2026-05-15T09:36:57.455Z

Relegation

Kreisliga! Leonberg und Türk Genclik im Freudenrausch

Regensburger ziehen gegen Aichkirchen in der Verlängerung davon +++ Wiesent wacht zu spät auf und verpasst Kreisliga-Rückkehr

von Florian Würthele · Heute, 19:25 Uhr · 0 Leser
Der SV Leonberg feiert den Aufstieg in die Kreisliga!
Der SV Leonberg feiert den Aufstieg in die Kreisliga! – Foto: Florian Würthele

Ekstase im Lager des SV Türk Genclik! Die Regensburger feiern den direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga. In der zweiten und alles entscheidenden Relegationsrunde bezwang das Kleqka-Gefolge den SV Aichkirchen, der Kreisklassist bleibt, mit 4:1 nach Verlängerung. 550 Zuseher in Steinsberg sahen am Sonntagnachmittag ein hochintensives Spiel, in dem nach 90 Minuten kein Sieger gefunden war (1:1). In der „Overtime“ behielt Türk Genclik den längeren Atem und zog mit drei Treffern davon.

Am Abend durften dann auch die Spieler des SV Leonberg die Aufstiegs-Shirts überwerfen. Die Schwarz-Weißen „zogen“ das Match gegen den SV Wiesent vor gut 700 Zuschauern in Hainsacker mit 3:1. Aufgrund der zweiten Halbzeit war das auch verdient. Während Wiesent auch nächste Saison in der Kreisklasse starten muss, feiert Leonberg den Aufstieg ins Kreisoberhaus – nach 13-jährigen Abstinenz! Damit ist die Relegation im Fußballkreis Regensburg beendet.


In einer intensiv geführten Partie unter brütender Hitze setzte Aichkirchen den ersten Punch. SVA-Urgestein Stefan Riepl fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz und beförderte den Ball unhaltbar in den Torknick (22. Minute). Ein Traumtor! Türk Genclik zeigte sich in Steinsberg relativ unbeeindruckt vom Rückstand, konnte vor der Pause aber nicht mehr zurückschlagen. Ungewöhnlich: Aichkirchen vollzog noch im ersten Durchgang drei Spielerwechsel – einen davon verletzungsbedingt. Auch die zweite Halbzeit war geprägt von Intensität, Kampf und Unterbrechungen. Die Kirner-Truppe ging in den Zweikämpfen robust zu Werke. Spielerisch stärker präsentierten sich die Regensburger, die nach 55 Minuten ausglichen. Eine feine Kombination im Strafraum vollendete Ceesay Sakou zum verdienten 1:1.

Sakou war es dann auch, der die spannende Schlussphase mit einer Top-Chance eröffnete (79.). Zum wiederholten Male hielt Aichkirchens Keeper Florian Dineiger glänzend – und sein Team im Spiel. Es ging in die Verlängerung. Dort hatte Türk Genclik mehr Luft und holte zur Entscheidung aus. Saimir Celhakas Kopfballtor nach einer Ecke (99.), Mateo Hasas verwandelter Foulelfmeter (111.) sowie ein Distanztor von Spielercoach Shkelzen Kleqka über der herausgerückten Keeper (116.) sorgten für Ekstase im Lager der Regensburger, die die direkte Rückkehr in die Kreisliga realisieren.


Feucht-fröhlich feierten die Leonberger nach dem Spiel den Aufstieg in die Kreisliga, der sie eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr angehörten. Im ersten Durchgang war Wiesent zwar viel am Ball, zumeist jedoch in ungefährlichen Zonen des Spielfelds. Leonberg lauerte, strahlte bei schnellen Umschaltmomenten immer wieder Gefahr aus. Und stach in Minute 17 eiskalt zu. Den ersten Schuss konnten zwei Verteidiger noch von der Linie kratzen, doch beim Nachschuss von Jordi Zitzl waren alle Wiesenter machtlos. Kurz vor dem Pausenpfiff hätte Dennis Jakobi beinahe erhöht.

Nach dem Seitenwechsel war von der Elf von Interimstrainer Gregor Kazanowski – obwohl sie in Rückstand lag – lange überhaupt nichts mehr zu sehen. Näher dran am nächsten Tor war eindeutig Leonberg. Entsprechend verdient fiel das 2:0. SVW-Keeper Jonas Retzer räumte Kevin Kopf um, den fälligen Elfmeter versenkte der Gefoulte in Minute 72 selbst. Erst jetzt wachte Wiesent wieder auf, bäumte sich gegen die drohende Niederlage. Kapitän Dominic Gritschmeier scheiterte noch am stark parierenden Simon Fischer (78.), ehe Tobias Geier mit dem 2:1-Anschlusstreffer (84.) wieder richtig Feuer ins Spiel brachte. In dieser Szene verteidigte Leonberg zu luftig. Zwei Minuten später fehlten Philipp Schreiner Zentimeter zum Ausgleich. Er traf nur die Unterkante der Latte! Bitter für Wiesent, das in der zweiten Minute der Nachspielzeit dann den Todesstoß erhielt. Wieder verursachte Retzer einen Elfmeter. Lukas Pongratz verwandelte souverän zum 3:1. Und damit zur Entscheidung.