
Leon Hagen, spielender Co-Trainer beim TSV Rohrbach in der Bezirksliga Nord, schließt sich zur neuen Saison dem aktuellen Kreisligisten SV Kasing an.
Rohrbach – In den vergangenen Jahren war Leon Hagen fester Bestandteil des TSV Rohrbach in der Bezirksliga Nord. Im kommenden Sommer wird sich der 27-Jährige allerdings sportlich verändern. Der Innenverteidiger, der seit sechs Jahren beim TSV spielt und in den vergangenen drei Jahren zudem auch als Co-Trainer aktiv war, wechselt nach der Saison in selber Rolle zum aktuellen Kreisligisten SV Kasing.
„Mir macht die Arbeit als Trainer unfassbar viel Spaß. Deshalb möchte ich diese Richtung weiterverfolgen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, mich zu verändern. Ich will neue Erfahrungen sammeln und mich persönlich weiterentwickeln“, erklärt Hagen die Gründe für seinen Wechsel im Gespräch mit Fussball Vorort / FuPa Oberbayern. Gleichzeitig betont der Innenverteidiger: „Der Abgang liegt nicht an Rohrbach.“
Die Verbindung zum SV Kasing und Trainer Fabian Reichenberger bestand schon lange, wie Hagen verrät: „Seitdem ich aus der Jugend rausgekommen bin, hat mich Fabi immer wieder angefragt. Wir haben die Jahre hinweg immer wieder gegeneinander gespielt. Privat haben wir auch schon länger Kontakt. Jetzt hat es mit einer Zusammenarbeit geklappt.“ Auch Reichenberger freut sich über die Neuverpflichtung: „Es gab jährlich einen Austausch. Jetzt sind wir endlich zusammengekommen, auch wenn in einer anderen Rolle als ursprünglich mal gedacht.“
Allzu viel ist Hagen bislang noch nicht in die Planungen des SV Kasing für die neue Spielzeit involviert. Denn sowohl für sein aktuelles Team als auch für sein zukünftiges geht es in den verbleibenden Spielen noch um einiges. Rohrbach kämpft derzeit noch um den Liga-Verbleib in der Bezirksliga Nord. Derzeit liegt der TSV auf dem ersten Relegationsplatz.
Der SV Kasing dagegen kickt aktuell noch in der Kreisliga und hat Chancen auf den Aufstieg. Der SVK befindet sich momentan auf dem Relegationsplatz, nur knapp hinter dem Tabellenführer und ebenso knapp vor Rang drei, hat allerdings ein Spiel mehr als die Konkurrenz absolviert. Ein Aufstieg in dieser Saison wäre zwar schön, aber kein Muss, wie Reichenberger erklärt: „Wir haben ein gutes Grundgerüst und viel Qualität. Viele Spieler sind hier verwurzelt und sagen ligaunabhängig zu.“ Dennoch soll die Bezirksliga-Rückkehr mittelfristig gelingen.
Trotz der noch unklaren Ligazugehörigkeit beider Vereine hat sich Hagen bereits frühzeitig für einen Wechsel entschieden: „Das Umfeld hat mich überzeugt. Die Liga war mir bei meiner Entscheidung egal. Es würde mich aber freuen, wenn Kasing aufsteigt oder wir zusammen aufsteigen.“
Bis dahin hat er mit dem TSV Rohrbach noch viel vor: „Wir haben die Relegation als Mindestziel ausgegeben. Wir wussten seit der Winterpause, dass es nicht leicht wird. Wir sind als Mannschaft sehr eng zusammengerückt. Dazu zählen auch Spieler, die wenig spielen. Das ist wirklich besonders und kann am Ende im Abstiegskampf den Unterschied machen.“
Seit dem Winter arbeitet Hagen mit Philipp Federl zusammen. Der 33-Jährige agiert als Spielertrainer und bringt die Erfahrung von knapp 150 Regionalliga-Spielen sowie einem Einsatz im DFB-Pokal mit: „Ich durfte bislang ganz viel von ihm lernen. Er hat den Hut auf, lässt mich aber viel übernehmen und leiten. Ich kann meine Gedanken einbringen und besitze auch eine gewisse Entscheidungsfreiheit.“
Unter dem langjährigen Spieler des VfB Eichstätt konnte sich Hagen noch einmal weiterentwickeln, wie er erklärt: „Von ihm habe ich im Besonderen die Detailarbeit gelernt. Wir arbeiten jetzt mit Videonalayse. Er bringt Nuancen ein, die am Ende spielentscheidend sind. Zudem hat er eine unglaubliche Mentalität.“ Ähnlich viel Inhaltliches hat der 27-Jährige nach eigener Aussage von den beiden Vorgängern Markus Eberl und Stefan Klos mitbekommen.
Beim SV Kasing möchten sowohl Hagen als auch Reichenberger weiter aktiv auf dem Platz stehen. In Rohrbach muss Ersterer allerdings derzeit verletzungsbedingt pausieren. Der 27-Jährige hat bei einem Autounfall einen schweren Bandscheibenvorfall erlitten. Der 27-Jährige strebt jedoch möglichst schnell ein Comeback an.
Bis es soweit ist, möchte Hagen noch letzte Erinnerungen in Rohrbach schaffen: „Ich habe über die Jahre neue Freunde in Rohrbach gefunden. Am schönsten waren die Derbysiege gegen den FSV Pfaffenhofen/Ilm und TSV Jetzendorf sowie die entscheidenden Siege zum Klassenerhalt und die Nicht-Abstiegsfeiern danach.“ Am Saisonende soll für Hagen und den TSV eine weitere gemeinsame dazukommen. (Alexander Nikel)