
Mit dem 13. Spieltag beendet auch die Kreisliga Süd den ersten Abschnitt der Saison 2025/26. Der seit seinem beeindruckenden Heimauftritt gegen Ursensollen erstmals als Tabellenführer grüßende SV Raigering (1./28) hat im Auswärtsspiel beim SV Freudenberg (5./22) nun gleich die Chance, sich den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters zu sichern. Ein Unentschieden würde der Kratzer-Crew schon reichen, doch wer die Panduren am letzten Wochenende gesehen hat, wird davon ausgehen, dass sie auch in Freudenberg auf Sieg spielen werden.
Die hinter den Raigeringern lauernde Verfolgermeute, angeführt von den punktgleichen DJK Ursensollen (2.) und TSV Königstein (3./beide 25), strebt am Wochenende natürlich nach vollen Erträgen, um dem Ligaprimus auf den Fersen zu bleiben. Dabei kreuzt die Kotzbauer-Truppe mit dem SV Köfering (13./7) die Klingen und ist dabei haushoher Favorit. Und auch die Männer von Roland Winkler (in Hirschau) duellieren sich mit einer abstiegsgefährdeten Mannschaft, die allerdings zuletzt stark verbessert auftrat. Schließlich reist der TuS Rosenberg (4./24) in die Max-Reger-Stadt nach Weiden, wo er mit der U23 des Bezirksligisten FC Ost auf eine unberechenbare Mannschaft trifft. Der TSV Königstein - er verlor beim Aufsteiger - kann ein Lied davon singen...
Hinab in die Tiefen des Klassements, ein Blick auf die Mannschaften, die die Ränge 12 bis 14 besetzen. Schlußlicht ASV Haselmühl nimmt gegen den Rangelften SC Luhe-Wildenau II (12 Punkte) den nächsten Anlauf, um Dreier Nummer 2 einzutüten. Der würde ihn zum Ende des ersten Saisonabschnitts nicht nur womöglich an die Teams vor ihm heranrücken lassen, sondern auch den dringend notwendigen Schwung für eine bessere Rückrunde geben. Unverändert ernst ist die Lage beim SV Köfering (13./7) nach der Heimniederlage im Nachholer gegen die Ostler. Nun reist man als absoluter "Underdog" nach Ursensollen (2./25), wo die Heimelf sicherlich auf Wiedergutmachung nach der hohen Pleite in Raigering trachtet. Bleibt noch der TuS WE Hirschau (12./9), auch vor ihm baut sich in Form des TSV Königstein (3./25) eine hohe Mauer auf. Die letzten Ergebnisse allerdings machen Mut, dem favorisierten Gast das Leben schwer zu machen.
Rückblick auf ein Nachholspiel vom Mittwochabend:
Nichts wurde es aus dem so ersehnten zweiten Saisondreier für die Heimelf, die weiterhin im Keller auf der Stelle tritt. Den Gästen hingegen gelang mit dem dritten Auswärtsdreier ein kleiner Befreiungsschlag, ist doch der Abstand zum Relegationsplatz 12 vor dem letzten Vorrundenspieltag auf sieben Punkte angewachsen. Dass der Gastgeber vom Anpfiff weg bemüht war, wurde sofort sichtbar. Größtenteils über weite Bälle versuchte man sein Glück und ging aggressiv auf die zweiten Bälle. Doch die junge Ostlerelf verteidigte konsequent, so dass Köfering kaum zu zwingenden Torchancen kam. Ein Doppelschlag Mitte des ersten Abschnitts ebnete für die Schlesinger-Elf den Weg zum späteren, wichtigen Sieg. Das zweite Tor des 18jährigen Bastian Schießl - eigentlich noch A-Jugendlicher - legte in der Schlußphase schließlich den Deckel drauf.
"Es ist sehr schwierig, Woche für Woche nach solchen Spielen Worte zu finden. Und auch danach in der Kabine in die Gesichter der Spieler zu schauen. Das tut echt weh. Jeder merkt, was los ist und dass es - egal was wir versuchen - einfach nicht reicht. Warum auch immer. Letztendlich ist aber der Trainer für die schlechten Ergebnisse und Leistung verantwortlich. Glückwunsch an Weiden-Ost, leichter kann man drei Punkte nicht holen", so SVK-Coach Oliver Lassmann.
"Gute Leistung unserer Jungs! Bis auf ein, zwei wilde Phasen hatte man die absolute Kontrolle und Überzeugung. Sehr reifer Auftritt unserer jungen Mannschaft", so ein sehr zufriedener Gästetrainer Tim Schlesinger.
Tore: 0:1 Michael Kraus (25.), 0:2 und 0:3 Bastian Schießl (30./73.) - Schiedsrichter: Alexander Nistschuk - Zuschauer: 30
Die Ansetzungen des letzten Vorrundenspieltags:
Nicht zuletzt die Unentschieden gegen Ursensollen und Rosenberg zeigten doch ganz deutlich, dass ein Aufwärtstrend bei den Kaolinstädtern unverkennbar ist. Ein richtiger Befreiungsschlag, mit dem sich die Meyer-Elf für ihren stets hohen Aufwand auch einmal richtig belohnen würde, steht noch aus. Deshalb nimmt man auf der Ehenfelder Löschenhöhe gegen den Tabellenzweiten - man begegnet ihm mit Respekt, aber ohne Angst - den nächsten Anlauf, um mit drei Punkten ans rettende Ufer "anzudocken". Nach der Niederlage in Ursensollen kehrte der TSV gegen Freudenberg in beeindruckender Manier in die Erfolgsspur zurück. Ein positives Erlebnis wäre nun der i-Punkt auf eine starke Vorrunde und gäbe den notwendigen Schwung für die kommenden Aufgaben, die da Rosenberg und Raigering heissen.
"Mit Königstein erwartet uns nach den letzten Wochen der nächste Top-Gegner der Liga, die nach dem Sieg von letzter Woche wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt sind. Wir wollen - wie letzte Woche - voll dagegenhalten, den Kampf annehmen, taktisch diszipliniert und mutig auftreten. Wenn am Ende des Tages ein Punkt rausspringt, können wir zufrieden sein. Allerdings traue ich der Mannschaft auch einen Sieg zu Hause gegen eine Top-Mannschaft zu, wenn wir an die Leistung im letzten Spiel anknüpfen können. Allerdings muss hier dann die Chancenverwertung besser werden", so Andi Meyer, Spielertrainer der Kaolinstädter.
"Zu unserem Auswärtsspiel nach Hirschau fahren wir mit großem Respekt. Die Ergebnisse und der Tabellenstand ist sicherlich nicht das, was in der Mannschaft steckt. In Ehenfeld ist es zudem nicht einfach zu spielen und so sind wir gewarnt. Trotzdem versuchen wir auswärts die Punkte mitzunehmen und eine gute Hinrunde mit einem Erfolg abzuschließen", sagt Gästecoach Roland Winkler.
"Noch ist nicht aller Tage Abend", so könnte man beim SVF sagen, trotz zuletzt mehrerer unbefriedigender Ergebnisse ist man immerhin nur drei Zähler von Platz 2 weg. Nun allerdings baut sich eine hohe Mauer vor den Bauer-Männern auf, der sich in einer hervorragenden Verfassung befindende Tabellenführer kreuzt zum Derby auf. Dabei treffen zwei schußgewaltige und treffsichere Offensiven aufeinander, das Problem ist allerdings, dass die Heimelf schon 27 Buden kassiert hat. So wird man beim SVF das Hauptaugenmerk erst einmal darauf richten müssen, die Defensive erheblich zu stabilisieren, vorne ist man ja immer für ein Tor gut. Die Gäste reisen mit extrem breiter Brust an, vertrauen auf ihre beachtlichen Qualitäten und wissen um die Gefährlichkeit der "Abteilung Attacke" der Freudenberger. Dennoch wollen sie aber nichts anderes, als sich mit Dreier Nummer 10 für eine nach leichten Anfangsschwierigkeiten beeindruckend absolvierte Vorrunde belohnen.
"Mit Raigering erwarten wir den Tabellenführer. Im Endeffekt sind es die einfachsten Spiele im Fußball. Wir müssen versuchen, die Gegentorflut der letzten Spiele in den Griff zu bekommen, müssen eklig sein und die 50/50-Duelle gewinnen. Wenn uns das gelingt, ist im Derby alles möglich. Wir sind vorbereitet und freuen uns auf die Aufgabe", sagt Basti Bauer, Spielertrainer SVF.
"Freudenberg gegen Raigering - von je her ein brisantes Duell. Zudem werden sie topmotiviert sein an ihrer Sportlerkirwa. Sie verfügen mit über die beste Offensive in der Liga und die ist bei ihren Heimspielen noch schwerer zu verteidigen auf ihrem engen Platz. Doch wir sind zuversichtlich. Wie wollen weiter siegen und wieder die richtigen Wege im Spiel finden. Ob es gelingt, wird fast nur an uns liegen", sagt der Coach der Panduren, Martin Kratzer.
Das 2:6 von Raigering ist analysiert und abgehakt, der Blick geht nach vorne. Der Stolz über das bisher Gezeigte überwiegt, gegen den abstiegsgefährdeten Nachbarn will man in die Erfolgsspur zurück, um eine starke Vorrunde angemessen zu beenden. Die Wolken über den Gästen bleiben nach der Heimniederlage vom Mittwochabend dunkel. Zur Überraschungsmannschaft der Vorrunde geht die Reise, um sich bestmöglich zu verkaufen. Was und ob im Nachbarduell etwas heraussspringt, wird man sehen. Vielleicht greifen ja die eigenen Gesetze in derartigen Matches.
"Derbytime am Rängberg – mehr muss man eigentlich nicht sagen. Nach der Leistung letzte Woche ist klar: Wir müssen eine Schippe drauflegen! Einsatz, Wille und Kampfgeist – das sind die Tugenden, die jetzt zählen. Wenn wir von der ersten Minute an als Einheit auftreten, in jeden Zweikampf gehen und alles für den Verein geben, dann holen wir uns die Punkte zum Hinrunden-Abschluss", sagt DJK-Spielertrainer Thomas Kotzbauer.
"Am Samstag heißt der Gegner Ursensollen und es geht wieder bei 0:0 los. Den Rest werden wir sehen", so Gästetrainer Oliver Lassmann im kurzen Statement - noch unter dem Eindruck der Heimniederlage gegen den FC Weiden-Ost am Mittwochabend.
Am Sonntag erfolgt mit dem Anstoß um 15.15 Uhr in Schmidmühlen für den 1. FC Rieden der Auftakt für drei aufeinanderfolgende Auswärtsspiele innerhalb einer Woche mit Derbycharakter (Nachholspiel am 22. Oktober in Haselmühl, Rückrundenauftakt in Ursensollen am 26. Oktober). Der Tabellenzehnte SV Schmidmühlen ist wesentlich besser, als es seine derzeitige Tabellenposition vermuten lässt und besitzt gemeinsam mit dem TuS Rosenberg die zweitbeste Abwehr (13 Gegentreffer) der Liga. Nur der Tabellenführer SV Raigering hat in den bisher 12 absolvierten Saisonspielen ein Tor weniger kassiert. SVS-Trainer Alexander Greger hadert derzeit mit der Chancenverwertung seiner Truppe, was sich in bisher „nur“ 13 erzielten Treffern widerspiegelt. Schmerzlich vermisst wird Torjäger Adrian Robinson, der an einer längeren Verletzung laboriert. Vergangenen Freitag kamen die Gastgeber beim Tabellenvorletzten SV Köfering nicht über ein 0:0 hinaus und wollen nun gegen den Tabellensechsten aus Rieden unbedingt ihre Heimbilanz aufbessern (1 Sieg/2 Remis/3 Niederlagen). Dass die Trauben für die Gäste bei der Eintracht in Schmidmühlen immer sehr hoch hängen, ist bekannt. Zuletzt trennte man sich beim SVS zweimal unentschieden, der letzte Auswärtssieg der Grün-Weißen datiert aus dem Jahre 2019 (4:1). Nichtsdestotrotz hat der Vorjahres-Vizemeister nach den beiden Heimsiegen gegen Weiden-Ost II (2:1) und den FV Vilseck (1:0) wieder Blut geleckt und will mit einer ordentlichen Punkteausbeute in den nächsten Begegnungen zur Spitzengruppe der Liga aufschließen. (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR).
"Am Sonntag erwarten wir zuhause den Nachbarn aus Rieden. Es ist somit Derbytime, wir wollen uns endlich für unseren Aufwand belohnen und das Spielglück auf unsere Seite ziehen. Natürlich wissen wir, dass mit Rieden eine Mannschaft mit enorm viel Qualität zu uns kommt, aber in einem Derby ist immer alles möglich. Deshalb werden wir auf jeden Fall alles investieren und hoffen, dass die Punkte bei uns bleiben werden", sagt Alex Greger, Spielercoach beim SVS.
"Zu Beginn der englischen Derby-Auswärtsspielwoche steht mit dem Spiel gegen den SV Schmidmühlen ein Highlight an. Schmidmühlen schlägt sich bisher unter Wert, die Mannschaft ist deutlich stärker, als es ihr bisheriger Tabellenplatz aussagt. In Derbys entscheidet oft die Tagesform über Sieg oder Niederlage, deshalb ist mit einer heißen Partie zu rechnen", erklärt FCR-Trainer Bernd Scheibel.
Nach dem knappen 0:1 von Rieden ist man bei den Garnisonsstädtern gewillt, im Nachbarduell eine doch von Aufs und Abs durchzogene Vorrunde erfolgreich abzuschließen, um den Blick mit Beginn der Rückrunde dann endgültig nur nach oben zu richten. Dass 2:2 gegen Haselmühl war nicht nach den Vorstellungen der Gäste, die damit verpassten, den Abstand zur Abstiegszone schon ein wenig beruhigend zu gestalten. So reist man die nur knapp 13 Kilometer nach Vilseck, um beim zuletzt auf eigenem Terrain auftrumpfenden Gastgeber, um keinesfalls leer auszugehen. Zusätzliche Motivation verleiht die Tatsache, dass man bei einem Sieg mit dem Gastgeber nach Punkten gleichziehen könnte.
"Derby in Vilseck. Mit Edelsfeld erwartet uns ein Gegner, der kompromisslos agiert und gleichzeitig über spielfreudige Offensivspieler verfügt - genau das macht sie so unangenehm zu bespielen. Wir werden vorbereitet sein und wollen die drei Punkte in Vilseck behalten", so FVV-Coach Tobias Graßler.
"Leider ist uns der große Befreiungsschlag gegen den Tabellenletzten nicht gelungen. Jetzt bekommen wir es mit einem Gegner zu tun, der im Moment seine beste Saisonphase hat. Ein schweres Unterfangen, wenn man bedenkt, dass der FV Vilseck sein letztes Heimspiel mit 7:0 gewinnen konnte. Für uns gilt daher, die Partie solange wie möglich offen zu gestalten und immer wieder Nadelstiche zu setzen. Bei einen Sieg könnten wir sogar Punktgleichheit erzielen", sagt Gästetrainer Martin Dehling.
Mit der Partie gegen den Neuling aus Oberwildenau beginnt für den ASV eine "Englische Woche", in der er gleich drei Mal zuhause antreten darf. Gegen den Tabellenzwölften - in der Fremde erst mit einem Erfolgserlebnis - soll ein zweiter Heimsieg eine von vielen Unwägbarkeiten durchzogene erste Saisonhälfte positiv abschliessen und Selbstbewußtsein geben für die kommenden Aufgaben. Vier Spieltage lang hat der SC nicht mehr gewinnen können, um die daraus entstehende Talfahrt - man rangiert am Rande des "Abgrunds" - zu stoppen, muss beim Schlußlicht gewonnen werden. Wenn man so will ein "Sechs-Punkte-Spiel" für die Mannen von Trainerroutinier "Girgl" Ramsauer.
"Gegen Luhe am Samstag müssen wir zuerst mal wieder schauen, was der Kader hergibt. Das ist momentan eigentlich immer unser größtes Problem. Alles andere wird man dann sehen. Egal wer dann am Samstag aber am Platz steht, jeder weiß, dass alles gegeben werden muss, um wichtige drei Punkte zu holen", so ASV-Coach Dominik Schuster.
"Das Remis letztes Wochenende war zu wenig, um sich ein wenig Luft zu verschaffen. Am Samstag treffen wir auf einen Kontrahenten, der wahrscheinlich alles daran setzt, uns da ganz hinten mit rein zu ziehen. Ich hoffe, dass jedem bewußt ist, dass es da um jeden Grashalm geht am Platz. Mit dem Defensivverhalten war ich zufrieden zuletzt, in der Offensive brauchen wir mehr Durchsetzungsvermögen und ein besseres Paßspiel, vor allem ein schnörkelloseres", sagt Gästetrainer Georg Ramsauer.
Der Auswärtsdreier in Köfering hat den jungen Ostlern richtig gut getan, mit nun 16 Punkten kann man sehr zufrieden sein und geht selbstbewußt an die große Herausforderung, die da heißt Rosenberg, heran. Dass man in dieser Partie in jeder Beziehung einer Prüfung auf Herz und Nieren unterliegt, ist klar. Doch hat man unter anderem im Heimspiel gegen Königstein gezeigt, dass man sich auf eigenem Terrain vor niemandem verstecken braucht. Nach zuvor vier Dreiern in Folge verpasste die Kramer-Elf zuletzt gegen Hirschau den Sprung auf Platz 2. Nun gilt es, nicht noch mehr Federn zu lassen, denn man will ja weiter den ganz Vorderen ein unangenehmer Mitstreiter sein. So reist der Troß der Hüttenstädter an, um den vollen Ertrag ins Heimgepäck zu schnüren.
"Rosenberg ist für mich eine absolute Top-Mannschaft der Liga. Sie verfügen über starke Individualisten und eine gute Mischung aus Erfahrung und jungen Talenten. Um erfolgreich zu sein, müssen wir an unser Leistungsmaximum gehen", sagt Tim Schlesinger, Coach der U23 der Ostler.
"Zum Auftakt unserer beiden Auswärtsspiele geht es nach Weiden. Dort treffen wir auf eine junge gut ausgebildete Mannschaft, die bisher mit guten Ergebnissen auf sich aufmerksam machen konnte. Das letzte Wochenende war sicherlich nicht zufriedenstellend für uns, sodass wir definitiv eine Reaktion darauf zeigen wollen. Auf uns wartet ein hartes Stück Arbeit, aber wir sind bereit, dieses so zu verrichten, um wieder erfolgreich zu sein", gibt sich Gästespielercoach Dennis Kramer entschlossen.
