2024-02-23T08:22:50.674Z

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Nicht nur der Krefelder Fußball trauert um Wolf Detlef Hauffe .
Nicht nur der Krefelder Fußball trauert um Wolf Detlef Hauffe . – Foto: Sascha Köppen

Krefeld: Trauer um Wolf Detlef Hauffe

Der Unternehmer, früherer Sponsor von Preußen Krefeld, der Krefeld Pinguine und des KFC Uerdingen und ehemaliges Verwaltungsratsmitglied der Uerdinger Fußballer, ist im Alter von 75 Jahren gestorben.

Am 16. November 2023 – einen Tag nach seinem 75. Geburtstag – ist der Krefelder Unternehmer Wolf Detlef Hauffe gestorben. „Er war ein Kaufmann durch und durch“, sagt sein Geschäftspartner Benjamin Kämper über den Verstorbenen. Beide eint die Hauffe & Kämper GmbH, ein Lieferant für Guss-, Schmiede- und Stahlteile.

Hauffe war ein Kind des Ruhrgebiets. Geboren in Dortmund, wuchs er in Bochum auf. 1965 begann er seine kaufmännische Ausbildung bei Thyssen in Bochum, arbeitete anschließend unter anderem bei der Firma Schmolz und Bickenbach in Düsseldorf. 1979 erfolgte der Schritt in die Selbstständigkeit mit der Firmengründung der Hauffe & Müller GmbH, zunächst in Meerbusch, als Vorläufer der heutigen Hauffe & Kämper GmbH.

Mitte der Achtzigerjahre folgte dann der Umzug nach Krefeld. Die Verbindung waren die Edelstahlwerke an der Oberschlesienstraße, wo sich auch heute noch die Produktionsstätte befindet. Zur Hauffe-Gruppe, die über weitere Produktionsstandorte in Lüdinghausen, Geldern, Hörstel und in Rousse (Bulgarien) verfügt, gehören auch die Brauer Fluid GmbH und die Brauer Fertigungstechnik GmbH sowie eine Beteiligung an der ADI Treatment Ltd. in England. Sämtliche Firmen sind ebenfalls im metallverarbeitenden Bereich zu Hause.

Mit Hauffe verliert Krefeld einen engagierten Freund und Förderer des hiesigen Sports. So unterstützte er immer wieder großzügig die Vereine Preußen Krefeld, den KFC Uerdingen und auch die Krefeld Pinguine. So beispielsweise im Zuge des Rechtsstreits um die Übertragung der Anteile an der Pinguine GmbH vom ehemaligen Investor Mikhail Ponomarev. Beim KFC Uerdingen gehörte er einst als stellvertretender Vorsitzender dem Verwaltungsrat an und fungierte als einer der Großsponsoren. Wenn er sich bei den Vereinen engeagierte, machte er das aus vollster Überzeugung, gerne und völlig unprätentiös, suchte dabei nie das Licht der Öffentlichkeit. Seine Verbindungen zum Ruhrgebiet kappte er nie, besaß Dauerkarten bei Borussia Dortmund, Schalke 04 und auch dem VfL Bochum. „Wenn wir das Derby Schalke gegen Dortmund besucht haben, trug er seinen schwarz-gelben BvB-Schal und ich den blau-weißen von Schalke“, erinnert sich seine Lebensgefährtin Nicole Grudda an gemeinsame Fußballerlebnisse. „Die Zuschauer auf den angrenzenden Plätzen um uns herum hatten ihren Spaß an diesem Paar.“

In Krefeld hat der stets bescheiden auftretende Hauffe aber auch Spuren in der Gastronomie hinterlassen, denn das lange verwaiste Restaurant Korff an der Kölner Straße erweckte er vor einigen Jahren zu neuem Leben. Wobei ihm auch die Historie dieses denkmalgeschützten Gebäudes sehr am Herzen lag. Und auch das PUR an der Ecke Roon- /Uerdinger Straße, das vom Restaurantführer Gault & Millaut ausgezeichnet ist und von seinem jüngeren Sohn geführt wird, gehört zu Hauffes Lebenswerk.

Zur Familie, die Hauffe zurücklässt, gehören ein älterer Sohn, der überwiegend in Frankfurt lebt, und – auch wenn sie schon lange getrennt lebten – seine Ehefrau Helga Peters-Hauffe. Die Beisetzung wird im engsten Familienkreis stattfinden.

Aufrufe: 029.11.2023, 11:00 Uhr
RP / Heinrich LöhrAutor