Der SV Grieth kann sich auf zwei seiner Urgesteine verlassen.
Der SV Grieth kann sich auf zwei seiner Urgesteine verlassen. – Foto: Holger König

Der SV Grieth und seine treuen Edel-Fans

Edith Reumer und Norbert Lamers haben alle Höhen und Tiefen der Fußballer aus dem Fischerdorf hautnah miterlebt. Für die beiden Senioren ist auch anderweitig die Unterstützung der Dorfgemeinschaft eine Selbstverständlichkeit.

Wer sonntags die Spiele des aktuellen A-Ligisten SV Grieth besucht, wird an der Platzanlage auf Edith Reumer und Norbert Lamers treffen. Denn der Besuch der Heimspiele „ihres“ SV sind einfach eine Pflichtveranstaltung für die Beiden. Aber auch bei den Auswärtspartien der Mannschaft gehören sie seit Jahrzehnten zur treuen Schar derer, die die Blau-Weißen unterstützen.

Seit ihrem 16. Lebensjahr geht sie zum Platz, ihr großer Bruder habe sie damals mitgenommen. „Ich stamme aus einer Fußballerfamilie“ erklärt Edith Reumer, die aus Grieth stammt. Der Vater, ihr Bruder, später ihr Mann und mittlerweile der Enkelsohn waren und sind aktive Fußballer. „Da ist es auch egal, in welcher Liga die Mannschaft spielt und ob sie erfolgreich ist oder nicht. Sonntags wird die Elf unterstützt“, erklärt die mittlerweile 76-Jährige.

Norbert Lamers seit mehr als 50 Jahren dabei

Vor 53 Jahren „zugezogen“ ist Norbert Lamers. Nach dem er aus seiner Jugend in Hönnepel nach Grieth kam, übernahm er im Verein gleich einmal diverse Aufgaben. Spieler, Jugendobmann, Vorstandsmitglied, Schiedsrichter und später dann Platzkassierer lauten die Stationen des 78-Jährigen in seiner mittlerweile 50-jährigen Mitgliedschaft bei den Blau-Weißen. „Wir haben den Verein immer treu begleitet, in guten wie in schlechten Zeiten“, erklärt das treue Duo unisono.

Und die Zeiten des SV Grieth waren abwechslungsreich, von Höhen und Tiefen begleitet. Ein Höhepunkt dabei war mit Sicherheit die Landesliga-Zeit, als zahlreiche Zuschauer zu den Heimspielen kamen. „Meine Gefühle damals waren zweischneidig. Denn immer, wenn Geld ins Spiel kommt, geht man auch ein Risiko ein“, blickt Lamers zurück. Die Tiefen ließen nicht lange auf sich warten, als die Mannschaft nach dem Rückzug der Sponsoren bis in die B-Liga durchgereicht wurde.

Vereinsleben als Selbstverständlichkeit

Doch auch damals führte sie der Weg jeden Sonntag zum Platz. Es sei für die Beiden immer schon selbstverständlich gewesen, am örtlichen Vereinsleben aktiv mitzuwirken und somit die Dorfgemeinschaft zu unterstützen. Denn neben ihrem Herz für das runde Leder waren beide auch Anfang der 70er Jahre im seinerzeit neu ins Leben gerufenen Griether Karnevalskomitee aktiv. Norbert Lamers sogar als Gründungsmitglied und stellvertretender Vorsitzender, Edith Reumer als „Funkemariechen“. „Für unsere Generation war und ist es selbstverständlich sich dort, wo man lebt, auch zu engagieren“, betont Norbert Lamers.

Auch der Griether Shanty-Chor „Die Hanseaten“ profitiert immer noch von seiner Unterstützung im Vorstand. Aktuell freuen sich die beiden Fußballfreunde, dass es mit ihrem Verein wieder bergauf geht. Der junge Vorstand versuche, wieder die Werte zu vermitteln, die den Dorfverein einst stark gemacht hatten. Ein weiterer Grund, weshalb der Weg von Edith Reumer und Norbert Lamers immer wieder zum Griether Sportplatz führt.

Aufrufe: 015.9.2021, 09:00 Uhr
RP / Per FeldbergAutor

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