2024-07-11T13:55:35.092Z

Interview
Haben aktuell alle Hände voll zu tun: Regensburgs Kreis-Vorsitzender Harald Greß (links) und Kreis-Spielleiter Mike Koriath.
Haben aktuell alle Hände voll zu tun: Regensburgs Kreis-Vorsitzender Harald Greß (links) und Kreis-Spielleiter Mike Koriath. – Foto: Florian Würthele

Kreis Regensburg: Einteilung & Spielpläne, Sorgenkind B-Klassen

Kreis-Spielleiter Mike Koriath spricht kurz vor den Sommertagungen über die Saison 2024/25

Im Fußballkreis Regensburg wirft die bevorstehende Spielzeit längst ihren Schatten voraus. Die Gruppeneinteilung wurde bereits vollzogen, die finalen Spielpläne sind gegenwärtig in der Mache. Zahlreiche Wünsche der Vereine sind zu berücksichtigen. Der Kreisausschuss um Kreis-Vorsitzender Harald Greß und Kreis-Spielleiter Michael „Mike“ Koriath haben in diesen Tagen und Wochen jedenfalls alle Hände voll zu tun. Kommende Woche stehen die Spielgruppentagungen an. Zuvor wirft Koriath im FuPa-Interview einen Blick auf die Themen Ligaeinteilung, Rückgang der Mannschaften, Spielpläne und Totopokal...

Die vorläufige Einteilung der Ligen wurde vor einigen Tagen den Vereinen übermittelt. Gab es Diffiziles bei der Einteilung, gab es im Nachgang gar Einsprüche?
Mike Koriath (58):
Die Einspruchsfrist ist inzwischen abgelaufen, es wurde kein Einspruch eingelegt. Wir haben eine gute Einteilung hinbekommen. Ein wenig umschichten mussten wir natürlich, das ging nicht anders. Was uns Spielleitern die Einteilungen etwas schwer gemacht hat, ist, dass viele Vereine bis zum letzten Tag mit ihren Mannschaftsmeldungen gewartet haben.


Was sticht ins Auge?
In den Kreisligen blieb durch den Aufstieg des Kreisliga-Zweiten SpVgg Ramspau dem Kreis Regensburg eine 15er-Liga erspart. Die SpVgg Ziegetsdorf und der SV Sulzbach als Bezirksliga-Absteiger sowie der SV Donaustauf als Absteiger aus der Bayernliga wurden der Kreisliga 1 zugeordnet. Den SC Sinzing mussten wir wieder der Kreisliga 2 zuordnen. Aufsteiger SG Oberndorf/Matting wurde ebenfalls der Gruppe 2 zugeordnet. In den Kreisklassen hat unser Spielkreis, durch den Wechsel des SV Leonberg vom Kreis Cham/Schwandorf zurück in den Kreis Regensburg, 43 Mannschaften. Somit ist eine 15er-Liga erforderlich. Durch die Zuordnung der Vereine haben sich die Spielleiter entschieden, in dieser Saison der Kreisklasse 2 15 Mannschaften zuordnen, zu denen auch der SV Leonberg zählt. Somit hat die Kreisklasse 2 in dieser Saison einen direkten Absteiger mehr. Bei den A-Klassen erreichen wir in diesem Jahr die Sollstärke von 56 Mannschaften durch einige Veränderungen leider nicht. Der A-Klasse 1 wurden 14 Teams zugeordnet, den anderen drei A-Klassen jeweils 13.


Warum wurden die 56 A-Klassisten heuer nicht erreicht?
Die SG Hemau/Beratzhausen II meldete für diese Saison keine Mannschaft. Durch die neue SG Bach II/Donaustauf II kam nur eine anstatt zwei Mannschaften aus der Kreisklasse 1 in die A-Klasse. Und: Der Kreisklassen-Absteiger SpVgg Wolfsegg hat keine eigene Mannschaft für die A-Klasse gemeldet. Sie haben sich der der SG Pielenhofen II/Steinsberg II/Wolfsegg angeschlossen. Ebenso wird es die SG Sarching II/Illkofen in der neuen Saison nicht mehr geben. Sie wird als SG Geisling II/Illkofen II künftig in der B-Klasse starten.


Aus den bisher vier B-Klassen-Staffeln wurden nur mehr drei. Wieso?
In der B-Klasse standen wir vor der Problematik, ob es weiterhin vier B-Klassen geben sollte. Hier musste der Termin der Mannschaftsmeldungen abgewartet werden. Wir haben aktuell 33 B-Klassen-Mannschaften, weswegen wir uns für drei 11er-Gruppen entschieden haben. Die erste Mannschaft des SV Eintracht Döllwang ging eine Spielgemeinschaft mit einem Verein aus dem Kreis Neumarkt/Jura im Bezirk Mittelfranken ein. Neu in der B-Klasse ist die SG Geisling II/Illkofen II (B1) sowie der nachgemeldete SV Diesenbach II (B1) und der SV Burgweinting III (B2). Der SV Donaustauf hat keine 3. Mannschaft mehr gemeldet. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, die Dritten den B-Klassisten beim Aufstieg mit einzubeziehen. Das haben wir nicht gemacht, weil wir dann für die B-Klassen zu wenige Mannschaften gehabt hätten.


Vor einigen Jahren stellte der Fußballkreis Regensburg noch sechs B-Klassen. Jetzt sind es nur noch drei. Eine besorgniserregende Entwicklung?
Der Kreisspielausschuss wird sich im Laufe der Saison mit dem Thema befassen, wie es langfristig mit den B-Klassen weitergeht. Zunächst einmal sind wir froh, für die neue Saison drei 11er-B-Klassen hinbekommen zu haben.


Welche Möglichkeiten gibt es mit Blick in die Zukunft? Ein Modell mit eigenen Reserveligen wie etwa in Niederbayern?
Von den aktuellen, aufstiegsberechtigten B-Klassen würde ich persönlich nicht weggehen. In anderen Gebieten Bayerns haben Reservemannschaften gefühlt nur alle drei Wochen ein Spiel. Das ist ein Grampf. Wir müssen uns etwas anderes einfallen lassen, werden uns mit dem Thema befassen müssen und schauen, was für die Vereine am besten ist. Eine Überlegung ist, die A-Klassen als Standard in 12er- oder 13er-Ligen ohne Absteiger umzuwandeln.


Stichwort Spielpläne: Konnten alle Wünsche der Vereine berücksichtigt werden?
Zunächst einmal: Wichtig ist eine gute Zusammenarbeit. Das war auch diesmal wieder der Fall. Bei etwaigen Neuerungen ist eine Lösung zu finden, bei der der Großteil der Vereine dafür ist. Das hat beispielsweise beim neuen Modus der Relegation zur Kreisliga gut geklappt. Durch sehr viele Wünsche der Vereine (Heimspiel hier, zwei Spieltage später wieder ein Heimspiel, diverse Hochzeiten von Vereinsangehörigen, diverse Feste usw.) haben wir uns bei einigen Ligen sehr schwergetan, die Wünsche umzusetzen. Manche Vereine hatten bis zu fünf (!) Wünsche, manche gar keine. Hinter einem Spielplan hängen sog. Schlüsselzahlen und die lassen manche Spielkombinationen leider nicht zu. Positiv zu erwähnen ist, dass es doch mehrere Vereine gab, die ihrerseits selbst einen Gegner für einen bestimmten Spieltag (z.B. Spiel anlässlich eines Vereinsjubiläums) gesucht haben und beide dies in ihre Mannschaftsmeldung eingetragen haben. Die meisten Wünsche konnten wir erfüllen.


Wenn ist mit der Veröffentlichung der Spielpläne zu rechnen?
Die Entwurfs-Spielpläne werden noch diese Woche an die Vereine verschickt. Diese sind dann durch die Vereine zu prüfen. Heimspiele können dann noch von Samstag auf Sonntag oder umgekehrt bis zu einem vom Kreisspielleiter festgelegten Termin (vermutlich wird das der 1. Juli sein) kostenfrei verlegt werden. Dies gilt auch, wenn sich zwei Vereine auf einen anderen Termin, z.B. Freitag oder einen Termin unter der Woche, einigen. Nach diesem festgelegten Termin werden die Termine offiziell veröffentlicht und sind somit gültig. Ich gehe davon aus, dass wir die Spielpläne dann am Mittwoch, den 3. Juli freigeben. Die B-Klassen allerdings etwas später.

Auch der Toto-Pokal wirft bereits seinen Schatten voraus...
Hier hatten leider ein paar Mannschaften (55 inkl. 9 Bezirksligisten) weniger gemeldet als in der letzten Saison. Wir Spielleiter haben eine gute Auslosung hinbekommen, so dass wir eine klassische erste Runde hinbekommen haben. Die Bezirksligisten haben in der 1. Runde ein Freilos. Als Spieltag ist Mittwoch, der 3. Juli terminiert. Die zweite Runde findet dann am Mittwoch, den 10. Juli statt.


Wann finden die Spielgruppentagungen statt?
Für die Kreisligen am Dienstag, den 25. Juni beim BSC Regensburg, für die Kreisklassen am Mittwoch, den 26. Juni im Gasthaus Engelberger in Sünching und für die A-Klassen am Freitag, den 28. Juni im Gasthaus Rödl in Hörmannsdorf. Beginn ist jeweils 19 Uhr. Wir haben auch berücksichtigt, dass kein Spiel der deutschen Nationalmannschaft an den Tagungsterminen stattfindet. Bei den Tagungen geht es schlichtweg um die neue Saison mit allem, was daran hängt.


Das Interview führte Florian Würthele.

Aufrufe: 020.6.2024, 16:30 Uhr
Florian WürtheleAutor