2026-05-15T09:36:57.455Z

Relegation

Kreis AM/WEN am Samstag: Kreisliga-Rele startet & Spiel 4 der KK-Rele

Seugast sieht das Aufeinandertreffen des Zwölften der Kreisliga Nord und des Vizemeisters der Kreisklasse Süd +++ In Dießfurt kreuzen der Zwölfte der Kreisklasse West und der Zweite der A-Klasse Nord die Klingen

von Werner Schaupert · Heute, 13:00 Uhr · 0 Leser
Der SC Kirchenthumbach (in Rot) will zum zweiten Mal in Folge über den Umweg der Relegation nachträglich den Kreisliga-Erhalt eintüten.
Der SC Kirchenthumbach (in Rot) will zum zweiten Mal in Folge über den Umweg der Relegation nachträglich den Kreisliga-Erhalt eintüten. – Foto: Dagmar Nachtigall

Nachdem die Relegation im Kreis Amberg/Weiden am vergangenen Mittwoch und an Christi Himmelfahrt mit den ersten drei Partien Fahrt aufgenommen hat, setzen sich die Entscheidungsspiele am Samstag fort. Dabei starten mit der Partie SC Kirchenthumbach (Zwölfter Kreisliga Nord) gegen die DJK Ensdorf (Zweiter Kreisklasse Süd) die Relegations-Matches, in denen es um den Ligaverbleib oder den Aufstieg in die höchste Spielklasse des Kreises geht. Der Spielort ist Seugast, Anstoß ist um 14.30 Uhr.

Außerdem steht am Samstag das bereits vierte und damit letzte Match der ersten Runde der Kreisklassen-Relegation auf dem Programm, wenn um 17.30 Uhr in Dießfurt die Kreisliga-Reserve des SV 08 Auerbach und die TSG Weiherhammer die Kräfte messen.

Relegation zur Kreisliga


Nach einer schwierigen, am Ende noch versöhnlich beendeten Spielzeit 2024/25 – Kirchenthumbach sicherte sich über den Umweg der Relegation noch den Ligaverbleib – hegte man im Sommer letzten Jahres den Wunsch, eine sorgenfreiere Spielzeit als die letzte erleben zu dürfen. Doch was kam, war eine erneut schwierige Saison, zur deren Ende zum zweiten Mal in Folge Überstunden gemacht werden müssen, um den Abstieg in die Kreisklasse – der man zuletzt in der Saison 2004/2005 angehörte – abzuwenden. Seitdem gehören die Dumbacher quasi zum Inventar der höchsten Liga im Spielkreis, also über 20 Jahre.

Nach einem mehr als unbefriedigenden Saisonverlauf bis zur Winterpause – nur zwei Mal hatten die Mannen um Kapitän Tim Frohnhöfer das Spielfeld als Sieger verlassen, vier Mal trennte man sich Remis – steckte man den Kopf nicht in den Sand. In der Hoffnung, dass einige davor verletzt ausfallende Stammkräfte in der Winterpause wieder in den Kader zurückkehren, nahm sich die Freiberger-Crew vor, nach dem Re-Start im März alles nur Machbare in die Waagschale werfen, um den Klassenerhalt – am besten ohne eine erneute „Ehrenrunde“ – noch in trockene Tücher zu legen. Sechs Punkte Rückstand zum elftplatzierten Nachbarrivalen FC Vorbach bedeuteten allerdings noch ein hartes Stück Arbeit.

Und der SCK gab tatsächlich Gas ab dem Beginn der Restrückrunde, holte bis zum Saisonende 13 Zähler aus neun Matches. Mit der SV Grafenwöhr bezwang man dabei sogar einen der Aufstiegsfavoriten. Vor dem letzten Spieltag war die Chance zur direkten Rettung da, doch die 0:4-Heimniederlage gegen den Vizemeister SpVgg Trabitz bedeutete schließlich eine erneute Teilnahme an den Entscheidungsspielen. Dort wartet in der ersten Runde nun mit dem Vizemeister der Kreisklasse Süd aus Ensdorf gleich eine mehr als knifflige Aufgabe. Nur zwei Saisonniederlagen und eine schussgewaltige und treffsichere Offensive der Elf aus dem Vilstal machen deutlich, welche Herausforderung auf die Männer von Coach Andreas Freiberger zukommt.

Dennoch gibt sich Freiberger zuversichtlich: „Durch die Niederlage gegen Trabitz müssen wir nun doch in die Relegation. Die Stimmung in der Mannschaft ist dennoch gut, wohl auch, da uns die Situation der Relegation bekannt ist. Nun gilt es sich auf den für uns eher unbekannte Gegner Ensdorf einzustellen. Mit 64 Punkten und 95 Toren in 26 Spielen scheint Ensdorf herausragende Qualitäten in der Offensive aufzuweisen. Unser Fokus wird daher wieder auf einer stabilen Defensive liegen. Dazu wollen wir mit gezieltem Umschaltspiel Aktionen nach vorne generieren. Die Trainingseinheiten sind nochmal intensiv und lassen mich positiv auf unsere noch ausstehenden Aufgaben blicken. Wir können auf die volle Kaderstärke zurückgreifen.“



Dass die DJK Ensdorf – in der Vorsaison auf Platz 5 gelandet – beginnend ab dem Saisonstart 2025/26 Ende Juli geradezu ein Feuerwerk abbrannte, war nicht vorhersehbar: Mit sage und schreibe zehn Siegen in Folge sorgte sie bayernweit für Aufsehen. Sie stolzierte mit einer Selbstverständlichkeit durch die Liga, dass man sich die Frage stellen musste, wer sie auf dem Weg zurück in die Kreisliga aufhalten will. Am 11. Spieltag riss diese Wahnsinnsserie allerdings. Die Spannung an der Tabellenspitze der Südstaffel stieg wieder an, denn der schärfste Verfolger der Eckl-Crew, die ambitionierte SG Traßlberg/Poppenricht, war bis auf einen Zähler an die DJK herangerückt. In der Folgewoche kam es dann zum Aufeinandertreffen mit „Trapo“. Ein deutliches 0:4 im Spitzenspiel der Kreisklasse Süd beim selbsternannten Top-Favoriten drängte die DJK auf Platz 2 zurück. Die Wachablösung war vollzogen und kostete den Ensdorfern schließlich auch die Herbstmeisterschaft. In den verbleibenden sechs Partien bis November verbuchte die Elf um Kapitän Stefan Grabinger dann vier Dreier und zwei Unentschieden.

Für den Rest des Klassements irgendwie frustrierend, für die beiden quasi in einer eigenen Liga spielenden Teams an der Tabellenspitze der Kreisklasse Süd nervenaufreibend. Bei elf Punkten Vorsprung zur Verfolger-Meute zur Winterpause war klar, dass es wohl bis zum Saisonende einen packenden Zweikampf um die Krone geben würde. Dabei hatten die beiden Topteams bis zum Jahreswechsel ihre eigenen Erwartungen erfüllt: Für TraPo zählte nur der Aufstieg und auch die Eckl-Männer waren im Soll, sie formulierten ja das Saisonziel mit „vorne mitspielen“.

Zwei Unentschieden der Ensdorfer in der Restrückrunde gegen Neukirchen und gegen den großen Rivalen TraPo sollten den Titelkampf letztlich zugunsten der Spielgemeinschaft entscheiden, doch wollte man von Seiten der Verantwortlichen den Jungs um Torjäger Sebastian Hummel (29 Saisontreffer) für eine wirklich tolle Spielzeit nur ein Kompliment aussprechen. Mit dem über die gesamte Spielzeit gezeigten Engagement und der Leidenschaft wolle man nun in die Relegation gehen, auf die man sich nach so einer tollen Saison freue, hieß es nach dem Saisonfinale aus den Reihen der Elf vom Vilstal.

Der Ensdorfer Trainer schließt sich diesen Worten in seiner Vorschau auf das kommende Duell mit einem Relegations-erfahrenen Gegner an und versprüht dabei Optimismus: „Natürlich haben wir uns mit dem Gegner beschäftigt, der diese Drucksituation bereits sehr gut kennt und sicherlich alles versuchen wird, um die Klasse zu halten. Eine kampfbetonte Mannschaft, die auffällt durch ein gutes Miteinander. Trotzdem hat es in ihrer Liga nicht gereicht, über dem Strich zu stehen. Nachdem wir in unserer Runde absolut überzeugen konnten, wollen wir diese Bonusspiele mit dem nötigen Selbstvertrauen, aber auch Spielfreude angehen. Wir wissen das es ein 50:50-Spiel ist und die Tagesform entscheiden kann. Wir wollen mit Engagement und guter Leistung unser Glück erzwingen, um somit diese ganz tolle Saison zu krönen. Natürlich steht am Ende einer Saison nicht jeder Spieler zur Verfügung, aber Ausreden gibt es nicht. Jeder, der am Platz steht, wird alles für den Erfolg tun! Und unsere wunderbaren Zuschauer unterstützen uns dabei. Danke dafür“, so Oliver Eckl.


Relegation zur Kreisklasse


Nach den Endplatzierungen 10 und 8 in den Spielzeiten davor, sollte bei der Kreisliga-Reserve aus Auerbach vor der Saison 2025/26 erneut der Klassenerhalt oberste Priorität geniessen. Mit einigen Jugendspielern verjüngt, wollte man die Youngsters an die raue Luft im Herrenbereich gewöhnen und sie zudem schnell integrieren. Nach drei Niederlagen und einem Unentschieden zum Start wurde allerdings schon frühzeitig klar, dass man vor einer schweren Saison stehen würde.

Gerade einmal elf Zähler verbuchte der Sportverein bis zur Winterpause und rangierte zusammen mit drei anderen Teams (Schwarzenbach, Königstein und Pressath) schon etwas abgeschlagen zu den beiden punktgleichen Teams auf den Rängen 9 und 10 aus Immenreuth und Wildenreuth auf dem vorletzten Tabellenplatz. Schon zu diesem Zeitpunkt war klar, dass die vier Kellerkinder bis zum letzten Spieltag darum kämpfen würden, am Ende nicht auf dem Direktabstiegsplatz zu landen. bzw. noch auf Nichtabstiegsplatz 11 zu kommen. Klar war auch, dass die „Sorgenkinder“ ab dem ersten Spieltag des neuen Jahres quasi ein jedes Wochenende vor einem Endspiel stehen würden.

Und das Quartett am unteren Rand probte in der Restrückrunde tatsächlich den Aufstand, punktete und näherte sich den Teams auf den gesicherten Plätzen. Dabei auch die Mannen von Andreas Trenz. Die rangierten vor dem finalen Match bei Meister FC Dießfurt durch vier Dreier und einem Unentschieden nach der Winterpause auf Rang 11, also auf dem rettenden Ufer. Während die Bergstädter ihr Auswärtsspiel in Runde 26 verloren, gewann der TSV Pressath sein Heimspiel und zog quasi in letzter Sekunde an der Auerbachern vorbei. Und nachdem die Mannen um Kapitän Noah Roß im Vergleich zu den beiden anderen Kreisklassen-Zwölften über nur 24 Punkte verfügten, traf sie das Los, in die Relegation gehen zu müssen. Mit dem Vizemeister der A-Klasse Nord prallt der SV Auerbach nun auf eine Mannschaft, die einige „alte Haudegen“ in ihrem Kader hat und sich zuletzt in prächtiger Form befand. Eine harte Nuss also, die da geknackt werden muss.

SV-Coach Andreas Trenz sagt: „Ich denke, das Spiel gegen Weiherhammer wird richtig schwer, denn der Gegner hat ein paar erfahrene Fußballer in seinen Reihen. Zudem sehe ich die TSG als robuste Mannschaft, vor allem in der Abwehr. Meine Mannschaft muss an diesem Tag die richtige Einstellung mitbringen, aber vor allem Kampfwillen zeigen. Wenn wir das Spiel so angehen wie die gesamte Rückrunde, bin ich mir sicher, dass wir das Spiel für uns entscheiden können. Meine Einschätzung ist aber auch, dass diejenige Mannschaft das Spiel für sich entscheidet, die an diesem Tag die besten Nerven hat.“

Beginnend mit dem Re-Start im März diesen Jahres buhlten gleich vier Mannschaften um die begehrten Ränge 1 und 2 in der A-Klasse Nord. Mit hauchdünnem Vorsprung hatte der spätere Meister SV Illschwang die „Pole Position“ inne, gefolgt vom FC Kaltenbrunn, der SG Ursulapoppenricht II und der TSG Weiherhammer. Die Mannen des Trainerduos Christoph Herrmann und Tobias Scheibl hatten schon vor der Winterpause kräftig gepunktet, nahmen den Schwung mit ins neue Jahr und legten bis zum letzten Spieltag eine beeindruckende Bilanz mit sieben Dreiern, einem Unentschieden und der – wohl das Rennen zugunsten der Illschwanger entscheidenden – einzigen Niederlage in der Restrückrunde (0:1 in Schnaittenbach) vor. Schließlich sicherte sich die TSG mit zwei Punkten Vorsprung vor der SG Sorghof die Vizemeisterschaft und hat nun die Chance, nach fünf Jahren A-Klasse das Comeback in der Kreisklasse zu schaffen, aus der man sich zum Ende der Corona-Saison 2019/21 hatte verabschieden müssen.

TSG-Spielercoach Christoph Herrmann gibt zu Protokoll: „Wir freuen uns natürlich alle im Verein auf das anstehende Spiel in Dießfurt. Für die meisten unserer Spieler wird es am Samstag das erste Relegationsmatch sein. Dementsprechend merkt man bei dem ein oder anderen natürlich eine gewisse Anspannung, aber das ist ja völlig normal. Es wartet auf uns ein gänzlich unbekannter Gegner aus Auerbach, der natürlich nach einer durchwachsenen Saison die Klasse halten will. Wir sehen es als Bonusspiel an nach einer erfolgreiche Saison. Natürlich wollen wir den Lauf mitnehmen, nachdem wir aus den letzten 13 Spielen satte 34 Punkte geholt haben. Dennoch haben wir am Samstag nichts zu verlieren. Wir brennen darauf und werden alles in die Waagschale werfen, dann werden wir sehen, was am Ende dabei herausspringt. Auf ein erfolgreiches, aber auch faires und verletzungsfreies Relegationsspiel!“