
Das Fußballjahr 2024 wird in der Historie des SV Kollnburg als rabenschwarzes eingehen. Erst mussten die Burgdorfkicker den Abstieg in die A-Klasse verdauen, in der man bislang überhaupt nicht auf die Beine kommt. Nach acht Spieltagen sind Rankl, Eckhardt & Co. immer noch sieglos und zieren das Tabellenende der Viechtacher Gruppe. Die Talfahrt ist nicht ohne Folgen geblieben, denn Florian Ebner ist nicht mehr Trainer des SVK. Bereits nach der 1:2-Heimniederlage gegen die SG Moosbach / Prackenbach II wurde die Trennung vollzogen. Neuer Trainer ist ab sofort Karl Rankl, der zuletzt als Übungsleiter im Nachwuchsbereich unterwegs war und unter anderem bei namhaften Vereinen wie der SpVgg Plattling sowie dem FSV Landau Juniorenteams betreute.
Florian "Buarle" Ebner, der vor seinem Engagement beim SV Kollnburg recht erfolgreich den SV Habischried coachte, übernahm den Trainerposten im Sommer 2022 und führte den Klub in der A-Klasse Viechtach auf Anhieb zur Meisterschaft. In der Kreisklasse konnte sich das Team dann aber nicht behaupten und musste bereits nach einem Jahr wieder eine Etage runter. Die laufende Runde war bisher eine reine Enttäuschung. "Dass die Saison ohne echten Stürmer und den Akteuren, die ihre Schuhe an den Nagel gehängt haben, schwer werden wird, wussten wir. Dass es aber so schlecht läuft - auch wenn das Spielglück in einigen Partien fehlte - war allerdings nicht abzusehen. Wir haben uns deshalb einvernehmlich getrennt, da der Verein als auch ich der Meinung waren, dass dass Team eine neue Ansprache braucht. Ich bedanke mich für zweieinhalb schöne Jahre und wünsche dem SVK alles erdenklich Gute", lässt Florian Ebner verlauten.
"Wr haben nach dem Moosbach-Spiel in einem gemeinsamen Gespräch die aktuelle Situation und die Entwicklung der letzten Wochen analysiert. Uns war nach dem Abstieg aus der Kreisklasse und vor Beginn der Saison bewusst, dass es eine aufgrund der dünnen Kaderbreite und dem Wegfall einiger Stammkräfte eine sehr schwierige Saison wird. Der Start in die Spielzeit und der aktuelle Tabellenplatz sind jedoch natürlich der absolute Worst Case. Deswegen sind wir dann im beidseitigem Einvernehmen zu dem Entschluss gekommen, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht. Ich möchte besonders betonen. dass die Zusammenarbeit im Guten auseinander gegangen ist. In den zweieinhalb Jahren haben wir gemeinsame viele Höhen, zuletzt leider auch Tiefen erlebt. Highlight war im Sommer 2023 die zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte. Wir wünschen Flo für die Zukunft sportlich sowie privat alles erdenklich Gute. Er wird bei uns ein immer gern gesehener Gast sein", sagt Kollnburgs Abteilungsleiter Michael Dietl.
Bei der 2:4-Niederlage beim SV Gotteszell betreute Markus Gürster die Mannschaft interimsmäßig. Am Dienstagabend leitete Neu-Coach Karl Rankl seine erste Einheit. "Karl ist ein Kollnburger und war auch jahrelang als Spieler beim SV aktiv. Er kennt somit den Verein bestens und wir hoffen, dass wir mit ihm so schnell wie möglich den Turnaround schaffen. Wichtig wird sein, wieder Selbstvertrauen zu gewinnen, denn in der Mannschaft steckt definitiv mehr als der aktuelle Tabellenplatz aussagt", meint Dietl.