
Odenwaldkreis. So spannend war es im Kampf um den Klassenerhalt in der B-Liga schon lange nicht mehr. Allerdings viel spannender, als es der Spielvereinigung Kinzigtal recht sein dürfte, denn die Ober-Kinziger rutschten durch das 2:2 vom Donnerstagabend beim SV Beerfelden auf dem Abstiegs-Relegationsplatz ab und müssen nun am letzten Spieltag gegen den TSV Bullau (Anstoß 15 Uhr) gewinnen.
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Die Kinzigtaler spüren den massiven Umbruch vom Saisonbeginn immer noch. Ausgerechnet in den direkten Duellen gegen Schlusslicht TV Fränkisch-Crumbach II und den Vorletzten SG Nieder-Kainsbach II erkämpfte die Spvgg nur einen einzigen Punkt. „Wir tun uns gerade gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte enorm schwer“, sagt Christian Thiel vom Trainergespann der Kinziger. Das Potenzial der Mannschaft schätze er für einen sicheren Platz im Mittelfeld ein. Aber die Trainingsbeteiligung sei eben zu schwach, um mit der Mannschaft ordentlich zu arbeiten. Regelmäßig gehe der Mannschaft die Luft aus, und dann müsse sie häufig noch spielentscheidende Gegentreffer hinnehmen.
Nur gut, dass die erfahrenen Kräfte, die eigentlich nur noch als „Stand-by“ verfügbar sind, wieder bereit sind, den Karren gemeinsam aus dem Dreck zu ziehen. Wann immer die Spielvereinigung über den Kampf kam, und mit Benjamin Kübler, Sebastian Karg oder Vito Fadigoso geballte Erfahrung einwechselte, lief es deutlich besser beim abstiegsbedrohten Odenwälder B-Ligisten. Die letzten Vorstellungen geben – zumindest spielerisch – durchaus Anlass zur Zuversicht: Im Derby mit der SSV Brensbach II war ein Sieg in letzter Minute möglich, aber ein verschossener Elfmeter beließ es beim 1:1. Beim SV Lützel-Wiebelsbach II verlor Kinzigtal 0:2. „Da fehlte uns die Kraft im entscheidenden Moment.“
Das Spiel am Sonntag gegen Bullau, mit einem Punkt weniger auf dem ersten Abstiegsplatz, ist ein Endspiel um den Klassenerhalt. „Wir brauchen die absolute Bereitschaft aller, um zumindest die Gäste in der Tabelle hinter uns zu lassen“, sagt Christian Thiel. „Unser Zweikampfverhalten und der Wille werden letztlich entscheidend sein. Ich rechne gegen Bullau mit einem Spiel auf Augenhöhe, das wir entschlossen angehen werden.“