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Ligabericht

Kreisliga A: Leidenschaft wird nicht belohnt

Kreisliga A: Türk Breuberg zollt bei Neuanfang in Reichelsheim der Kondition Tribut +++ Mümling-Grumbach effektiv

von Thomas Nikella · 11.05.2025, 19:00 Uhr · 0 Leser
Intensives Duell: Dominik Linder (links) vom KSV Reichelsheim gegen Breubergs Mikail Arda Kalkan.	Foto: Herbert Krämer
Intensives Duell: Dominik Linder (links) vom KSV Reichelsheim gegen Breubergs Mikail Arda Kalkan. Foto: Herbert Krämer

Odenwaldkreis. Der VfL Michelstadt hat die Aufstiegsrelegation zur Kreisoberliga fast erreicht: Mit einem 3:2-Erfolg bei der KSG Vielbrunn behaupten die Michelstädter mit acht Punkten Vorsprung Rang zwei. Der FV Mümling-Grumbach hat allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto.

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„Beerfelden besaß auch seine Chancen, hat daraus aber nichts gemacht. Wir hatten schon im ersten Durchgang die hochkarätigeren Möglichkeiten“, so Jens Krätschmer. Kai-Oliver Heckler (27., 45.) nutzte zwei der Höchster Großchancen. Die Führung sei lange Zeit aber glücklich gewesen, weil Beerfelden engagiert für einen engen Spielverlauf sorgte. Nach dem 3:0 von Janis Albohr (82.) aber war alles entschieden.

Steffen Heckmann (18.) schoss die Rothenberger Führung heraus, die Alexander Blitz noch vor der Pause ausglich (23.). Felix Götz von der SGR sah von Beginn an eine starke Partie von beiden Teams, die kompakt standen, die Abstände hielten und so dem Gegner nicht die Räume überließen, die sie für die Torannäherung benötigt hätten. Beide Mannschaften produzierten wenige Fehler, aber auch kaum verwertbare Chancen.

Ein Eigentor von Tim Fendrich (10.) und das Tor von Dennis Schitz (12.) brachten die Michelstädter früh auf die Erfolgsspur. „Anfangs waren wir nicht konzentriert genug“, sagte Martin Reinartz (KSG). Sebastian Serba (35.) gelang der Anschlusstreffer. Ein Kontertor von Christopher Hörr (55.) war schließlich der Ausgangspunkt für den späteren VfL-Sieg, um den die Gäste aber lange Zittern mussten, denn nach Roman Schiedlowskis (68.) 2:3 drückte die KSG gnadenlos. „Ein Punkt hätten wir uns allemal verdient.“

„Wir haben mit einer Zweitore-Führung innerhalb von drei Minuten furios angefangen. Nach fünf Minuten krachte der Ball erneut an die Hetzbacher Latte“, berichtete Fabian Daum (SG). Als die SG etwas weniger investierte, kam Hetzbach auf 2:1 heran. „Die Gäste haben nie aufgesteckt.“ So verschoss Lennart Müller einen Foulelfmeter für den TVH. „Das hat uns wachgerüttelt“ meinte Daum. Torfolge: 1:0 Luca Nadella (1.), 2:0 Noah Wolf (3.), 2:1 Kevin Schuhmann (15.), 3:1 und 4:1 Dominik Neff (66., 71., FE), 5:1 Rene Baier (89.), 5:2 Kevin Schuhmann (90., FE).

„Die Gäste waren in der ersten Hälfte engagierter, führten deswegen auch verdient“, sagte Illija Rupcic. Marvin Pilger (24.) sowie Emil Rus (29.) sorgten für Neustädter Führung zum Seitenwechsel. Nach der Pause setzten sich die läuferischen und kämpferischen Qualitäten der Platzherren immer deutlicher durch. Zuerst brachte Julian Walz (65.) den FC heran, schließlich war es Christoph Werrmann (75.), der den Ausgleich besorgte. „Wir haben bis zum Schluss auf den Siegtreffer gedrängt“, sagte Rupcic.

„Nach der 2:0-Führung hätten wir den Sack zuschnüren müssen“, sagte Norbert Leist (KSV). Doch Breuberg bot eine kämpferisch gute Vorstellung, besaß immer wieder Konterchancen. „Letztlich war es ein hartes Stück Arbeit, um das Ergebnis noch zu drehen. Die KSV-Mannschaft investierte viel und gewann am Ende etwas glücklich. Torfolge: 1:0 Noah Bechtel (10.), 2:0 Leon Kaffenberger (35.), 2:1 Pascal Stummer (43.), 2:2 Yunus Kilic (49.), 2:3 Yilan Suphil (81.), 3:3 Philipp Erhardt (90.), 4:3 Benedikt Zieres (90.+3).

Maximilian Raitz (70.) und Robin Schröder (75.) brachten nach ausgeglichener erster Hälfte die Seckmaurer in Führung. „Unsere Mannschaft hat aber nie aufgegeben und den Kampf angenommen“, berichtete Thomas Gruber. Lohn dieses Engagements war der späte Ausgleich durch den Doppelpack von Marvin Schneider (87., 88.). Für Gammelsbach war es keine einfach Aufgabe gegen die spielstarke Reserve des Kreisoberligisten.

Entscheidende Stellungsfehler sollen zur klaren Heimniederlage des TSV geführt haben. Nach ausgeglichener erster Hälfte, in der Sensbachtal mehrfach die Gelegenheit zur Führung liegen ließ, war Mümling-Grumbach die effektivere Mannschaft. Salih Atmaca (60., 72.) und Philipp König (81.) bereiteten den Weg zum Grumbacher Erfolg am Buckelweg.