
Während Lionel Messi seine ersten Schritte auf der großen Bühne beim FC Barcelona machte, konnte sich ein junges deutsches Talent in der U16 des Weltklubs ebenfalls Hoffnungen auf eine große Karriere im Profifußball machen. Dafür reichte es rückblickend für Dennis Krol jedoch nicht. Stattdessen verbringt der inzwischen 33-Jährige den Herbst seiner aktiven Laufbahn bei der SSVg Heiligenhaus in der Kreisliga A Wuppertal & Niederberg.
Aus der Jugend von Bayer Leverkusen wagte Krol einst den ambitionierten Schritt zum großen FC Barcelona. In drei Jahren dort hatte er es mit heute prominenten Teamkollegen wie Ex-Dortmunder Marc Bartra oder Champions-League-Sieger Thiago Alcántara zu tun. Zu einem Einsatz im Profikader reichte es dafür jedoch auch nicht - auch nicht bei seiner Rückkehr in die Jugend von Leverkusen.
Stattdessen versuchte sich Krol zunächst in der Regionalliga bei der zweiten Mannschaft von Bayer und später auch bei Fortuna Düsseldorf. Mit der Zeit verabschiedete sich Krol auch immer mehr vom ambitioniertesten Amateurfußball. Zuletzt stellte der Mittelfeldmann sein Können für den 1. FC Wülfrath und die SSVg Heiligenhaus unter Beweis.
Nach dem abgeschlagenen Abstieg aus der Bezirksliga bleibt Krol Heiligenhaus auch in der Kreisliga erhalten: "Viele fragen mich, wie ich mir vorstellen kann, hier zu spielen. Aber ich will einfach nur Freude am Fußball haben und ein bisschen mit meinen Jungs kicken. Ich schaue nicht mehr nach hinten", erklärte der Routinier gegenüber der WAZ und verwies mit einem Augenzwinkern darauf, dass es für ganz oben auch nicht mehr reichen würde: "Profi werde ich wohl nicht mehr. Ich bin ja nicht mehr der Jüngste."
Für Krol soll der Abstecher in die Kreisliga ein kurzer bleiben. Die SSVg hält den Kader für die kommende Saison wohl auch größtenteils weiter zusammen und möchte schnellstmöglich wieder nach oben. Denn selbst auf dem höheren Niveau konnte Heiligenhaus auch immer wieder gut mithalten: "Von außen sieht es so aus, als ob wir in jedem Spiel unterlegen war. Aber es gab Spiele, in denen wir bis zur 70. Minute voll drin und sogar die bessere Mannschaft waren", schilderte Krol. Die Mannschaft hat in der Endabrechnung dann viel zu häufig Lehrgeld bezahlen müssen: "Sobald das erste Gegentor fiel, haben wir die Köpfe hängengelassen."
Langfristig soll es mit dem Verein wieder in Richtung der Landesliga gehen. Auch wenn die Namen nicht mehr wo prunkvoll klingen wie in alten Zeiten in Barcelona oder Leverkusen ist der ambitionierte Wettbewerbsgedanke nicht aus Dennis Krol herauszubekommen.
