
Tore sind garantiert, wenn der VfB St.Leon diese Saison antritt. Am Sonntag gegen den FC Dossenheim wäre, natürlich nicht ganz ernstgemeint, eine Vergnügungssteuer zum Eintrittspreis angebracht (Anpfiff, 15 Uhr).
Im Schnitt fallen sechs Tore in Spielen mit Beteiligung des VfB St.Leon – 17 vorne und 13 hinten. Es ist immer etwas geboten, der Unterhaltungswert ist hoch, wenn die Gelb-Schwarzen des Trainertrios Vogelbacher/Bender/Weber auflaufen.
"Eine Vergnügungssteuer finde ich als Finanzbeamter ganz passend", schmunzelt Benjamin Schneider. Der Sportliche Leiter des VfB sagt: "Wir wollen unseren Zuschauern etwas bieten, wobei wir aber zu viele Gegentore bekommen." Die Gründe dafür liegen auf der Hand, wie er weiß: "Die letzten Partien sind wir meist mit 13 Feldspielern angegangen, da wird es eben schwierig von außen mit Wechseln zu reagieren."
Fast genauso oft "scheppert" es beim FC Dossenheim. Der Aufsteiger bekommt die „Schotten“ noch nicht dicht und findet sich mit einem Zähler und 8:19 Toren in der harten Landesliga-Realität im Tabellenkeller wieder. Nur der Mitaufsteiger Türkspor Eppingen ist noch schlechter gestartet.
"Egal wie dünn wir besetzt sind, gegen Dossenheim ist ein Heimsieg Pflicht", sagt Schneider, der die sich früh abzeichnenden Tendenzen in der Landesliga nicht unterschätzt, "wir wollen unbedingt in der oberen Hälfte mit dabei sein."
Der Vierte empfängt den Fünften. Für den ASV Eppelheim ist das Gastspiel beim FV Brühl laut seinem Trainer, "eine Standortbestimmung." Markus Schmid sieht die Brühler, "neben Bammental, Srbija Mannheim und dem VfR Mannheim II ganz vorne und nun dürfen wir zeigen, ob wir in diese Phalanx reinstoßen können." Dass die runderneuerten Eppelheimer in der Landesliga mithalten können, haben sie mehrfach bewiesen. Gegen Spitzenreiter Bammental holten sie ein 3:3 und gegen den VfR Mannheim II ein 4:4.
Die von Schmid angesprochen vier Teams belegen bereits die ersten vier Ränge. "Daher hat die Tabelle in der Tat eine gewisse Aussagekraft", so der ASV-Coach.
Mit seinen eigenen Schützlingen hat er große Lust die Liga weiter mit offensivem Fußball aufzufrischen. Er sagt: "Die Jungs haben sich extrem schnell als Mannschaft gefunden und wenn es menschlich passt, dann passt es auch spielerisch." Positive Beispiele gibt es zuhauf. Gegen den VfR Mannheim II lag der ASV eine Viertelstunde vor Schluss mit 1:4 im Hintertreffen und holte noch einen Zähler und beim 4:0-Erfolg zuletzt in Viernheim verbuchte die Statistik dank Videoaufzeichnung laut Schmid, "ein Torschussverhältnis von 25:1 für uns."
Bei all den positiven Eindrücken aus Eppelheim weiß der Coach auf was es ganz besonders ankommen wird: "Wenn wir das erste Mal verlieren sollten, muss sich zeigen, wie wir damit umgehen können."