
In der Kreisliga 2 geht es Schlag auf Schlag: Für die Fußballer des SV Kranzberg steht in dieser Woche ein richtungsweisendes Spiel an. Denn die Nachholpartie beim Primus FC Finsing am Mittwochabend um 19.30 Uhr könnte bereits ein Fingerzeig sein, ob sich das Team weiter in Richtung Tabellenspitze orientieren darf oder künftig kleinere Brötchen backen muss. Zeitgleich ist der SC Kirchdorf im Kampf um den Klassenerhalt gefordert.
Die beiden Landkreis-Teams trafen übrigens am vergangenen Sonntag aufeinander: Dabei gewann der SCK das Ampertal-Derby gegen den SVK deutlich mit 4:1. Diese Schlappe wollen die Kranzberger natürlich vergessen machen. Und was positiv stimmt, ist, „dass ich mit Kranzberg gegen Finsing noch nie verloren habe“, sagt Trainer Dennis Hammerl. Zweifelsohne, mehr Topspiel geht kaum, wenn der Tabellenführer den drittplatzierten SVK empfängt. Wobei die Ampertaler natürlich ihre Serie gegen den FCF ausbauen wollen.
Dennoch fahren die Kranzberger mit viel Respekt in den Landkreis Erding. Finsing sei für ihn die individuell stärkste Mannschaft der Liga, „vor der Saison waren sie mein Topfavorit“, betont Hammerl. Was besser laufen soll als in Kirchdorf, wo Hammerl seine Truppe gar nicht so schlecht gesehen hat: „Wir müssen über 90 Minuten unser Spiel durchziehen.“
In personeller Hinsicht sind fast alle Mann an Bord. Einzig Stammkeeper Christoph Kirmaier könnte mit Archillesfersenproblemen sogar bis zum Saisonende ausfallen. „Wir haben zuletzt gegen Finsing nicht verloren“, schwört Hammerl seine Elf noch einmal ein. „Und das haben wir auch am Mittwoch nicht vor.“
Derweil muss auch Kranzbergs Sonntagsgegner zu einem Nachholspiel ran: Für den SC Kirchdorf geht es am Mittwoch (19.30 Uhr) zum TSV Wartenberg. Der ist Vorletzter, und zuletzt gab es für die Mannschaft nur einen Punkt aus zwei Spielen. Dennoch warnt SCK-Coach Andreas Apold die Seinen: Das Match werde brutal, „Not gegen Elend darf ich jetzt ja nicht sagen“. Was der 49-Jährige damit meint: Für Fußballästheten wird das eher nichts, die Fans dürfte eher 90 Minuten Abstiegskampf erwarten. „Das wird eine schwere Hausaufgabe“, will Apold trotz des jüngsten Derby-Siegs keine Euphorie aufkommen lassen. Geschadet haben die drei Punkte aber auf keinen Fall: „Was wir mitnehmen, ist, dass wir vorne jederzeit ein Tor erzielen können“, lobt der Trainer seine Truppe. Immerhin ließ es das Team – teilweise sehr sehenswert – am Sonntag viermal klingeln. Man habe gesehen, dass man es draufhabe. „Dieses Selbstvertrauen wollen wir jetzt mitnehmen“, betont Apold. Allerdings: In Wartenberg taten sich die Kirchdorfer oft schwer.
Personell kann Apold nahezu aus dem Vollen schöpfen. Philip Czypull hat seine Sperre bereits abgesessen. Stammspieler Nertil Hoxhaj könnte aus beruflichen Gründen fehlen: Bei ihm wird es eine knappe Geschichte, ob es fürs Spiel reicht.