
Vier Tore, zwei Platzverweise und strittige Schiedsrichter-Entscheidungen prägten das Kreisliga-Duell zwischen den Nachbarn.
Bernbeuren – „Es war ein Riesenspiel und ein Riesenschritt für uns“, jubilierte Patrick Landes nach dem Derby-Sieg über den TSV Altenstadt. Das 4:2 (2:0) über den Nachbarn nahm den Trainer des TSV Burggen/Bernbeuren gewaltig mit. „Es war richtig wild.“ Einen gewissen Beitrag dazu leistete neben den Kickern auch Schiedsrichter Lukas Dimdik. Der Referee verteilte neben mehreren gelben Karten und Zeitstrafen auch zwei rote Karten an die Gäste.
Yasin Akcakaya durfte als erster zum Duschen, nachdem er zusammen mit seinen Teamgefährten wegen eines Fouls protestierend von der Bank aufgesprungen war. „Ohne dass er etwas gesagt hat“, versicherte Christoph Wagner. Auch den zweiten Feldverweis betrachtete der Trainer des TSV Altenstadt als Fehlentscheidung. „Da war nichts“, beteuerte der Coach. Der Unparteiische wollte jedoch eine Tätlichkeit von Agon Elshani gesehen haben, als der an einem Gegenspieler vorbeilief, um den Gastgebern den Ball zum Abstoß hinzulegen. „Es war ein katastrophales Spiel vom Schiedsrichter“, schimpfte Wagner. Der Übungsleiter konnte nicht nachvollziehen, warum seine Elf auf einmal so aggressiv sein soll, obwohl sie die Fairness-Tabelle der Kreisliga 1 anführt.
Die Partie gab aber noch weitere Rätsel auf. Dass Bernbeuren nach den Treffern von Stefan Kelz und Manuel Jäger in Führung ging, war für Wagner unbegreiflich. „Wir bekommen nur Eier“, ärgerte sich der Coach. „Das war eine komplette Fehlleistung von uns.“ Seine Kicker wussten jedenfalls keine Antwort auf die langen Bälle, mit denen der Aufsteiger operierte. Erst nach dem 0:2-Rückstand wachten die Gäste auf. Tobias Graun jagte jedoch einen Foulelfmeter über das Gebälk (41.) und Max Hannappel traf nur an den Pfosten.
Nach dem Seitenwechsel erwartete Landes, „dass Altenstadt ein Feuerwerk abbrennt“. Aber erst einmal brannte gar nichts. Die Gäste handelten sich erneut durch Jäger den dritten Gegentreffer ein. Erst jetzt kamen die Gäste ins Spiel zurück. Mit einem strammen Schuss ins Torwarteck sorgte Markus Dulisch für den ersten echten Knalleffekt bei den Gästen. Max Hannappel hatte etwas Glück, dass sein Schuss noch abgefälscht wurde und im Burggener Kasten einschlug.
Altenstadt riskierte nun alles, um noch ein Unentschieden zu erreichen. Burggens Keeper Christoph Hipp war jedoch stets auf dem Posten und verhinderte weitere Einschläge. Nach einer eigenen Ecke konterten die Platzherren jedoch die Altenstädter aus und machten mit einem Kopfball von Anton Hofmann den Sieg perfekt. „Ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen“, gab es für Wagner an der Mentalität seiner Kicker nichts auszusetzen. Patrick Landes hatte ohnehin nichts zu kritisieren. Der Interimscoach geht mit einem Sieg in den verdienten Ruhestand.