
Die SG Oberau/Farchant kassiert das 1:2 gegen Starnberg erst nach 90 Minuten. Auch der SV Uffing verliert unglücklich im Abstiegskampf.
SV Uffing – FSV Höhenrain 0:1 (0:1)
Sie fühlen sich, als wäre der Himmel über ihnen eingestürzt in diesem Frühjahr. „Gerade haben wir eine schlechte Kombination“, sagt Nicolas Reising, der Abteilungsleiter der Uffinger Fußballer. An manchen Tagen – wie unter der Woche in Bichl – verlieren sie wegen ihrer schlechten Leistung, an anderen, weil ihnen jegliches Spielglück abhanden gekommen ist. So erging es ihnen beim 0:1 gegen Höhenrain. Reising fand schon wieder Szenen en masse, die Uffings Lage umreißen. Beim Gegentor direkt nach dem Start parierte Torwart Joshua Eibl einen Abschluss aus kurzer Distanz sehenswert, nur purzelte der Ball direkt einem Höhenrainer vor die Füße. In der Schlussphase folgte eine weitere, kaum zu begreifende Szene. Nach einem Freistoß ging ein Spieler der Gäste im Getümmel zu Boden. In der Annahme, gefoult worden zu sein, griff sich der Verteidiger den Ball, doch der Schiedsrichter hatte nicht gepfiffen. Blieb ohne Sanktion. „Solch einen Pfiff bekommst du gerade einfach nicht.“
Die gesamten 90 Minuten sah Reising seine Mannen mindestens gleichwertig. Spielertrainer Lucas Stegemann lief erstmals in der Innenverteidigung auf und verlieh dem Defensiv-Apparat mehr Stabilität. Gerade in Hälfte zwei erhöhte der SVU den Druck, hatte zwei Chancen durch Leo Rathgeb (am leeren Tor vorbei) sowie Simon Gerg (per Kopfball). Allerdings klagt Reising: „Wir sind gerade nicht fähig, die Partie zu gewinnen. Es geht nicht so leicht von der Hand.“ Ein typisches Unentschieden-Spiel ging somit erneut verloren.
SG Oberau/Farchant – Starnberg/Söcking 1:2 (1:0)
Bei einem anderen Spielverlauf wäre Jan Tischer mit diesem Ergebnis gegen den Ligaprimus sicherlich zufrieden gewesen. Stattdessen kochte es im Coach der SG Oberau/Farchant: „Ich ärgere mich brutal.“ Weil der im Abstiegskampf steckende Underdog, so seltsam sich das anhören mag, die Partie zur Pause für sich hätte entscheiden können. „2:0, 3:0 hätte es stehen müssen. Dann wäre die Sache erledigt gewesen“, hadert Tischer. Doch nur einmal sah er einen Konter wie aus dem Lehrbuch. Ballgewinn, Korbinian Bäuerles Flanke findet in der Mitte Dominik Korthals, der bugsiert den Ball irgendwie mit Bauch und Oberschenkel über die Linie. Simon Groll und Sebastian Korthals hätten ebenfalls jubelnd abdrehen können, doch Groll ließ sich zu weit abdrängen und verzog dann knapp, bei Korthals sei laut Tischer der letzte Kontakt „zu schlampig“ gewesen. Halbzeit.
Und dann kam, was alle wussten: Der Tabellenführer schnürte den Gastgebern die Luft ab. „Das Anlaufen war brutal die ersten 10, 15 Minuten.“ Ersatzkeeper Miroslav Drobac verhinderte zunächst noch sehenswert den Einschlag, fing sich dann aber einen Distanzschuss aus 35 Metern. „Kann man halten“, urteilt sein Trainer. Einen Nadelstich setzte anschließend noch Groll, ehe er runter musste. „Der war durch.“ Das Problem: Damit war der Ballmagnet in der Oberauer und Farchanter Offensive weg, Entlastungsangriffe somit eingestellt. Bis in die Nachspielzeit hielten die Platzherren dem Ansturm der Gäste stand. Dann aber kassierte Hespon Tesfu Gelb-Rot. „Wenn der Schiri dreimal sagt, dass jetzt gut ist, man aber weitermacht und dann beim Weggehen abwinkt, ist das deppert“, kritisiert Tischer. Der folgende Freistoß mündete im 1:2. Weg war der schöne Bonuspunkt.