Kreisligen: Mehrere Titel-Krimis deuten sich an
Wer spielt um die Meisterschaft, wer muss um den Ligaerhalt zittern? So gestaltet sich die Lage in den sechs Staffeln
von Florian Würthele · 05.11.2025, 11:00 Uhr · 0 Leser
Spielertrainer Stoyan Stoykov kämpft mit dem TV Nabburg um den Aufstieg in die Bezirksliga. – Foto: PohsygraphixIn den Kreisligen ist die Phase vor der Winterpause traditionell eine ganz wichtige. Massig Spieltage sind im Frühjahr schließlich nicht mehr zu gehen. Umso wichtiger ist es, sich jetzt eine gute Ausgangsposition im Aufstiegs- bzw. Abstiegskampf zu verschaffen. Wer sind die Titelanwärter, welche Teams müssen zittern? Der Blick in die sechs Kreisligen der Oberpfalz.
Kreis Regensburg
Kreisliga 1
Seit dem Wochenende ist der Meisterschaftskampf wieder so richtig entfacht! Und zwar dank des Triumphes des SV Obertraubling (37 Punkte) über Spitzenreiter SC Regensburg (40). Zuvor blieb der Bezirksliga-Absteiger lange Zeit ungeschlagen. Obertraublings Sieg sorgte dafür, dass die Top-3 wieder ganz eng zusammenrücken. Zwischen den beiden Titelaspiranten rangiert der amtierende „Vize“ SV Burgweinting (38). In Lauerstellung befindet sich der FC Oberhinkofen (32) mit einem Spiel weniger. Das dürfte ein heißes Titelrennen werden im Frühjahr...
Parallel kämpft die halbe Liga darum, sich die Abstiegs-Relegationszone vom Hals zu halten bzw. dieser zu entfliehen. Ganz schlechte Karten hat das abgeschlagene Tabellenschlusslicht ATSV Pirkensee-Ponholz (6). Schon sieben Punkte muss PiPo auf den Vorletzten aufholen.
Die Torjägerliste (Stand 4.11.)
1. Jakob Blank (Oberhinkofen) 26 Tore
2. Merdin Mehmedov (Wörth) 17 Tore
3. Max Heberlein (Obertraubling) 15 Tore
Kreisliga 2
Wie ein Damoklesschwert schwebt der bevorstehende Punktverlust des TSV Dietfurt (35) über der Liga. Der aktuelle Rangzweite wird wegen eines unerlaubten Spielereinsatzes zu Saisonbeginn aller Voraussicht nach mindestens sechs Punkte verlieren. Dadurch dürfte dem TV Riedenburg (40) die Meisterschaft kaum noch zu entreißen sein. Zu konstant pflügen die noch unbesiegten Dreiburgenstädter durch die Liga. Sehr spannend gestaltet sich das Rennen um die Vizemeisterschaft. Hier sind neben Dietfurt die beiden Überraschungsteams FSV Steinsberg (31; wird noch zwei Punkte erhalten) und TSV Großberg (30) sowie die SG Painten (30) in der Verlosung.
Die Causa TSV Dietfurt hat auch Auswirkung auf den Abstiegskampf. So wird der Drittletzte SC Sinzing (13) noch drei Zähler gutgeschrieben bekommen. Umso mehr müssen sich der SV Lupburg (12) und der TV Hemau (10) strecken, um den Abstiegssog zu entfliehen.
Die Torjägerliste (Stand 4.11.)
1. Elias Teßmer (Dietfurt) 15 Tore
2. Felix Stark (Dietfurt) 13 Tore
2. Tim Kellner (Painten) 13 Tore
2. Simon Bäuml (Steinsberg) 13 Tore
Der TV Riedenburg marschiert mit Siebenmeilenstiefeln Richtung Meisterschaft. – Foto: Florian Würthele Kreis Amberg/WeidenKreisliga NordDank derzeit beeindruckender Konstanz hat sich der SV 08 Auerbach (37) an die Tabellenspitze gehievt. Und das mit einem Spiel Rückstand. Allmählich zeichnet sich ein Dreikampf um die Vergabe des Meistertitels ab. Der aufgerüstete Liganeuling SpVgg Trabitz (35) und der formstarke Bezirksliga-Absteiger SV Grafenwöhr (33) lauern auf einen Auerbacher Ausrutscher. Mit Ausnahme des TSV Eslarn (27; ein Spiel weniger), ist das weitere Feld bereits abgeschlagen.
„Unten“ bekleiden aktuell der SC Eschenbach (10) und der SC Kirchenthumbach (9) die Relegationsplätze. Sie müssen vier respektive fünf Zähler aufs rettende Ufer gutmachen. Einen Kraftakt benötigt der akut gefährdete SV Kolberg (4). Die Grünweißen kommen einfach nicht auf die Beine, warten immer noch auf den ersten Dreier.
Die Torjägerliste (Stand 4.11.)1. Sebastian Striegl (Eslarn) 22 Tore
2. Manuel Trenz (Auerbach) 12 Tore
2. Sandro Hösl (Erbendorf) 12 Tore
Kreisliga SüdÄhnlich wie die Nord-Staffel ist auch die „Süd“ noch meilenweit entfernt von einer Vorentscheidung. Ex-Landesligist SV Raigering (34) hält im Moment die Trümpfe in der Hand. Dahinter folgt der bärenstarke Aufsteiger DJK Ursensollen (31). Der war zwischenzeitlich sogar Tabellenführer und lässt sich einfach nicht abschütteln. Alle Chancen hat der 1.FC Rieden (30), der ein Match weniger absolviert hat. Nicht abschreiben darf man auch den TSV Königstein (29) sowie die offensivstarken TuS Rosenberg (27) und SV Freudenberg (25; ein Spiel weniger).
Auf der anderen Seite haben speziell der ASV Haselmühl (8) und der SV Köfering (7) um Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu kämpfen. Heikel gestaltet sich die Situation außerdem für den FC Edelsfeld (13) und für die Reserve des SC Luhe-Wildenau (12) mit Neu-Coach Dieter Scheler.
Die Torjägerliste (Stand 4.11.)1. Sebastian Bauer (Freudenberg) 13 Tore
1. Simon Lederer (Königstein) 13 Tore
3. Benedikt Guttenberger (Königstein), Elias Segerer, Timo Rubenbauer (beide Raigering) und Bastian Härtl (Rieden) alle 10 Tore
Damit dass Aufsteiger DJK Ursensollen ein Wörtchen um die Titelvergabe in der Kreisliga Süd mitsprechen würden, hätten wohl die wenigsten gerechnet. – Foto: Jürgen Leißner Kreis Cham/SchwandorfKreisliga OstSchon seit Längerem zeichnet sich ein Zweikampf um die Ligakrone ab. Kein Team kann mit den beiden Dominatoren FC Ränkam (39) und SpVgg Mitterdorf (37) mithalten. Die Mitterdorfer, die im Sommer mit mehrere Top-Transfers aufhorchen ließen, verloren zuletzt auch das Rückrundenduell gegen Ränkam, haben es also nicht mehr in der eigenen Hand. Die drittplatzierte SG Zandt/Vilzing II (29) weist einen deutlichen Rückstand auf. Allerdings hat Absteiger SpVgg Willmering-Waffenbrunn (27) auf Rang 4 zwei Nachholspiele in der Hinterhand.
Richtung direkten Wiederabsteig taumelt unterdessen der 1. FC Rötz, der erst vier Punkte einspielen konnte. Etwas abgeschlagen zum Tabellenmittelfeld ist ein Trio. Bestehend aus der SpVgg Eschlkam (14), der SG Regental (13) und dem FC Untertraubenbach (12).
Die Torjägerliste (Stand 4.11.)1. Benedikt Laumer (Zandt/Vilzing II) 18 Tore
2. Markus Dendorfer (Untertraubenbach) 16 Tore
3. Samuel Burgfeld (Schloßberg) 14 Tore
3. Luis Lommer (Regental) 14 Tore
Kreisliga WestEinen Führungswechsel gab es am vergangenen Wochenende: Weil der SV Schwandorf-Ettmannsdorf (36) sein Heimspiel absagte, konnte der siegreiche TV Nabburg (38) vorbeiziehen. Mit dem SV Haselbach (35) hängt dem Duo „die“ Überraschungsmannschaft der Saison am Rockzipfel. Und auch den letztjährigen Vizemeister SV Kemnath a.B. (31) darf man längst noch nicht abschreiben. Übrigens spielen die vier Mannschaften im Frühjahr noch alle gegeneinander. Spannend, wer hier den längeren Atem behält.
Die Torjägerliste (Stand 4.11.)1. Alexander Grill (Kemnath a.B.) 18 Tore
2. Nico Sporer (Nabburg) 15 Tore
3. Stefan Müller (Silbersee), Patrick Bauer (Nabburg) und Fabio Flauger (Ettmannsdorf II) alle 10 Tore