gastiert. Den hat Zeiß auch am Saisonende ganz oben auf der Rechnung. „Lorsch ist natürlich stark, aber wir wollen dagegen halten.“ Personell sei seine Mannschaft gut aufgestellt.

Nimmt man allein die Tabelle als Maßstab, dann geht Lorsch als klarer Favorit ins Heimspiel gegen die KSG. Doch Trainer Martin Weinbach sieht der Partie mit gemischten Gefühlen entgegen. Gleich auf sieben Spieler muss er verzichten, darunter mit Lasse Lulei ein echter Unterschiedsspieler. Die Leistungsträger Pascal Fraas und Johannes Radmacher sind angeschlagen und nehmen erst mal nur auf der Bank Platz. „Es ist unfassbar, wie viele Verletzte wir aktuell haben“, sagt Weinbach, der dennoch einen Dreier einfordert, um die Tabellenführung zu verteidigen.

Für den Vorletzten SV Lörzenbach war das 1:1 in Mitlechtern bereits das neunte Remis in 17 Spielen. „Letztlich bin ich mit dem Punkt aber zufrieden. Mitlechtern hatte die klareren Torchancen, wir mussten nach dem Ausfall von Tim Krauß mit nur zehn Mann die Partie beenden“, blickt Trainer Ron Hachenberger zurück. Nun steht die Aufgabe beim Neunten SSG Einhausen an. Hinter dem Einsatz der Offensivkräfte Tim Krauß und Dean Hebling stehen große Fragezeichen Hachenberger: „Vielleicht spielen wir ja wieder Unentschieden.“ Das würde gegen den Gegner auch in Ordnung gehen.

SSG Einhausen hat Fitness-Defizit

Die SSG hat sich für den Rest der Saison vorgenommen, noch den ein oder anderen Platz im Klassement gutzumachen. Diesem Vorhaben steht jedoch aktuell der Fitnesszustand der Mannschaft im Weg. Die Wintervorbereitung ist für Trainer Andreas Keinz nicht nach Wunsch gelaufen: „Urlaube, Fastnacht und eine Erkältungswelle haben dafür gesorgt, dass wir uns noch nicht auf dem Level befinden, das mir vorschwebt. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, dennoch wollen wir das neue Pflichtspieljahr mit einem Sieg eröffnen“, sagt der SSG-Coach.

Nun zählt Lörzenbach nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern der Einhäuser. „Aus den letzten drei Spielensteht für uns gerade ein einziger Punkt zu Buche“, weiß Keinz.