
ODENWALDKREIS. Die KSG Vielbrunn ist in der Kreisliga A auf dem Vormarsch. Lediglich zwei Zähler fehlen zum VfL Michelstadt, der auf den Aufstiegsrelegationsplatz vorgerückte. Zunächst muss die KSG aber die Form bestätigen und gegen „Angstgegner“ FC Finkenbachtal (Anstoß 15 Uhr) am Sonntag gewinnen.
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Das System stimmt wieder bei der KSG Vielbrunn
Gleich zweimal unterlag die KSG in der Vorsaison 2:3. Seit dem hat sich aber in Vielbrunn viel verändert: So steht vor allem wieder Yannick Dörr, der ehemalige Gruppenligaspieler, wieder in der Innenverteidigung zur Verfügung. Hinzu kommt Tim Fendrich, der offensiv und defensiv alles abräumt. „Das System stimmt einfach derzeit bei uns“, erklärt Andre Reinartz. Den Gegner früh anlaufen, anschieben und die Räume für den Gegner engmachen, für Vielbrunns Gegner keine leichte Aufgabe gegen das Ensemble von Trainer Oguzhan Temür. „Auch von hinten heraus sucht unsere Mannschaft spielerische Lösungen“, schiebt Reinartz nach.
Auch der Einsatz stimmte beim Auswärtsspiel bei der FSV Erbach (2:1): Sebastian Serba war fast zwei Jahre verletzt. „Er hat lange gebraucht, bis er wieder nach seinem Kreuzbandriss Vertrauen in seinen Körper hatte und jetzt schoss er bereits sieben Tore für uns“, freut sich der Vielbrunner. Der Zusammenhalt macht die KSG stark, das hat die Mannschaft gerade wieder in Erbach bewiesen, wo die KSG gegen eine spiel- und laufstarke Mannschaft durch cleveres Spielverhalten die drei Punkte mitnahm. „Wir haben in der Mittelfeldzentrale alles gut zugestellt. Beispielsweise Fazil Abravcis Diagonalbälle über die Außen konsequent abgefangen. Das war letztlich der Schlüssel zum Erfolg. Erbach versuchte über die Geschwindigkeit heftig Druck aufzubauen, doch unsere Mannschaft hielt stark dagegen und dann machte Joker Lars Hofmann das alles entscheidende Tor für uns.“
Der 3:2-Sieg zuvor gegen den SV Hummetroth II war eine echte Standortbestimmung. Bereits nach 20 Minuten führte die KSG mit 2:0 gegen den B-Liga-Meister. Vielbrunn spielte ein starkes Pressing, kam schnell in die Balleroberung und spielte Chancen heraus. Auch wenn Hummetroth mit individueller Klasse kräftig drückte, so entwickelte Vielbrunn gerade in der zweiten Hälfte eine Überlegenheit, die in einem triumphalen Verfolgersieg mündete.
Nun also der FC Finkenbachtal, gegen den Vielbrunn im Pokal (3:4) ausschied. Mit Patrick Löffler im Angriff und Jonas Weichel, der für Mümling-Grumbach schon in der Gruppenliga spielte, ist die Innenverteidigung der Gäste souverän besetzt. Die Frage ist, ob der höherklassig erfahrene Dominik Rupcic wieder für den FC auf Torejagd gehen kann? „Der FC ist ein robuster, zweikampfstarker Gegner, den wir nie unterschätzen dürfen“, so Andre Reinartz abschließend.
Der SV Hummetroth II muss am Sonntag gegen die SG Rothenberg (Anstoß 12.30) ran. Kann der SVH II wieder Spieler von oben runterziehen, dann wäre er klarer Favorit. Türk Beerfelden, trotz jüngster Erfolge, wird es ganz schwer gegen den VfL Michelstadt haben. Auf Heimsiege setzten der KSV Reichelsheim gegen den TSV Seckmauern II und der TSV Sensbachtal gegen die Höchster Reserve. Schwieriges Heimspiel des SV Gammelsbach gegen die SG Nieder-Kainsbach. Der wiedererstarkte FV Mümling-Grumbach sollte sich gegen Schlusslicht Türk Breuberg durchsetzen. Schließlich erwartet Spitzenreiter SG Sandbach Aufsteiger FSV Erbach.