
Auch in diesem Jahr wird es keine Hallenstadtmeisterschaft in Düsseldorf geben. Wer mal über die Stadtgrenzen hinaus bei einem solchen Turnier dabei gewesen ist, in Hilden oder im Ruhrgebiet, der weiß, welche Gelegenheiten die Stadt verpasst. Und das ist eben nicht nur insofern bitter, als dass es das Label als Sportstadt, dass sich Düsseldorf selbst gegeben hat, konterkariert.
Eine solche Hallenstadtmeisterschaft ist schließlich mehr als einfach nur ein Turnier, das die Meisterschaftsambitionen angreift, weil sich ja Spieler verletzen könnten. Das können sie schließlich immer, auch wenn sie einfach im Park joggen. Es ist ein Treffpunkt, an dem alle Vereine zusammenkommen und sich austauschen können. Bei dem man sich mal abseits von Spielvorbereitung, Wettkampf und Feier oder Trauer hinterher unterhalten kann und vielleicht dann auch mal merkt, dass man gar nicht so unterschiedlich oder unsympathisch ist, wie man es bei einer Meisterschaftspartie vorher gemeint hat. Wo geht das besser, als in einem sportlichen Wettkampf, bei dem es mal keinen Druck gibt, weil die Ergebnisse über ein ganzes Jahr entscheiden? Jeder, der in der Jugend oder später mal bei einem Hallenturnier teilgenommen hat, weiß das.
Man ist über Stunden auf relativ engem Raum und kommt je nachdem gezwungenermaßen ins Plaudern. Spieler wie Trainer. Und weil man auf der Tribüne nebeneinander sitzt, werden vielleicht auch mal Allianzen geschmiedet. Wenn die jeweils andere Mannschaft gerade spielt, wird diese auch mal frenetisch angefeuert. Freundschaften können entstehen und die nächste Gegnersuche für die Vorbereitung gestaltet sich bei einer gemeinsamen Speise am Waffelstand einfacher.
Gerade im Hinblick auf die Städteum uns herum, ist es doch einfach traurig, dass es das bei uns nicht gibt.