
Jakob Brugger kam im Sommer vom SC Weßling aus der Kreisliga zum Landesligisten. Beim 6:1 gegen Türkspor Augsburg bekam er Sonderapplaus vom Publikum.
Einzig die Nähe der beiden Orte macht das Duell zwischen dem SC Olching und dem TSV Dachau 1865 am Samstag um 14 Uhr zu einem Derby. Eine besondere Brisanz zwischen den beiden an der Amper gelegenen Vereinen ist SCO-Trainer Felix Mayer aus der Vergangenheit jedenfalls nicht bekannt.
Die Favoritenrolle schiebt der 31-Jährige den Gästen zu. „Sie haben andere Ambitionen als wir“, sagt Mayer. Verstecken will sich seine Mannschaft aber nicht. „Wir sind auch gut drauf und wollen unseren Flow mitnehmen.“ Beide Teams befinden sich derzeit in guter Form. Dachau gewann fünf der vergangenen sechs Partien. Auch Olching präsentiert sich zuletzt treffsicher: Drei Spiele, drei Siege und 12:2 Tore stehen für die Mayer-Elf zu Buche.
Beim 6:1-Heimsieg am Mittwoch gegen Türkspor Augsburg machte vor allem Jakob Brugger auf sich aufmerksam. Dem Neuzugang vom SC Weßling gelangen zwei Treffer. Mayer bezeichnet den 27-Jährigen als „kompletten Spieler“. „Er hat einen guten Abschluss, sucht den Zweikampf. Und charakterlich ist er auch top.“ Brugger hat sich binnen kurzer Zeit beim Landesligisten etabliert. Selbstverständlich war das nicht, schließlich kam der langjährige Kapitän des SC Weßling aus der Kreisliga. Er selbst gibt sich hinsichtlich seiner Rolle zurückhaltend. „Ich möchte der Mannschaft helfen.“
Das gelang ihm gegen Türkspor eindrucksvoll. Auf der Außenbahn sorgte Brugger nicht nur mit seinen beiden Treffern für Gefahr, sondern leitete auch mehrere vielversprechende Angriffe ein. Mayer ist mit seiner Entwicklung zufrieden: „Er hat den Schritt gut gemeistert.“ Bei seiner Auswechslung bekam Brugger dafür Sonderapplaus vom Publikum im Amperstadion. (Dirk Schiffner)