
Hinter Meister Günding wird es spannend. Das Spitzenspiel zwischen Indersdorf und Ampermoching endet remis. Hilgertshausen bleibt dran.
Der SV Günding steht bereits seit einigen Tagen als Meister der Fußball-Kreisklasse München 1 fest. Dahinter kämpft ein Quartett um Relegationsplatz zwei. Die besten Karten hat zwei Spieltage vor Saisonschluss der SV Niederroth mit 48 Punkten. Dritter ist der TSV Hilgertshausen mit 47 Punkten. Mit dem TSV Indersdorf und dem SV Ampermoching trafen der Viert- und Fünftplatzierte am Sonntag aufeinander. Beide haben 45 Punkte.
SV Ampermoching – TSV Indersdorf 2:2: Bereits nach fünf Minuten brachte Patrick Bromm die Gäste durch einen abgefälschten Weitschuss in Führung. Beide Mannschaften neutralisierten sich daraufhin und versuchten in erster Linie, defensiv stabil zu stehen.
Der Ausgleich fiel durch ein ziemliches Gurkentor in der 30. Minute: Eine direkte Ecke von Ampermoching konnte Indersdorfs Torhüter Jonas Tschiesche nicht über die Latte lenken. Marko Panic musste aus wenigen Zentimetern nur noch den Kopf hinhalten.
Auch nach dem Seitenwechsel fehlte es an zwingenden Torchancen. Es war klar, dass Kleinigkeiten und vor allem Standardsituationen das Spiel entscheiden würden. So köpfte zunächst Marcel Truntschka nach einer Ecke von Dominik Steinberger zum 2:1 ein (65.), ehe Tugay Karabazar in der 72. Minute – erneut nach einer Ecke und einem Gewusel im Indersdorfer Strafraum – ausglich.
Beide Mannschaften versuchten, auch aufgrund der Ergebnisse auf den anderen Plätzen, auf Sieg zu spielen, doch der Lucky Punch blieb aus. Schlussendlich trennten sich beide Teams mit einem insgesamt gerechten 2:2.
TSV Hilgertshausen – SV Odelzhausen 2:0: Der TSV Hilgertshausen bleibt mit dem 2:0-Heimsieg gegen die abstiegsgefährdeten Odelzhauser im Aufstiegsrennen.
Vor rund 170 Zuschauern bot sich von Beginn an eine flotte Partie. Nach anfänglichem Abtasten hatte Tim Borsbach die erste Möglichkeit, aus zehn Metern schoss er Gästekeeper Nicolas Sauter in die Arme. Hilgertshausen blieb überlegen, die Gäste stemmten sich mit aller Macht gegen einen Rückstand – bis zur 32. Minute: Marius Klimmer bediente Alex Racki, der zum 1:0 einschob. Klimmer (33.) und Josef Keimel (45.) hätten vor der Pause noch erhöhen können, brachten aber die Kugel nicht im Gehäuse unter.
Nach der Pause ein ähnliches Bild: Hilgertshausen drängte auf ein weiteres Tor. Das gelang dann Keimel, dessen verunglückte Flanke sich zum 2:0 ins lange Eck senkte (49.). Der TSV Hilgertshausen war weiter spielbestimmend und hatte noch einzelne Möglichkeiten, Zwingendes war somit dann auf beiden Seiten nicht mehr dabei.
Eine sehr gute Partie lieferte der junge Unparteiische Paul Schuster, der in jeder Situation souverän entschied.
Am kommenden Wochenende empfangen die drittplatzierten Hilgertshausener im dritten Heimspiel in Folge den Tabellenvierten Indersdorf. Im Rennen um Rang zwei könnte das Spiel entscheidend sein.
SpVgg Röhrmoos – SpVgg Erdweg 0:1: Nur noch rechnerisch kann Aufsteiger Röhrmoos die Liga noch halten, eher geht es nach einem Jahr wieder in die A-Klasse zurück. Trainer Christian Keßler: „Ein Sieg wäre der letzte Strohhalm gewesen.“ Auch gegen Erdweg wurde deutlich, woran es mangelt: Die Mannschaft ist vor dem Tor zu ungefährlich. In der 2. Minute wurde ein Foulelfmeter vergeben.
Das Tor des Nachmittags fiel in der 69. Minute durch Stefan Stegmair. Der eine Treffer reichte den Gästen zum Sieg.
„Es ist wie verhext, wir betreiben einen riesigen Aufwand, es langt aber nicht“, klagte Keßler nach der neuerlichen Niederlage. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles gegeben.“ Die Weichen für die kommende Saison seien gestellt, „alle Spieler bleiben uns erhalten, und es wird ein paar Rückkehrer geben.“ Auch Keßler hat seinen Vertrag verlängert.
SV Günding – FC Tandern 6:1: Der schon als Meister und Aufsteiger feststehende SVG ließ auf eigener Anlage nichts anbrennen und siegte hochverdient 6:1 – obwohl sich den Zuschauern eher ein Sommerkick bot, in dem Günding nie wirklich richtig in Fahrt kam. Bis zum 3:1 war es ein relativ offenes Spiel, in dem auch der Tabellenvorletzte Tandern immer wieder gute Aktionen hatte. Erst nach dem dritten Treffer durch Florian Riedl in der 74. Minute bestimmte der Spitzenreiter die Partie deutlicher. Am Ende stand zwar ein klarer 6:1-Erfolg durch Treffer von Alexander Fellner (14.), Junian Strixner (52./87.), Keanu Pitthan (75.) und Benedikt Kronschnabl (83.), der aufgrund des Spielverlaufs etwas zu hoch ausgefallen ist. In der 46. Spielminute hatte Andreas Ettinger zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen. „Wichtig war, die nächsten drei Punkte mitzunehmen", so SVG-Trainer Stepan Liebl.
AEG Dachau – TSV Schwabhausen 1:4: Sommerfußball auf beiden Seiten. Bei Schwabhausen fehlten sogar viele Spieler aufgrund von Verletzungen und Urlaubsabstinenzen, wie Sprecher Marco Unruh mitteilte. „Aber es war ein verdienter Sieg.“ AEG-Sprecher Jorgo Andreadis meinte lapidar, dass sich seine Spieler ab der 70. Minute „irgendwo auf einer griechischen Insel" befunden hätten. „Die Luft ist raus.“
AEG führte zunächst nach dem Tor von Vaseleios Tselempis aus der 23. Minute. Giovanni Virduzzo markierte für die Gäste in der 56. Minute den Ausgleich. Dann nutzte Schwabhausen die Schwächen der Dachauer eiskalt aus. Christian Henning brachte die Gäste mit seinem Doppelschlag in der 74. und 75. Spielminute 3:1 in Führung. Den Schlusspunkt setzte Virduzzo mit seinem zweiten Treffer in der 82. Minute. AEG verschoss noch einen Foulelfmeter, und Schwabhausens Maximilian Blank sah in der 79. Minute die gelb-rote Karte.
SV Niederroth – SV Haimhausen 2:1: Niederroth tat sich gegen den SV Haimhausen lange schwer, setzte sich am Ende aber doch mit 2:1 durch und behielt damit im Aufstiegsrennen alles in der eigenen Hand. Die Gastgeber waren trotz personeller Probleme in der ersten Hälfte etwas gefährlicher. Ein Treffer wollte zunächst aber nicht gelingen. Haimhausen hielt dagegen und machte es dem Tabellenzweiten wie erwartet schwer.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Bei sommerlichen Temperaturen entwickelte sich ein Kampfspiel, in dem Niederroth aber weiter die aktivere Mannschaft blieb. Nach knapp einer Stunde belohnte sich der SVN schließlich: Simon Betz traf zum 1:0. Die Gäste antworteten jedoch schnell. Marcus Malle gelang nur acht Minuten später der Ausgleich zum 1:1 (67.), womit die Begegnung wieder völlig offen war – und der SVN im Aufstiegsrennen unter Druck geriet.
In der Schlussphase blieb Niederroth dran und suchte weiter den Weg nach vorn. Acht Minuten vor dem Ende fiel dann die Entscheidung etwas glücklich, aber nicht unverdient: Ein Schuss von Spielertrainer Dominic Reisner wurde gleich doppelt abgefälscht und landete zum 2:1 im Netz (82.).
TSV Bergkirchen – SV Petershausen 1:1: Nach ausgeglichenen ersten 15 Minuten entwickelte sich in Bergkirchen ein umkämpftes Kreisklassenspiel, in dem zunächst die Gastgeber die große Chance auf die Führung hatten. Nach einem Ballgewinn lief Dominik Hörmann alleine auf das Tor zu, doch SVP-Keeper Christian Sänger reagierte stark und verhinderte den Rückstand. In der Folge übernahm Petershausen zunehmend die Kontrolle und belohnte sich Mitte der ersten Hälfte mit dem 1:0: Christoph Spielberger traf in der 26. Minute zur verdienten Gästeführung. Von Bergkirchen kam bis zur Pause offensiv nur wenig.
Nach dem Seitenwechsel blieb Petershausen zunächst das etwas gefährlichere Team. Dann kamen die Gastgeber allerdings durch einen umstrittenen Elfmeter zurück ins Spiel. Patrick Sturm verwandelte sicher zum 1:1. Der Treffer gab Bergkirchen Auftrieb. Die Mannschaft von Spielertrainer Stefan Frimmer wurde aktiver, kam nun besser in die Zweikämpfe und erspielte sich mehrere gute Aktionen. Allerdings fehlte im letzten Drittel häufig die Präzision.
Petershausen hatte dennoch nach einem zu kurz geratenen Rückpass der Gastgeber die große Chance auf den späten Sieg. Doch TSV-Keeper Dominik Mann blieb im Eins-gegen-eins gegen Spielberger Sieger und rettete seiner Mannschaft den Punkt.
SV Germering – VfL Egenburg 5:2: Der VfL Egenburg verschlief den Start in Germering komplett. Keine fünf Minuten waren gespielt, als die Gastgeber einen schnellen Einwurf clever ausführten und Pascal Esser zur frühen Führung traf (4.). Auch danach lief bei den Gästen wenig zusammen. Germering agierte aggressiv, störte früh und hätte nach einem Ballverlust im Egenburger Aufbau beinahe direkt nachgelegt. Erst nach rund 20 Minuten fand der VfL besser in die Partie. Julian Grimm hatte Pech, dass sein Abschluss nur an Latte und Pfosten sprang. Auf der anderen Seite traf auch Germering einmal den Pfosten. Insgesamt entwickelte sich nun ein offeneres Spiel. Kurz vor der Pause tankte sich Maurice David stark durch und traf abgefälscht zum 1:1-Ausgleich (42.).
Nach dem Seitenwechsel deutete zunächst einiges darauf hin, dass Egenburg nun besser im Spiel war. Doch dieser Eindruck hielt nur kurz. In der 54. Minute setzte sich ein Germeringer über die rechte Seite durch, der Klärungsversuch landete genau bei Markus Schönbauer, der nur noch einschieben musste. Wenige Minuten später verlor der VfL erneut den Ball im Aufbau, stand komplett offen – und Schönbauer erhöhte auf 3:1 (58.). Germering blieb die gefährlichere Mannschaft und belohnte sich durch Philipp Schlederer mit dem 4:1 (71.). Robert Cupic machte nach einem Steckpass alles klar (83.). Maurice David betrieb nach einer Ecke von Michael Berglmeir mit seinem zweiten Treffer für Egenburg zumindest noch Ergebniskosmetik (86.).