
Nach den Ergebnissen der Runde 10 der Kreisliga Süd führt nun ein punktgleiches Trio die Tabelle an, zudem ist die aus ingesamt sechs Mannschaften bestehende Spitzengruppe der Liga näher zusammengerückt. Im Einzelnen: Während sich der TSV Königstein (1./22 - 0:0 gegen Schmidmühlen) und die DJK Ursensollen (2./22 - 1:1 in Hirschau) mit einer Punkteteilung begnügen mussten, nutzte der in den letzten Wochen so auftrumpfende SV Raigering (3./22 - 2:1 gegen Vilseck) die Gunst der Stunde, um mit den beiden Mitstreitern nach Punkten gleichzuziehen. Dicht dahinter folgen die drei schärfsten Verfolger des Dreigestirns, nämlich der TuS Rosenberg (4./20 - 5:1 in Freundenberg), eben die zum zweiten Mal in Folge hoch verlierende Bauer-Truppe (5./19) und schließlich der letztjährige Vizemeister 1. FC Rieden (5./18 - 2:1 gegen Weiden-Ost II).
Kurzer Blick noch in die Region, in der die "Sorgenkinder" der Liga zuhause sind: Da dürfen sich der TuS WE Hirschau (12./8 - 1:1 in Ursensollen) und der FC Edelsfeld (11./9 - 3:1 in Oberwildenau) über wichtiges, am Wochenende ergattertes Punktegut freuen, haben doch beide damit den Abstand zum gesicherten Mittelfeld verkürzen können. Das ultimative, mit Spannung erwartete Kellerduell des zehnten Spieltags zwischen dem SV Köfering (13./3) und dem ASV Haselmühl (14./3) findet ja erst am morgigen Dienstag statt.
Doch ein wenig überraschend, allerdings hochverdient knöpften die Kaolinstädter dem bislang so auftrumpfenden Liganeuling einen Zähler ab. Die favorisierten Gäste fanden eigentlich über die gesamte Distanz nicht in ihr gewohntes Spiel, vor allem in Halbzeit 1 hatten sie auch das notwendige Quäntchen Glück, dass die Heimelf sich bietende Chancen nicht in Zählbares verwandelte. Dennoch ging der Spitzenreiter in Front und schien bis hinein in die Schlußphase einem "dreckigen" Sieg entgegenzusteuern, ehe sich die Heimelf für ihren couragierten, im Abstiegskampf Mut machenden Auftritt noch mit dem Ausgleich belohnte.
"Vor dem Spiel war aufgrund der Tabellensituation klar, dass Ursensollen als Favorit in dieses Spiel geht. Ich muss meiner Mannschaft heute allerdings ein Kompliment machen, denn wir hatten das Spiel im ersten Spielabschnitt voll im Griff und haben keine Torchancen des Tabellenführers zugelassen. Man hat überhaupt keinen Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft und uns gesehen. Im Gegenteil - in der ersten Halbzeit waren wir spielerisch die klar bestimmte Mannschaft. Wir hatten mehrere Chancen, welche wir leider nicht verwertet haben. So wie es im Fußball nunmal ist, wenn man seine Torchancen vorne nicht macht, kassiert man hinten ein Gegentor. Und ein solches kassiert eben auch nur, wenn es bei der einen Mannschaft läuft und die andere Mannschaft gegen den Abstieg spielt. In der zweiten Halbzeit war es ein ausgeglichenes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Wir konnten uns noch mit dem mehr als verdienten Ausgleich belohnen. Zum Schluss kann man sagen, dass heute auch noch mehr als ein Punkt drin gewesen wäre. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, auf die wir die nächsten Wochen aufbauen und mit Zuversicht die nächsten Aufgaben angehen können", so ein zufriedener TuS-Coach Andreas Meyer.
Gästespielertrainer Thomas Kotzbauer hingegen war nicht unbedingt zufrieden, wichtig war, nicht verloren zu haben: "Heute war das von uns insgesamt zu wenig. Uns haben Ideen, Tempo und die nötige Griffigkeit gefehlt. Wir konnten unser Spiel nicht wie geplant auf den Platz bringen. Dennoch nehmen wir einen Punkt aus Hirschau mit - auch solche Spiele gehören dazu. Jetzt heißt es, das Gezeigte sachlich aufzuarbeiten, den Fokus zu schärfen und kommende Woche wieder mit klarer Ausrichtung und neuer Energie anzugreifen."
Tore: 0:1 Dumitru Melenciuc (35.), 1:1 Marco Horn (87.) - Schiedsrichterin: Marieka Meier - Zuschauer: 100
Zweite hohe Niederlage in Folge, aktuelle Probleme in der Defensive und zu viele individuelle "Böcke" machen es dem Gegner des SVF momentan leicht, gegen die Bauer-Truppe zu treffen. Mit 23 Gegentoren hat man neben den beiden Tabellenschlußlichtern nun die bislang drittmeisten eingefangen. Den Gästen aus der Hüttenstadt gelang ein Blitzstart, als Christoph Bäumler per Distanzschuß nach fünf Zeigerumdrehungen auf 0:1 stellte. Zunächst noch unbeeindruckt, glichen die Platzherren nur wenig später aus. Dann allerdings nahm das Unheil seinen Lauf, in Person von Spielercoach Dennis Kramer - ihm gelang ein lupenreiner Hattrick - bestraften die Gäste sich beim Gastgeber einstellende Unwägbarkeiten eiskalt und schufen schon bis zum Seitenwechsel eine Vorentscheidung. Nach Wiederbeginn war Freudenberg wohl um Ergebniskosmetik bemüht, konnte sich aber gegen eine konzentriert arbeitende Gästedefensive kaum einmal erfolgversprechend durchsetzen. Ein Eigentor hatte nach knapp einer Stunde schon für den aus Freudenberger Sicht ernüchternden Endstand gesorgt.
"Wir kamen eigentlich gut in die Partie und hatten soweit alles im Griff. Mit dem ersten Torschuss ging Rosenberg dann aber in Führung. Danach konnten wir den verdienten Ausgleich erzielen, haben uns dann aber quasi selbst geschlagen. Mit zwei oder drei individuellen Fehlern wurde Rosenberg zum Toreschießen eingeladen und schob den Ball dabei zweimal ins leere Tor. Nach der Halbzeit war das Spiel eigentlich schon gelaufen, was heute bestimmt nicht an Rosenberg lag. Das Eigentor war dann natürlich noch das i-Tüpfelchen. Mit solchen Fehlern und so einer Einstellung wird es schwierig, Punkte zu holen. Dem Torwart des Gegners wünschen wir gute Besserung und eine schnelle Genesung", so SVF-Spielertrainer Basti Bauer.
"Kompliment an die Mannschaft, der Plan ging vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut auf. Wir wussten, dass Freudenberg spielerisch viel Qualität hat und darauf haben wir uns gut eingestellt. Wir haben sehr diszipliniert gespielt und haben in der ersten Halbzeit kompromisslos unsere Aktionen vollendet. Auch nach dem Wechsel hatten wir gerade im Mittelfeld sehr guten Zugriff. Letztendlich freut uns aber vor allem, dass wir über 90 Minuten sehr sehr wenig zugelassen haben. Sehr reifer Auftritt in einem Auswärtsspiel, jetzt gilt es das einfach Woche für Woche zu bestätigen. Einziger Wermutstropfen war die Verletzung unseres Torwarts Luca Söhnlein, der bis dahin - wie auch in den vergangen Partien - ein starker Rückhalt für uns war", sagte Gästespielercoach Dennis Kramer.
Tore: 0:1 Christoph Bäumler (5.), 1:1 Lukas Hirsch (16.), 1:2, 1:3 und 1:4 Dennis Kramer (26./39./44.), 1:5 Nico Rohrwild (58./Eigentor) - Schiedsrichter: Alexander Nistschuk - Zuschauer: 100
"Big Points" für den Gast aus Edelsfeld, der bei einer über weite Strecken enttäuschenden Landesligareserve schon zur Halbzeit verdient in Front lag. Ja, die Ramsauer-Elf musste sich eigentlich bei ihrem immer wieder herausragend reagierenden Schlussmann Timo Schneidemesser bedanken, dass sie bei mehreren Großchancen der Gäste nicht schon vorentscheidend zurücklag. Nach Wiederbeginn folgte die beste Phase der Heimelf, die nach zwei guten Einschußchancen dann auch den Ausgleich markierte. Der FCE blieb allerdings unbeeindruckt, gewann in Folge die wichtigen Zweikämpfe und bestrafte Unsicherheiten in der einheimischen Defensive zwei Mal eiskalt. Der Anschlußtreffer für den SC kam letztlich zu spät, auch wenn die Gäste in den Schlußminuten noch eine Zeitstrafe erhielten.
"Ein verdienter Gästesieg. Wir können uns tatsächlich bei unserem Torwart bedanken, dass er nicht noch höher ausgefallen ist. Außer ihm zeigte keiner Kreisligaformat dieses Wochenende. Wir haben alles vermissen lassen, was uns letzte Woche ausgezeichnet hat. Kompliment an den Gast, der uns mit einfachenen Mitteln die Grenzen aufgezeigt hat", so SC-Coach Georg Ramsauer.
"Über weite Strecken eine sehr reife Leistung unsererseits. Letztendlich ist der Sieg auch verdient. Bei besserer Chancenauswertung hätten wir am Ende nicht mehr zittern müssen, aber die wichtigen drei Punkte sind in Sack und Pack und nur das zählt", so ein sehr zufriedener Gästetrainer Martin Dehling.
Tore: 0:1 Stefan Schöner (45.), 1:1 Enrico Kellner (59.), 1:2 Patrick Dehling (69.), 1:3 Alexander Träger (80.), 2:3 Xavier Siemski (89.) - Schiedsrichter: Thorsten Pentner - Zuschauer: 200 - Zeitstrafe für Daniel Dehling (90.+1/FCE)
Der 1. FC Rieden kam gegen eine junge, spielstarke Truppe vom FC Weiden-Ost II zu einem letztendlich verdienten 2:1-Arbeitssieg. Die Gäste gefielen durch ihr gut strukturiertes Kombinationsspiel, wirkten im letzten gefährlichen Drittel allerdings oftmals unentschlossen oder einfach überhastet. Die Heimelf begann, wie sie in den letzten Spielen aufgehört hatte. Allein in den ersten 20 Minuten blieben wieder einige gute Einschussgelegenheiten ungenutzt. Bastian Härtl nutzte einen Abwehrfehler der Gäste in der 25. Minute mit einem gefühlvollen Schlenzer über den Keeper zur erlösenden 1:0-Führung. Die Freude währte aber nur 10 Minuten. Nach einem Missverständnis in der Riedener Deckung war Paul Siegert zur Stelle und markierte mit dem ersten gefährlichen Abschluss der Max-Reger-Städter den überraschenden 1:1-Ausgleichstreffer. Noch vor dem Seitenwechsel erzielte Youssef El Mankouchi den 2:1- Siegtreffer.
Nach der Pause gab es wenig Strafraum-Highlights, brenzlig wurde es für die Platzherren nochmal, als Maximilian Nimsch in der 70. Minute für zehn Minuten des Feldes verwiesen wurde. Ohne nennenswerte Chancen zuzulassen, überstand die Scheibel-Truppe die Unterzahl-Situation. Philipp Kölbl (75.) und Bastian Härtl (84.) versäumten es, frei vor dem Gästetorwart Danyil Novik, der beide Male glänzend abwehren konnte, den Sack vorzeitig zuzumachen. In der Nachspielzeit hatten die Weidener Youngsters noch eine dicke Gelegenheit, Kevin Junkers setzte das Leder allerdings hoch über den Kasten. (Quelle: Spielbericht Peter Gattaut, FCR)
"Ein am Ende verdienter und wichtiger Sieg für uns gegen einen starken Gegner", so das sehr kurze Statement von FCR-Coach Bernd Scheibel.
"Kompliment an meine Mannschaft! In der zweiten Halbzeit haben wir den Gegner klar dominiert und das 2:2 verdient gehabt - leider blieb es aus. Großes Lob an meine Jungs", so Gästetrainer Tim Schlesinger.
Tore: 1:0 Bastian Härtl (26.) 1:1 Paul Siegert (36.) 2:1 Youssef El Mankouchi (42.) - Zeitstrafe für Maximilian Nimsch (FCR/70.) - Schiedsrichter: Duc Huy Vu - Zuschauer: 100.
Spiel findet am morgigen Dienstag statt, Anstoß 19 Uhr.
Sechster Dreier in Folge für den SVR, der unverändert auf der Erfolgswelle schwimmt und sich nun folgerichtig weit oben im Klassement eingenistet hat. Dabei war die 1:0-Führung der Gäste zur Pause nicht unverdient, denn sie liessen wenig zu und nutzten eine Unwägbarkeit des SVR eiskalt zum 0:1. Nach dem Seitenwechsel legte der SVR zu, markierte per Strafstoß den Gleichstand und eine Viertelstunde vor dem Ende dann gar das 2:1, als man den FVV mit einem schnell ausgeführten Freistoß überrumpelte. In Folge nun die Statements der beiden Trainer, die eine unterschiedliche Meinung bei der Bewertung des Spielgeschehens und des Ergebnisses vertreten:
"Ein extrem intensives Spiel. Wir brauchten bis zum Rückstand, um ins Spiel zukommen. Insgesamt prägten sehr viele Zweikämpfe die Szenerie, zudem zeigten beide Mannschaften in taktischer Hinsicht ein gutes Spiel. Vor allem Dank der guten zweiten Halbzeit von uns ein verdienter Sieg. Lob an meine Mannschaft, die mit viel Einsatz, Leidenschaft und großem Willen das Spiel gedreht hat", so SVR-Coach Martin Kratzer.
"Es war ein sehr schwaches Fußballspiel, in dem über die gesamte Spielzeit kaum ein richtiger Spielfluss zustande kam. In der ersten Halbzeit standen wir defensiv sehr sicher und gingen durch konsequentes Nachsetzen nach einem individuellen Fehler des Gegners mit 1:0 in Führung. Nach der Pause kam immer mehr Hektik ins Spiel, wozu auch die Schiedsrichter ihren Teil beitrugen. Nach einem Elfmeter, der mehr als fragwürdig war, kassierten wir das 1:1. Kurz darauf folgte das 2:1 nach einem Standard, bei dem wir komplett unaufmerksam waren und der Gegner den Freistoß schnell und kurz ausführte. Unterm Strich hätte dieses Spiel keinen Sieger verdient gehabt. Doch Raigering machte einen Fehler weniger als wir und gewann dadurch das Spiel. Solche Tage gibt es - wichtig ist, daraus zu lernen und am kommenden Wochenende wieder eine bessere Leistung abzuliefern", sagte Gästetrainer Tobias Graßler.
Tore: 0:1 Dominik Rudlof (20.), 1:1 Alexander Egerer (Strafstoß/56.), 2:1 Elias Segerer (74.) - Schiedsrichter: Andre Gilch - Zuschauer: 180
Wie schon im Auswärtsspiel zuvor in Freudenberg, gelang es dem SVS auch in Königstein einem Spitzenteam auf dessen Geläuf Zählbares abzuknöpfen. In einer an Höhepunkten armen Partie verteidigte die Elf aus dem Vilstal ihr Tor konzentriert und sorgte dafür, dass die Winkler-Elf nur wenige "Aufreger" kreieren konnte. Nachdem die Gäste auf der anderen Seite offensiv nur wenig in Erscheinung traten, bekamen die Fans hüben wie drüben ein Match zu sehen, in dem letztlich das "Salz in der Suppe" - nämlich die Tore - fehlen sollte. Am Ende konnten sich beide Seiten mit dem Ergebnis anfreunden.
"Gegen einen defensiv sehr gut eingestellten Gegner hatten wir im gesamten Spiel nur drei Torchancen. Allerdings hatten unsere Gäste keine. Viele kleine Fehler auf beiden Seiten, dazu ein tiefer schwerer Boden taten das Übrige dazu. Letztendlich ein gerechtes torloses Unentschieden mit dem wir gut leben können", so TSV-Coach Roland Winkler.
"Ein intensives Spiel gegen einen guten Gegner, der zuhause bis jetzt alles gewonnen hat. Über 90 Minuten ein - so denke ich - gerechtes Unentschieden. Ich finde in der ersten Halbzeit waren wir die aktivere Mannschaft, die zweite Hälfte ging an Königstein", sagte Gästespielertrainer Alex Greger.
Tore: Fehlanzeige - Schiedsrichter: Julius Täschner - Zuschauer: 124
