2026-04-08T12:04:42.690Z

Ligabericht

Kreisligen: Zwei Fast-Meister und zwei Kopf-an-Kopf-Rennen

Vor den letzten fünf Spieltagen: Welche Teams dürfen in den sechs Kreisligen weiter auf den Sprung in die Bezirksliga hoffen?

von Florian Würthele · Heute, 11:15 Uhr · 0 Leser
Immer noch ungeschlagen: Den TV Riedenburg trennt nur noch ein einziger Punkt vom Aufstieg in die Bezirksliga.
Immer noch ungeschlagen: Den TV Riedenburg trennt nur noch ein einziger Punkt vom Aufstieg in die Bezirksliga. – Foto: Florian Würthele

Es geht ruckzuck im Kreisoberhaus: Kaum aus der Winterpause gekommen, biegen die Oberpfälzer Kreisligen auf die Zielgeraden der Saison ein. Nur noch fünf Spieltage sind zu gehen. Am kommenden Wochenende könnte bereits der erste Meister gekürt werden. Anderswo ist die Meisterfrage weiterhin völlig offen. Wir werfen einen Blick auf die Aufstiegskämpfe in den sechs Kreisliga-Staffeln:

Kreis Regensburg

Kreisliga 1
Es ist kein Geheimnis, dass der SC Regensburg (50) gern auf direktem Wege zurück in die Bezirksliga würde. Vorm Saisonendspurt hält er alle Trümpfe in der Hand. Fünf Punkte Vorsprung weist der Sportclub an der Tabellenspitze auf. Oder kann die Karl-Truppe doch noch abgefangen werden? Sehr spannend geht es im Kampf um Relegationsplatz zwei zu. Nach den Geschehnissen an Ostern hat nun der FC Oberhinkofen (45) die „Pole Position“ inne. Allerdings hängen der SV Obertraubling (44) und der SV Burgweinting (42) dem FCO am Rockzipfel. Übrigens kreuzen die beiden letztgenannten Teams am kommenden Spieltag die Klingen.

Die Torjägerliste (Stand 8.4.): 1. Jakob Blank (Oberhinkofen) 30 Tore, 2. Merdin Mehmedov (Wörth) 23 Tore, 3. Max Heberlein (Obertraubling) 20 Tore

Kreisliga 2
Meisterfrage quasi geklärt: Ein einziger Punkt fehlt dem TV Riedenburg (55) noch zu Meisterschaft und Aufstieg. Der Sekt ist kaltgestellt, die Meister-Shirts wohl schon bereit zum Anziehen. Die Kicker aus dem Altmühltal performen diese Saison wahnsinnig konstant, sind als einziger Kreisligist der Oberpfalz immer noch ungeschlagen, haben 17 von 21 Spielen gewonnen. Dahinter hat Steinsberg (41) die besten Karten auf den zweiten Platz. Allerdings verlor der FSV am Montag gegen den TSV Großberg (39). Dadurch sind die Bergler Buam den Steinsbergern auf zwei Punkte auf die Pelle gerückt. Wiederum zwei Zähler dahinter rangiert der TSV Dietfurt (37), der im Herbst ja etliche Punkte wegen eines Sportgerichtsurteils (unberechtigter Spielereinsatz) abtreten musste.

Die Torjägerliste (Stand 8.4.): 1. Elias Teßmer (Dietfurt) 17 Tore, 2. Felix Stark (Dietfurt) 16 Tore), 3. Lukas Mayerhofer (Hohenschambach) und Simon Bäuml (Steinsberg) je 14 Tore



Kreis Amberg/Weiden

Kreisliga Nord
Ein erbitterter Dreikampf um den Titel läuft in der nördlichsten Kreisliga-Staffel. Mit dem 1:0-Derbysieg vor gut 1000 Zuschauern gegen den hochambitionierten Liganeuling SpVgg Trabitz (44) sorgte die SV Grafenwöhr (47) am Ostermontag für einen Paukenschlag. Zugleich hat der Bezirksliga-Absteiger damit die Tabellenführung übernommen. Diese musste der SV 08 Auerbach (45) nach einer 0:6-Klatsche abtreten. Das aktuelle Tabellenbild trügt jedoch etwas. Denn: Auerbach hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand, und Trabitz dürfte noch drei Punkte am grünen Tisch zugesprochen bekommen (Nichtantritt des Gegners). In jedem Fall bleibt es ultraspannend.

Die Torjägerliste (Stand 8.4.): 1. Sebastian Striegl (Eslarn) 31 Tore, 2. Sandro Hösl (Erbendorf) 17 Tore), 3. Manuel Trenz (Auerbach), Pascal Steeger (Haidenaab) und Ludwig Tannhäuser (Trabitz) je 12 Tore

Kreisliga Süd
Trotz einer Auswärtsniederlage am Ostermontag, hat der SV Raigering (45) weiterhin klar die Nase vorn im Meisterrennen. Fünf Punkte liegen die Panduren mit ihrem Trainer Martin Kratzer vor den beiden ärgsten Verfolgern 1. FC Rieden und TuS Rosenberg (jeweils 40). Diesen Vorsprung will der Ex-Landesligist nicht mehr herschenken. Auch den TSV Königstein (37), den starken Aufsteiger DJK Ursensollen (35) und den SV Freudenberg (35) darf man noch nicht abschreiben.

Die Torjägerliste (Stand 8.4.): 1. Simon Lederer (Königstein) 17 Tore, 2. Sebastian Bauer (bis Winter Freudenberg) 15 Tore, 3. Benedikt Guttenberger (Königstein) 12 Tore


Kreis Cham/Schwandorf

Kreisliga Ost
Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, dass sich Ränkam (50) die Meisterschaft auf den letzten Metern noch entreißen lässt. Alles deutet darauf hin, dass der FC nach zwei Jahren in die Bezirksliga zurückkehrt. Schließlich thront er satte elf Punkte über dem Rest. Der „Rest“ setzt sich aus drei Teams zusammen, die punktgleich in die letzten fünf Spiele gehen. Alle drei stehen bei 39 Zählern. An Ostern gab es ein Stühlerücken. Neuer Zweiter ist die SpVgg Willmering-Waffenbrunn. Der WiWa „droht“ im vierten Jahr in Folge die Relegation. Schleppend aus der Winterpause gekommen ist die SpVgg Mitterdorf, die Platz zwei fortan nicht mehr in der eigenen Hand hat. Boden gut gemacht hat die SG Zandt/Vilzing II, die nun punktgleich mit besagtem Duo ist. Das einfachste Restprogramm haben – zumindest auf dem Papier – die Mitterdorfer...

Die Torjägerliste (Stand 8.4.): 1. Benedikt Laumer (Zandt/Vilzing II) 24 Tore, 2. Samuel Burgfeld (Schloßberg) 20 Tore), 3. Luis Lommer (Regental) 18 Tore

Kreisliga West
Bereits einen mehrfachen Führungswechsel sah die Schwandorfer Gruppe in dieser Spielzeit. Aktuell hat der TV Nabburg (50) den Platz an der Sonne inne. Jeder Ausrutscher kann jedoch tödlich sein, weil der junge Landesliga-Unterbau des SV Schwandorf-Ettmannsdorf (49) nur ein Pünktchen zurückliegt. Der SV Haselbach (44) – das Überraschungsteam der Saison – musste inzwischen etwas abreißen lassen, darf aber sicherlich noch nicht abgeschrieben werden. In eineinhalb Wochen steigt das Gipfeltreffen zwischen Ettmannsdorf II und Nabburg. Zudem müssen die Schwandorfer auch noch gegen Haselbach ran.

Die Torjägerliste (Stand 8.4.): 1. Alexander Grill (Kemnath) 26 Tore, 2. Nico Sporer (Nabburg) 21 Tore, 3. Markus Feigt (Katzdorf) 15 Tore