
Die drei Aufstiegskandidaten der Kreisliga A erledigten am 26. Spieltag alle ihre Hausaufgaben. Spitzenreiter SC Union Nettetal II ließ die Hinsbecker, die sich einiges vorgenommen hatten, deutlich mit 4:0 abblitzen, wobei Dustin Herrmann dazu seinen 27. Saisontreffer beisteuerte. Der SV Thomasstadt Kempen kanzelte die Dritte des TSV Meerbusch gar mit 7:1 ab, wogegen sich der auf Kempen um zwei Zähler schwache TSV Kaldenkirchen gegen die Schiefbahner, allerdings auch ein anderes Kaliber, schon schwerer tat (2:1).
Till Konietz mit seinem 20. Tor in dieser Spielzeit und Lucas Matteo Klaassen hatten für das Team von Andre Meier früh die Weichen gestellt. Kurz nach der Halbzeit legte Simon Werner Elfering nach, womit im Prinzip der Deckel drauf war. Die Gäste kamen danach zum zwischenzeitlichen 1:3, doch auch mit gleich vier Auswechselungen konnten sie die Partie nicht mehr wenden. Ganz im Gegenteil: Erneut Elfering, wieder Klaassen, Eric Scheuren und nochmals Elfering sorgten für den Kantersieg. Scheuren, der Vorjahrestorjäger, aktuell aber nur für zwei Monate wieder vor Ort, war gerade erst zehn Minuten im Spiel gewesen.
Der in der Vorwoche arg gebeutelte SV Vorst - und das nicht nur in personeller Hinsicht - rehabilitierte sich gegen Strümp deutlich. Gegen die Strümper, die vor acht Tagen den TSV Kaldenkirchen mit 4:0 in die Schranken verwiesen haben. Der Vorster Sieg wird mit Sicherheit auch dem Genesungsprozess von Trainer Marcel Fischbach, seit Anfang des Jahres außer Gefecht und mittlerweile operiert, gut tun.
Im Abstiegskampf ist auch deshalb noch alles möglich, weil das Wohl und Wehe von den Entwicklungen in den Landesligen bzw. Bezirksligen abhängt. Sowohl was die Aufstiege und Abstiege nach den Relegationen betrifft. Sicher ist nur, dass die letzten Drei runter gehen. Einen Schritt raus aus dem Sumpf hat der FC Hellas Krefeld getan. Für Trainer Yama Formuly war es nach seinem Amtsantritt das dritte Erfolgserlebnis. Neues Schlusslicht ist TIV Nettetal, weil Niederkrüchten, auch dank zweier Treffer von Jochen Höfler, sich einen Platz vorarbeitete. Der 43-Jährige hatte zu besten Zeiten neben dem RB Leipzig auch beim KFC Uerdingen unter Vertrag gestanden. Später spielte er für die Hammer SpVgg. und St. Tönis.