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Kreisligist schafft nach Fehlstart Trendwende mit Beharrlichkeit

Kreisliga München 3

von Johannes Hain · 09.01.2026, 11:18 Uhr · 0 Leser
Als Ruhepol hat TSV-Trainer Thomas Rotherbl die nötigen Stellschrauben für den Aufschwung ausgekundschaftet.
Als Ruhepol hat TSV-Trainer Thomas Rotherbl die nötigen Stellschrauben für den Aufschwung ausgekundschaftet. – Foto: Sro

Der TSV Steinhöring hat sich nach fünf Niederlagen gefangen. Doch der Kader altert, und Trainer Rotherbl braucht dringend Verstärkung.

Steinhöring – Der TSV Steinhöring spielt seit dieser Fußballsaison erstmalig in der Kreisliga München 3, wo auch der FC Phönix München beheimatet ist. Den Phönix im Namen könnten die Münchener jedoch eigentlich auch an Steinhöring abtreten. Denn nach einem katastrophalen Saisonstart hat sich die selbst ernannte „Macht von der Ebrach“ wie der mythische Vogel aus der Asche von fünf Niederlagen aus den ersten sechs Spielen erhoben.

Nach einer gegen Baldham-Vaterstetten gestarteten Serie von sechs Siegen in den letzten sieben Partien hat sich die Mannschaft von Trainer Thomas Rotherbl bis zur Winterpause auf Platz acht hochgearbeitet und sich immerhin sechs Punkte Polster zur Abstiegszone angefressen.

Auch als es am Anfang gar nicht lief, hielt Rotherbl stets an seinem Kurs fest und glaubte an den eingeschlagenen Weg: „Ich habe nie daran gezweifelt, dass wir die Klasse für die Kreisliga haben. Ich habe zu Saisonbeginn schon gesagt, dass wir uns umstellen müssen. Es ging darum, weniger Fehler zu machen, und die eigenen Chancen zu nutzen. Fehler wurden in der Tat schneller bestraft, aber ich hatte immer das Vertrauen, dass die Jungs, die bei uns spielen, auf jeden Fall Kreisliganiveau haben.“

Für die Wende war es letztendlich entscheidend, dass der Trainer das getan hat, was ihm nur die Wenigsten geraten haben: „Die Trainingsinhalte sind immer gleich geblieben. Wir haben aber geschaut, dass wir noch mehr Intensität hineinbekommen, darauf habe ich großen Wert gelegt und das in jeder Trainingswoche eingefordert.“ Steinhöring hat weiterhin spielerische Lösungen gesucht und sich nicht nur hinten reingestellt: „Das ist nicht unser Spiel.“

Nach dem Winter will der Coach mit seiner Mannschaft an die famose Vorrunde anknüpfen „und noch mehr Punkte holen. Beim Start haben wir zu wenige Punkte geholt“. Um dieses ambitionierte Vorhaben umzusetzen, verlangt Rotherbl „mutiges Spiel und Selbstvertrauen“.

Wenn es so weitergeht wie zuletzt, sollte der Klassenerhalt gelingen. Am Horizont ziehen jedoch einige dunkle Wolken auf – oder besser gesagt graue, denn viele Spieler sind bereits über 30 Jahre alt, manche kratzen sogar schon an der 40. „Unsere älteren Spieler müssen einfach noch einmal eine Saison dranhängen. Es hilft nichts, wir brauchen sie noch einmal“, so Rotherbl.

Gleichzeitig bemüht sich der Verein, neue Spieler zu holen: „Zwei Spieler haben schon zugesagt, dass sie zu uns kommen.“ Um wen es sich handelt, wollte Rotherbl jedoch noch nicht verraten. „Der Umbruch wird schwierig, denn wir haben keine große Auswahl, allein von unseren Jugendmannschaften wird es mittelfristig nicht reichen. Daher müssen wir schauen, dass wir mit der Kreisliga locken können oder Freunde von unseren Spielern zu uns kommen, weil wir guten Fußball spielen“, sagt der TSV-Coach.