
Kreisliga-Kracher in Bokeloh: Spitzenreiter stolpert über Baccum
Wenn sich NOZ, EmsTV und FuPa gleichzeitig am Dorfsportplatz einfinden, weiß man: Hier ist was los. In Bokeloh war am Sonntag alles angerichtet für das Spitzenspiel der Emslandliga! Erster gegen Zweiter, Favorit gegen Herausforderer.
SV Bokeloh kam mit weißer Weste (fünf Spiele, fünf Siege, nur ein Gegentor), der SC Baccum dagegen mit schwerem Gepäck: Pokal-Aus im Elfmeterschießen, dazu eine 0:4-Klatsche gegen Twist. Trainer Andreas Hüsken sprach vor dem Anpfiff von einer „schweren Woche“.
Und dann das: Bereits in der 12. Minute nutzte Benjamin Kramer ein kleines Durcheinander im Strafraum zum 0:1 – sein viertes Saisontor. Bokeloh drückte, Chancen gab es reichlich. Vor der Pause zappelte der Ball sogar im Netz, doch die Fahne war oben: Abseits.
Nach dem Seitenwechsel wurde der Druck größer, der Ausgleich lag in der Luft. Doch entweder stand der Baccumer Keeper im Weg, der Ball flog vorbei oder, in einer Szene für die Kreisliga-Geschichtsbücher, die Hand half nach. Marke Diego Maradona? Auch dieses „Tor“ wurde einkassiert.
Gelbe Karten und jede Menge Befreiungsschläge bestimmten die Schlussphase. Selbst die Bokeloher Bank diskutierte über angebliches Zeitspiel. Doch nach 90+6 Minuten war klar: Baccum hatte durchgehalten.
Bokelohs Serie war gerissen, Baccum durfte sich als Spielverderber freuen. Der Liveticker verabschiedete sich mit „Tschüß aus Bokeloh“
Und weil wir ja alle froh sind, dass die NOZ den Amateurfußball im Emsland wieder ein bisschen mehr ins Rampenlicht stellt, hier der Hinweis mit Augenzwinkern: Klickt euch ruhig mal durch den Liveblog des Marktbegleiters - die Bilder sind nämlich richtig stark. Da kann man als Hobby-Tickerer mit Bratwurst in der einen und Kuli in der anderen Hand schlicht nicht mithalten.
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Wenn das Leibchen schon die erste Chance ist
Der Nachmittag in Papenburg begann mit einer Modesünde: Weil die Gastgeber anscheinend nur weiße Trikots im Schrank hatten, musste der SV Eltern im ersten Durchgang in Leibchen auflaufen. Ein Bild wie beim Trainingskick, nur dass es hier um Punkte ging.
Trotz der improvisierten Garderobe fand Eltern schneller ins Spiel. Schon nach zwölf Minuten belohnte sich Michael Peiffer für einen guten Start und schob zum 0:1 ein. Vorlagegeber Tom Krauß durfte sich da bereits als Regisseur fühlen, bevor er später selbst noch in den Vordergrund treten sollte.
Papenburg II, engagiert, aber etwas fahrig, kam zwar ins Laufen, jedoch nicht so richtig in die gefährlichen Räume. Stattdessen hatte Eltern Chancen im Überfluss: Peiffer allein vor dem Keeper (45’+1), Egbers zweimal volley (48’), Krauß mit zu viel Platz (16’). Nur der letzte Punch fehlte. Papenburg dagegen steuerte immerhin einen falschen Einwurf bei – ein kleiner Beitrag für die Mannschaftskasse und zur allgemeinen Erheiterung.
Die zweite Halbzeit brachte dann das klassische Bild: Eltern ließ Gelegenheiten liegen, Papenburg bekam Krämpfe, und irgendwo zwischen 68. und 76. Minute wirkte das Spiel kurz wie eine Mischung aus Fitnessstudio und Erste-Hilfe-Kurs.
Am Ende war es wieder Krauß, der in der 89. Minute mit einem wuchtigen Kopfball die Partie entschied, so willensstark, dass selbst die Leibchen-Frage endgültig geklärt schien. 0:2, Deckel drauf.
Die Nachspielzeit brachte noch etwas Dramatik: Gelb-Rot für Papenburg nach Abpfiff. Ein symbolisches Ende für ein Spiel, das für die Gastgeber auch sonst reichlich Nackenschläge bereithielt. Eltern dagegen durfte jubeln und vermutlich schon mal neue Leibchen bestellen.
Unser Dank geht an Jannis Schnebeck, der zu unserem Glück den FuPa-Liveticker bediente!

KREISLIGA-KRACHER: 5:2! - Börger jubelt, Rütenbrock hadert
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Flutlicht, Bratwurst, Bier und ein Kreisligaspiel, das es auf stolze 3860 Liveticker-Aufrufe brachte. Am Freitagabend empfing die DJK Eintracht Börger den VfL Rütenbrock im heimischen Waldstadion und das, was auf dem Platz passierte, war niveauvoller Kreisliga-Fußball, wie man ihn sich wünscht: zweikampfstark, temporeich und mit einer Prise Chaos in der Nachspielzeit.
Börger legte vor: Nach einer Ecke in Minute 33 nickte Justin Albers zum 1:0 ein. Doch kurz vor der Pause zog Rütenbrocks Marek Heyne aus 20 Metern einfach mal ab - drin, 1:1 (45+1). Halbzeit, alles offen.
Nach Wiederanpfiff war Börger den entscheidenden Tick effektiver. Elfmeter in der 60., sicher verwandelt von Johannes Gertken. Zwanzig Minuten später erhöhte derselbe Spieler auf 3:1. Rütenbrock wehrte sich, Heyne verkürzte in der 83. noch einmal sehenswert auf 3:2.
Doch in der Nachspielzeit zeigte sich die berüchtigte Kaltschnäuzigkeit der Gastgeber: Dominik Albers traf in der 90+4., Lorenz Kröger legte in der 90+6. nach. Endstand: 5:2. Ein Ergebnis, das deutlicher klingt, als es das Spiel war.
Unterm Strich: Rütenbrock hatte Druckphasen, Börger die Tore. Ein Spiel auf Augenhöhe, aber mit Eintrachtlern, die ihre Chancen eben zu nutzen wussten.
Fazit: Wer nicht dabei war, hat Kreisligafußball in Reinform verpasst. Aber zum Glück gab es ja den Liveticker und immerhin 3860 Klicks zeigen: Das Emsland schaut hin.