
Odenwaldkreis. Der KSV Reichelsheim steht nach der ersten Hälfte dieser Spielzeit in der A-Liga auf Rang sieben. Wäre die Mannschaft beständiger in ihren Vorstellungen gewesen, könnte sie womöglich im Konzert der Ligagrößen mitspielen. In der Rückrunde will der KSV nun endlich zu seiner eigentlichen Leistungsfähigkeit finden und gleich gegen den kampfstarken FC Finkenbachtal (15 Uhr) damit beginnen.
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„Uns fehlt die Stabilität“, räumt Norbert Leist vom KSV ein. Die Mannschaft habe zwar ein großes Potenzial, aber sie rufe ihre Möglichkeiten zu selten ab. Beachtliche Auftritte wie gegen Spitzenreiter SG Sandbach, als die Elf nach starkem Spiel nur knapp (1:2) unterlag, wechselten sich mit wenig überzeugenden Auftritten ab. Ganz besonders in Erinnerung blieb Leist das 4:6 in Sensbachtal, wo der KSV nach „unterirdischer erster Hälfte“ (1:5) viel zu spät aufwachte.
Zu oft landeten Ballverluste in der Vorwärtsbewegung im eigenen Tor. Immer wieder wurde deutlich, dass die Einstellung ganz entscheidend auf den Spielausgang einwirkte. Der KSV kassierte in 18 Spielen 45 Gegentore. Erschwerend hinzu kam der eine oder andere Ausfall. „Michael Denzel fiel verletzungsbedingt wochenlang in der Innenverteidigung aus. Ihn konnten wir nicht so einfach ersetzen. Er köpft normalerweise viele Bälle raus und sorgt für Ruhe und Übersicht“, sagt der Abteilungsleiter.
„Das Spiel gegen Finkenbach wird ganz schwierig. Der FC ist eine Mannschaft, die sehr stark über den Kampf kommt. Dabei ist sie auch sehr kompromisslos. Außerdem stehen sie unten drin und müssen um jeden Punkt kämpfen, wenn sie in der Klasse bleiben wollen“, ordnet Norbert Leist die Situation beim Gegner ein.
Der SV Hummetroth II hat sein Nachholspiel gegen den TSV Höchst II eindrucksvoll mit 6:2 für sich entschieden und befindet sich in der Tabelle gleich zu Beginn der Restrunde auf der Überholspur, von der er sich auch am Sonntag von zuletzt verbesserten Breubergern (Anstoß 13 Uhr) nicht abdrängen lassen will.
Der VfL Michelstadt liegt nur noch einen Punkt vor den Hummetröthern, nachdem die Mannschaft beim 1:1 in Vielbrunn nur einen Zähler mitnahm. Im Heimspiel gegen den TSV Höchst II zählt für den VfL somit nur der Sieg, ansonsten wäre wohl Verfolger SVH II an den Michelstädtern vorbei.
Der TSV Sensbachtal erwartet mit Spitzenreiter SG Sandbach am Sonntag (15 Uhr) die schwierigste aller Aufgaben. Aber Sandbach ist noch nicht wieder in Bestform, wie die beiden Auftritte in Mümling-Grumbach (1:0) und gegen Breuberg (2:0) zeigten.
Nur einen Steinwurf entfernt, erwartet der SV Gammelsbach im Abstiegskampf den FV Mümling-Grumbach (15 Uhr). Keine einfache Aufgabe für die Freiensteiner, die auf Gäste treffen werden, die aus einer verbesserten Kompaktheit und Ordnung spielen. Ebenfalls im Kampf um den Klassenerhalt strampelt Türkspor Beerfelden. Ohne Torgarant Barkin Kücüksürücü wird es gegen den aufgerüsteten Fünften aus Erbach sehr schwer, zu punkten.
Die SG Rothenberg ist mit der Heimniederlage gegen Seckmauerns Reserve denkbar schlecht ins Spieljahr 26 gestartet. Nun geht es gegen die SG Nieder-Kainsbach, die gerade beim 5:1 gegen Türk Beerfelden überzeugte. Und schließlich empfängt die KSG Vielbrunn den TSV Seckmauern II (15 Uhr).