
Der SC Fürstenfeldbruck, Schöngeising, Wildenroth und Alling holen am 9. Spieltag drei Punkte und enteilen so langsam der Kreisklassen-Konkurrenz.
Landkreis – Da lässt keiner locker. Mal war es umkämpft, mal war es deutlich. Doch das Spitzenquartett Alling, Wildenroth, Fürstenfeldbruck und Schöngeising brachten durchweg drei Punkte ins Trockene.
SV Germering – SC Fürstenfeldbruck 0:3 (0:1) – Als Pflichtsieg einzuordnen ist der Auftritt des SC Fürstenfeldbruck. Zwar verschaffte Matthias Streun den Gästen mit seinem frühen Treffer einen guten Start. Doch dann meldete sich auch der SV Germering in der Partie an und wirkte nicht unbedingt ein punktloser Tabellenletzter. Allzu gefährlich wurde es für den SCF aber nicht. „Wir hatten es gut im Griff“, so Brucks Spielertrainer Patrick Lapper.
Acht Minuten nach Wiederanpfiff verdoppelte Santiago Ghigani die Führung, musste dann aber wenig später eine Zeitstrafe absitzen. Es dauerte dann bis zur 88. Minute, ehe Nickoy Ricter endgültig den Deckel auf die Partie setzte. „Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben verdient gewonnen“, so Lapper, der sich selbst verletzt auswechselte. In dieser Woche wird sich entscheiden, ob er am Knie operiert werden muss.
FC Puchheim – TSV Geiselbullach II 6:1 (4:0) – Wie ein Befreiungsschlag wirkte die Partie für die Gastgeber. Bereits nach 34 Minuten waren sie dank der Treffer von Adruan Jordan, Simin Rotter, Michael Samabor und Erjon Dragusha entschieden. Die Entspannung war den Kickern des FCP deutlich anzumerken, doch allzu locker wollten sie es dann doch nicht angehen lassen. Rotter legte nach 56 Minuten den fünften Treffer nach und Molham Raga machte eine Viertelstunde vor Schluss das halbe Dutzend voll. Geiselbullach schob sich in der 71. Minute mit dem Ehrentreffer dazwischen.
SC Schöngeising – VfL Egenburg 3:1 (1:0) – „Wir haben es spannender gemacht als notwendig.“ Schöngeisings Spielertrainer Kristian Paluca, der die ersten beiden Treffer selbst erzielt, war mit den drei Punkten zufrieden. Er räumte jedoch ein, dass er die Partie gern etwas entspannter bestritten hätte. Man sei mit den Chancen fahrlässig umgegangen. Und nachdem den Gästen in der 74. Minute der Anschlusstreffer gelungen war, wurde die Begegnung sogar noch einmal richtig umkämpft. In der Schlussminute erlöste aber El Mahdi Chaker die Gastgeber.
SpVgg Wildenroth – FC Landsberied 3:0 (2:0) – Von einem völlig verdienten Sieg sprach Wildenroths Teamsprecher Jürgen Throm. „Wir haben allerdings ein wenig Anlauf gebraucht“, musste er im Hinblick auf die ersten gut zehn Minuten eingestehen. Dann aber habe man einen guten Rhythmus gefunden. Dennoch fiel der erlösende erste Treffer durch Maximilian Scheidl erst in der 34. Minute.
Das lag vor allem an Landsberieds Keeper Kevin Schneider, der bis dahin mehrfach mit guten Paraden einen Gegentreffer verhindert hatte – und später eine höhere Niederlage. Denn die Gastgeber beherrschten das Spielgeschehen. So war das 2:0 durch Josef Huber kurz vor der Pause standesgemäß. Und nach dem 3:0, das wiederum Scheidl erzielte, konnte Throm kommentieren: „Das Ergebnis spricht für sich und den Spielverlauf.“
1. SC Gröbenzell – TSV Hechendorf 2:0 (1:0) – Ein wenig mit gemischten Gefühlen müssen die Gröbenzeller ihren Heimsieg zur Kenntnis nehmen. Dass die drei wichtigen Punkte auf heimischem Platz blieben, war nämlich lange Zeit nicht sicher. Zwar waren die Gastgeber nach 34 Minuten durch Marco Peters in Führung gegangen.
Allerdings musste man bis zur Schlussminute zittern, ehe feststand, dass man zu den Hechendorfern punktemäßig aufschließen konnte. Erst in der Nachspielzeit erlöste Philip Schmid seine Teamkameraden. Die hatten sich zuvor zahlenmäßig dezimiert. Andreas Groß hatte in der 76. Minute eine Zeitstrafe kassiert. Drei Minuten vor dem zweiten Treffer musste Nicolas Felser mit gelb-roter Karte vom Platz.
TSV Alling – SF Breitbrunn 2:1 (1:0) – Unerwartet zittern mussten die Allinger gegen das abstiegsbedrohte Breitbrunn. Zwar gestaltete der TSV sein Heimspiel überlegen. Es dauerte allerdings bis zur 31. Minute, bis die Lücke gefunden war und Simon Reitberger zum 1:0 traf. Laut Trainer Sebastian Kiffer hätte man mindestens zwei Treffer mehr erzielen können. Vor der Pause hatte man zudem bei einem Breitbrunner Pfostentreffer Glück.
Als dann Keanu Jurinek einen Abpraller zum zweiten Tor hatte verwerten können, schien die Partie aus Allinger Sicht aber doch durch. Doch die Gäste kamen in der Nachspielzeit zum Anschlusstor und ließen Alling noch einmal zittern. „Das war unnötig. Aber umso mehr freuen wir uns über den Sieg“, zeigte sich Kiffer erleichtert.