
Achter Sieg im neunten Spiel für Kranzberg – Moosburg gewinnt Sechs-Punkte-Spiel – Unterbruck hadert mit Schiedsrichterentscheidungen
Drei Big Points sicherte sich der FC Moosburg im Kellerduell mit dem TSV Nandlstadt. Oben patzte der FCA Unterbruck, der beim FC Moosinning II nur einen Zähler holte. Der Nutznießer war natürlich der SV Kranzberg, der erneut einen Dreier feierte und damit an der Tabellenspitze bereits fünf Punkte Vorsprung hat.
FC Moosburg – TSV Nandlstadt 1:0 (1:0). Es wird in dieser Saison um jeden Punkt gehen für die Moosburger Kicker, wenn sie die Kreisliga halten wollen. Und da war dieser knappe Sieg im Kellerduell mit den Holledauern natürlich Gold wert. „Das war ein Big-Point-Spiel“, jubelte FCM-Spielertrainer Florian Bittner hinterher. „Das war schon geil und wichtig heute.“
Dabei mussten die Bonauer erneut stark ersatzgeschwächt antreten. Sie hatten auf der Ersatzbank vier Kicker der Zweiten Mannschaft – die jedoch reingeworfen wurden und richtig Betrieb machten. Klar: Viele Chancen gab diese Partie nicht her, es stand über 90 Minuten Spitz auf Knopf. Zudem war die Begegnung von Zweikämpfen geprägt, beide Teams kämpften um jeden Zentimeter. „Mit dem glücklicheren Ende für uns“, musste Bittner zugeben. Beim FCM sei der Abstiegskampf ausgerufen worden, „dementsprechend haben wir die Jungs vorbereitet“. Und das schien gefruchtet zu haben, denn kurz vor der Pause fiel das goldene Tor: Mihai Raducanu zirkelte das Leder aus 25 Metern per Freistoß ins Netz (45.).
FC Moosinning II – FCA Unterbruck 0:0. Richtig im Keller war die Stimmung am Samstagnachmittag beim FCA. Was jedoch nur bedingt am Patzer der Rot-Weißen lag, sondern vielmehr am Schiedsrichter. Denn von dem fühlten sich die Gäste regelrecht verschaukelt.
Das 0:0 sei abgehakt, resümierte Abteilungsleiter Christian Stanglmeir, „aber ansonsten wurden wir hier heute brutal rausgetreten“. Was Stanglmeir vor allem ärgerte, war, dass der Unparteiische den Hausherren quasi alles durchgehen lassen und nicht härter durchgegriffen habe. Vor allem auf Matthis Hayer „hatten sie es abgesehen“, so der Spartenchef weiter. Brucks Offensivmann musste am Ende verletzt runter. Zudem hatte Matteo Kern den Ball ins Tor getroffen, der Schiedsrichter habe den Treffer aber wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung zurückgepfiffen. Das Tor hätte aus Sicht der Gäste zählen müssen. „Da haben wir richtig blöd geschaut“, kommentierte Stanglmeir.
Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass es die FCA-Männer verpasst hatten, zumindest mit einem Tor für Ruhe zu sorgen. Darüber hinaus hatte Unterbrucks Schlussmann Michael Zachskorn mehrmals stark parieren müssen.
SV Eintracht Berglern – SC Kirchdorf 2:3 (2:1). Ein Sieg des Willens gelang den Sportclub-Männern am Sonntag. Denn lange Zeit sah es danach aus, als würden die Gäste mit leeren Händen die Heimreise antreten. Doch dann schlug die SCK-Elf doppelt zu. „Einfach Wahnsinn“, fasste Trainer Andreas Apold die 90 Minuten zusammen. Vor allem Durchgang eins sei wieder katastrophal gewesen, „in der Halbzeit gab’s aber dann eine gescheite Ansprache, dass die Jungs ihr Herz auf dem Platz lassen müssen“.
In Durchgang eins waren die Kirchdorfer zweimal ins Hintertreffen geraten. Erst zirkelte Berglerns Michael Faltermeier einen Freistoß aus 25 Metern über die Mauer ins Tor (13.). Doch der Sportclub glich aus, nach einem Drehschuss von Thomas Hadler staubte Marko Miskovic den Abpraller eiskalt ab (26.). Richtig in Fahrt kamen die Ampertaler dadurch nicht, zudem waren die Hausherren hellwach und gingen nach einem Kirchdorfer Torwartpatzer durch Maurice Steck erneut in Führung (35). Dieser Rückstand hielt lange. Doch die Kirchdorfer stemmten sich gegen den drohenden Absturz auf einen Abstiegsplatz – und stiegen auf wie Phönix aus der Asche: Erst egalisierte Emircan Tiryaki nach erneuter Hadler-Vorlage (82.). Und kurz darauf traf Adem Tiryaki auf Vorarbeit von Emircan aus kurzer Dis㈠tanz (86.). Die Tiryaki-Brüder waren die Matchwinner.
FC Lengdorf – SV Kranzberg 0:1 (0:0). Wer soll diese Kranzberger stoppen? Selbst der in dieser Saison bärenstarke FC Lengdorf stand am Ende mit leeren Händen da, wobei die Ampertaler schon wussten, dass das diesmal ein Dusel-Dreier war. Entsprechend sprach SVK-Sprecher Stephan Schikowski hinterher von einem „sehr, sehr glücklichen Sieg“.
Halbzeit eins war recht ausgeglichen, ohne nennenswerte Aufreger. Doch nach der Pause kam der FC Lengdorf, der den Anschluss an die Tabellenspitze wahren wollte, mit viel Dampf aus der Kabine und schnürte die Gäste in deren Strafraum ein. Und der FCL hatte auch gute Torchancen, doch zweimal avancierte SVK-Keeper Christoph Kirmaier zum Helden und zeigte tolle Paraden. 20 Minuten vor Schluss zogen die Gäste den Lengdorfern dann aber den Zahn – und das sogar in Unterzahl, da Thomas Kopp zuvor mit einer Zeitstrafe raus musste (66.). Stefan Schleypen war es egal: Er zirkelte einen Freistoß aus 20 Metern ins Gehäuse (70.), der aber von der Mauer abgefälscht worden war. Torhüter Johannes Preis war da schon auf dem Weg in die andere Ecke (71.).