
Der SC Pöcking-Possenhofen überwintert auf dem letzten Platz. Zwei Neuzugänge sollen das Ruder noch herumreißen.
Pöcking – Der Trend ist eindeutig: Vor dreieinhalb Jahren stiegen die Fußballer des SC Pöcking-Possenhofen aus der Bezirksliga ab, vor eineinhalb Jahren mussten sie den Gang in die Kreisklasse antreten. Nun droht der Mannschaft der nächste Abstieg. Der SCPP überwintert auf dem letzten Platz der Kreisklasse 3. Bisher holte das Team von Trainer Daniel Flath aus 14 Spielen gerade einmal zwölf Punkte.
„Das Zwischenfazit fällt dem Tabellenplatz entsprechend aus“, stellt Flath unmissverständlich klar, der im Sommer die Nachfolge von Florian Beck angetreten hatte. Sein Team habe zu schwankende Leistungen gezeigt, was auch mit vielen personellen Wechseln von Woche zu Woche zu tun gehabt habe. „Ein Kader von 14, 15 Leuten, die immer da sind, wäre optimal. Aber leider hatten wir zu wenig Konstanz – zum einen wegen Verletzungen, zum anderen fallen manche Spieler wegen Studium oder anderen Verpflichtungen immer wieder aus.“
Die Kaderstruktur mache die Arbeit insgesamt nicht einfach. „Wir haben mit Ferdinand Jäger, Lukas Wannenwetsch und Clemens Link drei Spieler über 30, dann kommt schon Philipp Hönigschmid mit 24, und dann kommen ganz viele junge Spieler der Jahrgänge 2003, 2004 und 2005“, erklärt der Coach. Die Youngster hätten viel Potenzial, in manchen Situationen merke man ihnen die fehlende Erfahrung aber noch an.
Die zuletzt gezeigten Leistungen vor der Winterpause stimmen Flath jedoch positiv, dass seine Mannschaft so langsam genügend Lehrgeld gezahlt hat und sich inzwischen auf dem richtigen Weg befinden könnte. Sechs ihrer zwölf Punkte sammelte sie aus den vier Partien vor dem Jahreswechsel, gewann nicht nur gegen den direkten Konkurrenten SV Eurasburg-Beuerberg, sondern auch gegen das Topteam SG Antdorf/Iffeldorf.
Die Spieler haben es also eigentlich im Kreuz, wie sie schon beim 4:1-Sieg gegen den aktuellen Spitzenreiter SV Uffing im September gezeigt hatten. Und gegen den Tabellenzweiten, SV Raisting II, holte der SCPP unmittelbar vor der Winterpause beinahe einen 0:3-Rückstand noch auf, musste sich am Ende nur knapp mit 2:3 geschlagen geben. „Die Jungs geben sich nicht auf. Sie haben alle Bock, das Ruder noch herumzureißen“, betont Flath.
Dabei helfen sollen in der Rückrunde auch zwei externe Neuzugänge. Zum einen kommt der Pöckinger Abwehrspieler Andreas Richter von der SG Starnberg/Söcking zurück, zum anderen Mittelfeldspieler Florian Flath, der Sohn des Trainers, in der Hinrunde noch Stammkraft bei Bezirksligist SV Raisting (13 Spiele, zwei Tore). „Florian und Andreas werden uns hoffentlich mehr Stabilität bringen und unserem sehr jungen Team auch fußballerisch helfen“, sagt Coach Flath. Als Quasi-Neuzugang sieht er außerdem Angreifer Hönigschmid, der wegen einer Lungenentzündung nahezu die komplette Hinrunde verpasste.
Gemeinsam soll nun an einem Strang gezogen werden, um den dritten Abstieg innerhalb weniger Jahre zu vermeiden. Der Rückstand auf einen Relegationsplatz beträgt aktuell drei Punkte (bei einem Spiel weniger), auf das rettende Ufer fünf Zähler (bei zwei Spielen weniger). „Wir versuchen alles, um drinzubleiben, am besten natürlich ohne Relegation“, kündigt Flath an.
Zu Jahresbeginn absolvieren die Pöckinger zunächst drei Einheiten in einem Fitnessstudio in Starnberg, ab dem 27. Januar beginnt die Vorbereitung auf dem heimischen Kunstrasen. Fünf Testspiele sind geplant, ehe es am 8. März mit einem Auswärtsspiel in Antdorf wieder ernst wird.