
Es ist eine fast schon historisch günstige Konstellation für die Mannschaften in der Kreisliga A Grevenbroich-Neuss. Bis zu drei Mannschaften können den Aufstieg in die Bezirksliga schaffen, zwei schaffen es sicher, der dritte Aufstiegsplatz darf aber ebenfalls als praktisch gesichert gelten. Und mindestens fünf Mannschaften sind es sieben Spieltage vor dem Saisonende noch, die sich darauf Chancen ausrechnen können.
Einem direkten Duell der Spitzengruppe kommt da natürlich eine besondere Bedeutung zu. Ein solches gab es am Sonntag ab 15 Uhr, als sich Spitzenreiter SV Germania Grefrath und die Sportfreunde Vorst als Dritter begegnten. Wir haben Euch das Spiel in voller Länge im Stream präsentiert, und ihr könnt es natürlich auch jetzt im Re-Live noch anschauen, was sich durchaus lohnt.
Von der ersten Minute an gab der Spitzenreiter und Gastgeber Germania Grefrath Gas, erspielte sich Chance um Chance, und nutzte auch ganz früh eine davon. Noel Schneider sorgte in der 6. Minute nach starker Vorarbeit von Bozidar Mestrovic für das 1:0. Das hätten die Grefrather in der Folge locker ausbauen können, ja müssen. Gleich vier Großchancen ließen Luis Fridolin Eberwein (2), Etienne Piehler und Jan-Lars Schuchardt liegen, die Bank des Gastgebers um Coach Jörg Gartz drohte fast zu verzweifeln. Ähnlich ging es seinem Gegenüber Patrick Ohligschläger, freilich aus anderen Gründen. Denn sein Team fand eine halbe Stunde lang kaum in die Zweikämpfe, fand auch offensiv nur sporadisch statt. Das änderte sich dann nach gut 30 Minute, auch in Folge eines frühen Wechsels, und so nutzten die nun etwas mehr in die Grefrather Hälfte vordringenden Vorster gleich zwei Standards brutal aus. In der 43. Minute war Hussein Hammoud mit seinem zwölften Saisontor nach einer Ecke zur Stelle, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte schlug er nach einem Einwurf erneut zu.
Hatte sich diese Wendung des Spiels nun wirklich nicht angedeutet, so kamen die Vorster nach der Pause dann wirklich als das bessere Team aus der Kabine, und als Dennis Bögel nach einer scharfen Vorster Hereingabe auch noch unglücklich ein Eigentor zum 1:3 unterlief (67.), schien das Pendel endgültig gegen die Grefrather auszuschlagen. Die verdienten sich danach aber den insgesamt ohnehin verdienten Zähler neuerlich durch großen Einsatz und Willen. Piehlers 16. Saisontor brachte in der 71. Minute den schnellen Anschluss, die Fans der Grefrather mussten aber bis zur 89. Minute zittern, als Eberwein zum 3:3-Endstand traf - in einem Spiel, das neben viel Kampf und Topspiel-Hitzigkeit auch eine ganze Menge guten Kreisligafußball bot.
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SV Germania Grefrath 1926 – Sportfreunde Vorst 3:3
SV Germania Grefrath 1926: Yannick Hansen, Danilo Brockers, Dennis Bögel (70. Colin Iffländer), Patryk Kamil Taberski, Leon Eberwein (76. Jonathan Steffen), Luis Fridolin Eberwein, Damian Kaluza, Noel Schneider, Jan-Lars Schuchardt, Etienne Piehler, Bozidar Mestrovic (90. Ejub Dzaferovic) - Trainer: Jörg Gartz
Sportfreunde Vorst: Dominik Schlangen, Patrick Schneider, Saran Rajakumaran, Leon Jansen (46. Niklas Schröter), Sedat Yaldirak (34. Dennis Meyer), David Erberich, Kai Bodewitz, Mattis Oltersdorf (46. Hamza Shraideh), Daniel Markwica, Hussein Hammoud, Sadi Abu Hamoud (90. Kevin Himmel) - Trainer: Patrick Ohligschläger
Schiedsrichter: Sascha Longerich - Zuschauer: 212
Tore: 1:0 Noel Schneider (6.), 1:1 Hussein Hammoud (43.), 1:2 Hussein Hammoud (45.+2), 1:3 Dennis Bögel (67. Eigentor), 2:3 Etienne Piehler (71.), 3:3 Luis Fridolin Eberwein (89.)