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Aufreger der Woche

Konzert schuld am Wormatia-Spielausfall

Oberliga-Spiel zwischen FK Pirmasens und Wormatia Worms am Mittwoch ist abgesagt

von Torben Schröder · 10.09.2025, 18:00 Uhr · 0 Leser
Die Wormatia-Spieler, hier vor der Begegnung beim SC Idar-Oberstein, müssen sich gedulden bis sie beim FK Pirmasens auflaufen können. Die Begegnung wurde kurzfristig abgesagt.
Die Wormatia-Spieler, hier vor der Begegnung beim SC Idar-Oberstein, müssen sich gedulden bis sie beim FK Pirmasens auflaufen können. Die Begegnung wurde kurzfristig abgesagt. – Foto: Gregor Wurdel

Worms. Das Gastspiel der Oberliga-Fußballer von Wormatia Worms beim FK Pirmasens am Mittwochabend ist abgesagt worden. Der Grund laut Mitteilung des Verbands: Unbespielbarkeit des Platzes. „Die Stadt hat das Stadion gesperrt“, teilt Lothar Renz, Vorsitzender des Verbandsspielausschusses, mit. „Das muss ich so hinnehmen.“ Verbandsvertreter waren in die Entscheidung nicht einbezogen. Die Regenfälle selbst sind offenbar gar nicht das Hauptproblem. Die 12,6 Liter pro Quadratmeter, die am Dienstag laut Protokoll-Daten der örtlichen Wetterstation herunterkamen, sollten eigentlich für den Rasen des Stadions auf der Husterhöhe verkraftbar sein.

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Die Spielfläche ist teilweise ramponiert

Das gilt jedoch nicht bei seiner aktuellen Beschaffenheit. Denn am 23. August stieg dort ein Open-Air-Konzert mit den Teilnehmern Max Giesinger, Alvaro Soler und Die Dicken Kinder von Landau. Es galt, das 60. Jubiläum der Heinrich-Kimmle-Stiftung zu feiern, ein regionaler Träger der Behindertenhilfe. Schöne Sache, für alle Beteiligten – nur nicht für die Spielfläche. Die hatte, obgleich weithin mit Platten abgedeckt, einige Schäden davon getragen, die, wie Renz berichtet, demnächst durch Rollrasen ersetzt werden sollen.

Das typische Prozedere wäre gewesen, auf einen Nebenplatz zu wechseln. Im Sportpark Husterhöhe steht auch ein Kunstrasen zur Verfügung. „Doch das ist ein Spiel, das man dort nicht einfach hinlegen kann“, sagt Renz. Vor der Saison war mit Polizei und Sicherheitsbehörden besprochen worden, dass für Spiele unter Beteiligung von Wormatia Worms oder TuS Koblenz besondere Anforderungen gelten, Stichwort Fan-Trennung.

Das heißt nicht, dass fest installierte Zäune vorhanden sein müssen, wie sich am Sonntag wieder zeigen wird, wenn Wormatia beim TSV Gau-Odernheim antritt. Doch die Gegebenheiten auf dem Pirmasenser Nebenplatz waren dem Verband zu eng, um ad hoc eine Verlegung durchzuführen, ohne Sicherheitskonzept oder Ähnliches.

Daher sind nun die Vereine gefordert, sich auf einen Nachholtermin zu verständigen, so zeitnah wie möglich. Bis Freitag will Lothar Renz warten und die Partie ansonsten eigenmächtig neu ansetzen. Es ist bereits die zweite Verlegung der Paarung. Die erste lag in der Teilnahme der Platzherren am DFB-Pokal begründet, dessen erste Runde an einem regulären Amateurfußball-Spieltag ausgetragen wurde.