
SG Schneifel – VfB Linz (Freitag, 20 Uhr, Jünkerath, Fair-Play-Arena)
Ausgangslage: Um den Druck auf den Ahrweiler BC und Rot-Weiss Wittlich auf den Plätzen eins und zwei weiter möglichst hochzuhalten, möchte die SG Schneifel nach dem 2:2-Remis in Wirges im zweiten Anlauf den ersten Dreier nach der Winterpause einfahren. „Linz ist ein Stück weit reifer als vergangene Saison und wird aus meiner Sicht nicht mehr in Abstiegsnöte geraten. Zudem wird ihnen immer eine ordentliche Spielanlage attestiert, wo ich auch ganz mitgehe“, sagt Stephan Simon, Trainer der Sportgemeinschaft aus Stadtkyll, Auw, Ormont, Hallschlag, Esch und Feusdorf. Im jüngsten Spiel im Westerwald habe er „schon festgestellt, dass es noch Verbesserungsbedarf gibt. Vor allem den Spielrhythmus möchten wir deutlicher bestimmen. Auch Konter müssen wir am Ende besser ausspielen und die Anzahl an Gegentoren minimieren“. Da die Plätze im SG-Gebiet nicht bespielbar sind, weichen die Schneifeler auf den Kunstrasen nach Jünkerath aus.
Personal: Ausfallen wird Khaen Fuchs aufgrund einer Knieverletzung. Auch Michael Zeimmes wird den Schneifelern nach einer Hüftverletzung aus dem Wirges-Spiel voraussichtlich fehlen. Yannick Moitzheim, Daniel Zunk und Davis Spruds kehren dagegen nach auskurierten Verletzungen und Erkrankungen in den Kader der SG zurück.
FC Bitburg – SG 2000 Mülheim-Kärlich (Freitag, 20 Uhr, Stadion Ost, Bitburg, Kunstrasenplatz)
Ausgangslage: Der 2026er-Auftakt könnte für den FC Bitburg kaum schwieriger sein. Nach der Partie bei Spitzenreiter Ahrweiler (2:5) erwarten die Bierstädter nun den Viertplatzierten aus Mülheim-Kärlich. „Wir waren gegen Ahrweiler trotz der Unterzahl gut im Spiel. Daher gibt es keinen Grund, allzu viel zu ändern. Klar ist die Ausgangslage etwas anders, da wir zu Hause spielen und vielleicht ein paar Meter höher stehen werden. Grundsätzlich gilt aber weiterhin, dass wir aus einer guten Grundordnung agieren müssen“, meint Fabian Ewertz, Trainer der Bitburger.
Personal: David Hoor, zuletzt kurzfristig erkrankt, wird dem FCB wieder zur Verfügung stehen. Fehlen werden hingegen sowohl Maximilian Koch (ein Spiel) als auch Benedikt Häb (muss auch noch am Mittwoch im Rheinlandpokal-Viertelfinale gegen Rot-Weiss Koblenz zuschauen) aufgrund einer Rotsperre.
SG Hochwald – TuS Immendorf (Samstag, 16.30 Uhr, Zerf, Kunstrasenplatz)
Ausgangslage: Auf die Hochwälder warten entscheidende Wochen. Nach dem „Bonusspiel“ gegen Rot-Weiss Wittlich (1:4) stehen mit dem TuS Immendorf und dem VfB Linz nun zwei direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib auf dem Programm. „Die Partie gegen Immendorf ist für uns ein Sechs-Punkte-Spiel. Entweder setzen wir uns mit einem Sieg etwas ab oder rutschen im Worst Case auf einen Abstiegsplatz ab. Von daher werden wir versuchen, von Anfang an Powerfußball zu spielen, um unsere Zuschauer hinter uns zu bringen.“ Immendorf sei gut nach Standards, habe viel Qualität im Spiel nach vorne und komme nach dem 2:0-Sieg gegen Linz zudem mit Aufwind. „Auch in der Abwehrreihe agieren sie sehr flexibel. Trotz allem sind wir in der Pflicht, die Partie zu Hause zu gewinnen“, sagt Fabian Mohsmann, Coach der Vereinigten aus Zerf, Greimerath, Hentern und Lampaden.
Personal: Johannes Bettendorf, Louis Baldes und Jean-Baptiste Colbert Emamu Nswo Djamba fehlten während der Woche krankheitsbedingt. Bei allen hofft Mohsmann aber auf eine rechtzeitige Genesung.
SV Eintracht Mendig – SG Arzfeld (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Mendig, Junglas-Baumaschinen-Stadion)
Ausgangslage: Die SG Arzfeld hat nach dem 4:2-Auftaktsieg gegen Morbach neues Selbstvertrauen im Kampf um den Klassenverbleib getankt. „In Mendig wartet ein wichtiges Spiel auf uns. Sie haben mit Matthias Wengenroth einen Akteur, der das Spiel an sich reißen kann. Ich erwarte sie kompakt eingestellt, gut gegen den Ball arbeitend und dass sie die Räume sehr eng machen werden. Dennoch sind sie gerade nicht in einer besonders guten Ausgangslage. Das wird ein offenes Spiel, in das wir fokussiert gehen möchten. Wir sind aktuell gut unterwegs und spüren das auch so“, sagt Florian Moos, Trainer der Vereinigten aus Arzfeld, Daleiden, Dasburg und Dahnen.
Personal: Florian Arens, zuletzt erkrankt, steht wieder zur Verfügung. Fehlen wird dagegen Jan Mayers, der gegen Morbach die Gelb-Rote Karte sah. Hinter dem Einsatz von Joschka Trenz (muskuläre Probleme) steht noch ein Fragezeichen. Sein Spielertrainerkollege Moos geht aber von einer rechtzeitigen Genesung aus.
FV Hunsrückhöhe Morbach – Ahrweiler BC (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Alfons-Jakobs-Stadion Morbach)
Ausgangslage: Die jüngste 2:4-Niederlage bei Abstiegskandidat Arzfeld ließ die Hunsrücker ratlos zurück. Reife und Cleverness gingen Mitte der zweiten Hälfte verloren. Morbach stellte trotz einer 2:1-Führung und in Überzahl das Fußballspielen ein und ließ sich vom Aufsteiger auseinandernehmen. Daher setzten sich die Verantwortlichen mit der Mannschaft am Montagabend zusammen, um die Partie zu analysieren. Nach TV-Informationen ging die Aussprache zwischen sportlicher Leitung und Trainerteam von 21 Uhr bis kurz vor Mitternacht. Über die Art und Weise der Diskussion gab und gibt es unterschiedliche Auffassungen. Es scheint jedenfalls mächtig geknallt zu haben. Marcel Lorenz, Sportlicher Leiter der Fußballvereinigung, lässt durchblicken: „In Überzahl haben wir in Arzfeld die Gegentore viel zu einfach kassiert. Bereits im bisherigen Saisonverlauf waren wir bei gegnerischen Standards zu nachlässig. Daher haben wir am Montagabend ein Signal an die Mannschaft gerichtet. Aktuell ist Philipp Frank erkrankt, wird das Abschlusstraining nicht leiten können und ist auch für Sonntag fraglich.“ Näher will sich Lorenz erst nach einem weiteren, für den gestrigen Donnerstagabend anberaumten Gespräch mit Frank äußern. Philipp Frank teilt derweil enttäuscht mit: „Es sind Sachen vorgefallen, die eine weitere Zusammenarbeit in Morbach mit der sportlichen Leitung unmöglich machen.“ Nach Volksfreund-Informationen hegt Frank aktuell sogar Rücktrittsgedanken. Ein weiterer Bericht folgt.
Ausgerechnet in dieser verworrenen Lage empfängt die FVH am Sonntag den Spitzenreiter. Ahrweiler gilt defensiv als verwundbar, auch wenn sich das offensivstärkste Team der Liga vorige Woche gegen den FC Bitburg mit 5:2 behauptete. Im Hinspiel waren die Morbacher lange auf Augenhöhe und verloren nach einem späten Treffer mit 2:3.
Personal: Matthias Ruster hat einen grippalen Infekt überstanden und kehrt ins Aufgebot zurück.
UPDATE vom Freitagmittag: Das für Donnerstag geplante Gespräch hat nach Angaben von Marcel Lorenz nicht stattgefunden. Stattdessen habe es "viele Telefonate gegeben". Am heutigen Freitag sollen möglicherweise Mitglieder des Mannschaftsrats und Lorenz das Training leiten. Wer am Sonntag gegen Ahrweiler auf der Bank sitzt, werde sich am Abend herausstellen, so Lorenz. Ob Philipp Frank nun bleibt oder nicht, ist nach Angaben des FVH-Fußballchefs noch offen. (AA)
SV Eintracht Trier 05 II – SV Rot-Weiss Wittlich (Sonntag, 15.30 Uhr, Moselstadion-Kunstrasen, Trier)
Ausgangslage: Mit Soumah Alkaly Morlaye (18 Tore in 18 Spielen) und Christopher Bibaku (15 Treffer in 20 Spielen) treffen der zweitbeste und der viertbeste Torjäger der Liga aufeinander. Im Hinspiel schnürte Morlaye im zweiten Durchgang einen Doppelpack. Am Ende hieß es aber 3:2 für die Säubrenner. Schon damals blitzte die Schnelligkeit und Unbekümmertheit der Trierer Zweitvertretung auf. Unter den 270 Zuschauern war damals auch Yusuf Emre Kasal. Der neue Wittlicher Trainer analysiert: „Uns erwarten keine einfachen Spiele mehr. Trier hat tabellarisch keinen Druck, was sie noch gefährlicher macht. Sie haben eine Top-Mannschaft, weshalb ich auch ein Topspiel erwarte. Im Hinspiel waren beide Teams auf Augenhöhe. Wir sind gut drauf, auch wenn viele meiner Spieler und ich den Fastenmonat Ramadan begehen.“
SVE-II-Trainer Holger Lemke schätzt die Lage so ein: „Wir freuen uns auf das Spiel gegen den stärksten Kader der Liga. In der Hinrunde haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Der Druck liegt beim Gegner, weshalb wir befreit aufspielen können. Wir wollen Wittlich ein bisschen ärgern, vielleicht etwas mitnehmen.“
Personal: Die Hausherren mussten unter der Woche auf einige angeschlagene Spieler verzichten, die laut Lemke bis zum Spieltag aber wieder einsatzbereit sein sollen. Grippale Infekte machten auch den Gästen zu schaffen und zwangen Matthias Heck und Alexander Shehada zum Pausieren.