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Ligabericht

Kreisliga 1: Sulzemoos pirscht sich ran ans Spitzentrio - Dachau 1865 II befreit sich

6:3-Sieg gegen Arnbach nach turbulentem Spiel

von Moritz Stalter · 12.11.2024, 09:04 Uhr · 0 Leser
Absolut überragend: Mehmet Ayvaz (am Ball) traf beim 6:3 gegen den TSV Arnbach (schwarze Trikots) viermal!
Absolut überragend: Mehmet Ayvaz (am Ball) traf beim 6:3 gegen den TSV Arnbach (schwarze Trikots) viermal! – Foto: HAB

Mit einem 6:3-Sieg gegen Aufsteiger Arnbach – und nach einem turbulenten Spiel – hat sich der SV Sulzemoos wieder ein wenig ins Gespräch gebracht, was die vorderen Plätze der Fußball-Kreisliga 1 betrifft.

Es ging hinauf auf Tabellenrang vier. Derweil bleibt die Lage am Tabellenende für die SpVgg Erdweg und den TSV Eintracht Karlsfeld II prekär.

SV Sulzemoos – TSV Arnbach 6:3: Absteiger gegen Aufsteiger – in Sulzemoos begegneten sich der heimische SVS und der TSV Arnbach zum direkten Vergleich. Dass das Derby episch werden würde, war lange nicht abzusehen. Bis Mitte der ersten Hälfte begegneten sich die Lokalrivalen auf Augenhöhe, nennenswerte Torchancen fehlten. Die Arnbacher wagten als erste mehr. Die Belohnung war der Führungstreffer durch Dominik Hahn (34.).

Nach dem Seitenwechsel überschlugen sich dann die Ereignisse. Zunächst drehte Sulzemoos mit einem Doppelschlag das Spiel: Mehmet Ayvaz verwandelte einen Elfmeter nach Foul an seinem Sturmpartner Manuel Eisgruber (47.), ehe Peter Heilig den SVS in Führung brachte (50.). Und Arnbach? Die Gäste reagierten zunächst unbeeindruckt und glichen kurz darauf durch Mario Fischhaber aus (53.). Wiederum nur vier Minuten später brachte Ayvaz die Sulzemooser erneut in Führung (57.). In der 67. Minute versenkte Ayvaz – der überragende Spieler des Derbys – einen Handelfmeter zum 4:2 (67.). Sulzemoos war nun klar auf Kurs, die Arnbacher ließen sich aber nicht abschütteln.

Fabian Beck erzielte den Anschlusstreffer (70.). Doch gegen einen Sulzemooser fanden die Gäste an diesem Tag kein Mittel. In der 76. Minute traf Ayvaz zum 5:3. Und damit brach der Stürmer den Widerstand der Gäste. Den Schlusspunkt in der Acht-Tore-Hälfte setzte Peter Heilig (84.).

TSV Eintracht Karlsfeld II – SV Olympiadorf 0:3: Warum nicht noch einmal ein Team ärgern, das in der Tabelle weit vorne steht? Die Eintracht-Zweite wählte erneut einen defensiven Ansatz – so wie vor einer Woche beim VfR Garching II (3:2). Doch gegen den SV Olympiadorf musste das Schlusslicht schnell feststellen, dass der Gegner nicht ohne Grund auf dem 3. Platz steht. Die technisch starken Gäste waren ballsicher und machten wenig Fehler. Karlsfeld bekam keinen Zugriff auf die Mittelfeld-Zentrale der Münchner. Aber: Die Defensive der Eintracht ließ keine Großchancen zu. Und kurz vor der Pause hatte die Eintracht sogar zwei Halbchancen, die Abschlüsse machten Mut für die zweite Hälfte.

Doch hier legte der SV Olympiadorf vor. Ferdinand Wieberneit köpfte einen Freistoßflanke zum 0:1 in die Maschen (53.). Eine gute Viertelstunde später fiel dann die Entscheidung. Zunächst fackelte Onur Akca nach einem Kommunikationsfehler nicht lange. Sein Schuss aus 25 Metern landete genau im Winkel – ein Traumtor (70.). Nur zwei Minuten später machte Benjamin Quattara den Doppelschlag mit seinem Treffer zum 0:3 perfekt (72.).

Die Karlsfelder mühten sich im Anschluss, zwingend wurden sie aber nicht mehr. Es blieb beim 0:3. Das Ergebnis fiel vielleicht ein Tor zu hoch aus, der Sieg des SV Olympiadorf war allerdings hochverdient.

SV Türk Sport Garching – SpVgg Erdweg 3:0: Die Erdweger, die wieder mit letzten Aufgebot antreten mussten, waren ohne jede Chance. Es fehlten unter anderem auch die beiden Spielertrainer Marco Juric (verletzt) und Michael Dietl (krank) sowie Bast Felbermeier (Rot-Sperre). So war gegen den Tabellensiebten nichts drin, wobei die Gäste ihr Tor zumindest eine halbe Stunde lang sauber hielten. Für Garching trafen dann aber Paul Costea (31.), Selim Magat (60.) und Burhan Mustaafov (90.+2).

„Ja, das war wieder zu erwarten“, sagte Erdwegs frustrierter Sprecher Robert Strixner. „Wir hatten gegen eine überlegene und abgezockte Mannschaft keine Chance, die Niederlage geht mehr als in Ordnung. Es muss sich in der Winterpause einiges ändern, damit wir wieder in die Spur finden.“

TSV Dachau 1865 II – Grüne Heide Ismaning 2:1: Mit dem zweiten 2:1-Sieg in Folge hat sich die Zweite des Landesligisten von der Abstiegs- und Relegationszone mit nunmehr 15 Punkten ein Stück entfernt. Grundlage für den Erfolg war ein Raketenstart. 1:0 stand es bereits in der 1. Minute, als Thomas Mitsakos einen Rückpass zum Torwart erlief und den Ball ins Tor schob. Dachau erhöhte sofort den Druck und wurde mit einem absoluten Traumtor belohnt: 65-Spielertrainer Christian Doll zog von der Mittellinie ab, weil der Gästetorwart Deniz Sonkaya zu weit vor seinem Tor stand (15.). In der Folgezeit versäumten es die Dachauer, das dritte und vierte Tor nachzulegen.

Grüne Heide kam wie verwandelt aus der Halbzeit und bestimmte plötzlich das Spiel. Richtig große Chancen sprangen dabei aber zunächst nicht heraus. In der 70. Minute half ein Standard: Thomas Niggl brachte die Gäste mit einem wunderbar geschossenen Freistoß auf 1:2 heran. Dachau 1865 beschränkte sich aufs Verwalten und hatte Pech, dass Amir Othman mit seinem Freistoß nur die Latte traf. Die Abwehr um Torwart Maximilian Mayer hielt dem Druck stand, die drei Punkte waren am Ende auch verdient.

„Auch wenn wir ehrlich sein müssen und gefühlt nur richtig gute 30 Minuten hatten, sind wir absolut zufrieden“, so Teamsprecher Philipp Englich. Nächstes Wochenende gegen Sulzemoos wolle die Mannschaft „nochmal alles raushauen“.