
Nach dem 19:0 gegen den SV Rot II spricht Ziad Masoud vom SKV Palästina Al Q`uds Stuttgart über seinen Rekordabend mit 12 Toren und drei Assists. Im Interview erklärt der 30-Jährige aus der Kreisliga B4 Stuttgart/Böblingen, warum trotz Gala die Teamleistung im Vordergrund steht. Zudem bewertet Masoud die Aufstiegschancen des Tabellenführers mit 15 Punkten und 46 Toren und nennt den TSV Leinfelden als stärksten Konkurrenten.
„Natürlich war es ein außergewöhnliches Spiel, aber am Ende zählt immer die Teamleistung“, sagt Ziad Masoud nach dem 19:0 in der Kreisliga B4 Stuttgart/Böblingen. „Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, und ohne die Vorarbeit meiner Mitspieler wären diese Tore gar nicht möglich gewesen.“ Gefeiert wurde nicht ausufernd: „Wir wollen den Fokus behalten und uns das Feiern für das Ende der Saison aufheben.“
Masoud kennt Ausreißer nach oben: „Ich habe tatsächlich schon einmal 11 Tore in einem Spiel geschossen, aber das soll nicht heißen, dass es für mich etwas Normales ist. So ein Spiel ist natürlich etwas ganz Besonderes.“ Mitleid mit dem Gegner lehnt er ab: „Wir respektieren jeden Gegner und ziehen unser Spiel seriös bis zum Abpfiff durch. Fußball ist meiner Meinung nach der falsche Ort für Mitleid. Mir ist wichtig, dass man sich nach dem Spiel die Hand geben und abklatschen kann und das war der Fall.“
Mit 15 Punkten und 46 geschossenen Toren steht Palästina auf Platz eins. Masoud ordnet ein: „Wir haben eine sehr starke Mannschaft, auf jeder Position Top-Spieler, und das macht uns diese Saison besonders gefährlich.“ Seine Prognose ist klar: „Ohne überheblich zu klingen, seh ich den Aufstieg mehr als realistisch. Ich sag immer wir können uns nur selbst schlagen.“ Als Rivalen nennt er: „Konkurrenz sehe ich eigentlich nur beim TSV Leinfelden, trotzdem schauen wir vor allem auf uns selbst.“
Zurück in Stuttgart nach der Station beim TV Echterdingen II, beschreibt der 30-Jährige seine Gründe: „Die Zeit beim TV Echterdingen war super, ich konnte mich dort spielerisch weiterentwickeln. Am Ende musste ich aber aus privaten und zeitlichen Gründen den Verein verlassen.“ Die Bindung ist deutlich: „Palästina ist mein Herzensverein, und mit diesem Verein möchte ich unbedingt den Aufstieg schaffen.“ Seine Stärke verortet Masoud im Zusammenspiel: „Mich machen meine Zentrumspieler aus. Ich sag immer, ich bin nur so gut wie mein 10er und Amine ist zur Zeit in Topform. Wir verstehen uns blind auf dem Platz. Dennoch, Tore und Assists sind wichtig, aber nur, wenn sie dem gesamten Erfolg dienen.“
„Große Vorbilder habe ich viele, aber am meisten prägt mich das Zusammenspiel mit meinen Mitspielern und die Unterstützung, die ich von meinen Trainern und meiner Familie erhalte“, sagt Masoud. Besonders hebt er hervor: „Vor allem durch meine aktuellen Trainer Adjmal und Baris, die mir den Freiraum geben mein Spiel zu spielen, kann ich befreit und selbstbewusst auftreten.“ Dieses Vertrauen zahlt er zurück: „Dieses Vertrauen motiviert mich zusätzlich, immer mein Bestes zu geben und gleichzeitig Verantwortung für die Mannschaft zu übernehmen.“