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KOL-WI: Kastel 46 nach 0:3 gegen Naurod noch 3:3

Furiose Aufholjagd gegen Favorit +++ SC Gräselberg holt gleich zwei Dreier binnen dreier Tage und zieht Konsequenzen aus Schlägerei

von Martin Gebhard · 09.03.2025, 20:06 Uhr · 0 Leser
Nabil Morchid (hier noch in der letzten Saison im Germania-Trikot am Ball) traf für seinen jetzigen Verein Kastel 46 bei der Aufholjagd gegen den FC Naurod.
Nabil Morchid (hier noch in der letzten Saison im Germania-Trikot am Ball) traf für seinen jetzigen Verein Kastel 46 bei der Aufholjagd gegen den FC Naurod. – Foto: Axel Claasen/RSCPPhoto(Archiv)

Wiesbaden. Im Verfolgerduell der Kreisoberliga Wiesbaden zog die SG Germania dank des knappen Sieges an der Freien Turnerschaft vorbei. Der SC Gräselberg feierte binnen dreier Tage gleich zwei Dreier: Beim SC Kohlheck und gegen den SV Frauenstein. Von einem Spieler haben sie sich nach den Schlägereien gegen die FVgg. Kastel 06 (wir berichteten) allerdings getrennt. Dank einer Aufholjagd erreichte die TSG Kastel 46 gegen den FC Naurod noch ein Remis. Unter der Woche setzte sich Kastel 06 im Kreispokal-Viertelfinale mit 3:0 nach Elfmeterschießen gegen die Spvgg. Sonnenberg durch.

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Aus zweierlei Gründen zeigte sich Max Hellwig, neben Cemal Sürmeli Coach bei den 46ern, zufrieden über den Teilerfolg: „Wenn man sich die Tabelle anschaut“, verwies er auf den Aufstiegskandidaten vom Kellerskopf, „und nach dem 0:3-Rückstand sind wir aufgewacht und waren auch dominant.“ Torschützen: Nabil Morchid, Mario Peric, Obed Axel Fey/Moritz Liebscher, Marc Krabler, Finn Ole Walther.

„Wir haben gegen die starke Germania gute Umschaltmomente gehabt“, sagte FTW-Coach Daniel Pollner, der mit René Kleemann das Trainerduo bildet. „Wir müssen das 4:4 machen – das wäre absolut gerechtfertigt gewesen. Es ist ärgerlich, dass die an uns vorbeiziehen. Aber ich kann nur stolz auf meine Mannschaft sein.“ Sein Gegenüber Stefan Kühne resümierte: „Zum Glück haben es die Jungs am Ende noch gut verteidigt. Das Spiel gegen den Ball habe ihm insgesamt nicht gut gefallen. Aber: „Mund abputzen – jedes Spiel ist für uns ein Endspiel, denn wir wollen Platz zwei erreichen.“ Tore: Timur Tischer (Foulelfmeter), Abdulmelik Sari, Fynn Christen/Ivan Rebic (Handelfmeter), Necmi Gür, Adnan Kizilgöz, Koray Asil.

Ein dickes Ausrufezeichen im Rennen um den Aufstiegsrelegationsplatz konnten die „Blauen“ setzen. Für märchenhafte „Sieben auf einen Streich“ sorgten Samuel Palacios Sierra (2), Yassin Kamal (2), Kevin Faro, Elmin Kurtisi und Lenart Hasani. Faro hat laut Trainer Volkan Zer ein besonders starkes Spiel gemacht. „Wir haben noch einiges liegen lassen“, sah der Coach aber locker darüber hinweg. Viel wichtiger war ihm: „Einige Top-Spieler haben bereits für nächste Saison zugesagt.“

Auch mit zehn Spielern, die aktuell wegen Ramadan fasten, erlebte SCG-Coach Nima Khanbareh ein „geiles Sonntagsspiel“ gegen „gute Frauensteiner“. Der Coach freute sich, dass die Seinen nach dem 5:2-Sieg beim SC Kohlheck unter der Woche gleich nachgelegt haben. Tore: Kevin Wagner, Eigentor.

Nach einer 8:1-Führung waren die Gäste etwas nachlässig, sodass „mich nur die drei Gegentore geärgert haben“, sagte TuS-Trainer Eldin Avdija. Ein Sonderlob sprach er dem eingewechselten dreifachen Torschützen Salvo Ansani aus. Weitere Tore: Jan Flemming (2), Danijar Auelbekov, Eigentor/ Hector Luilli Lasso Camilo, Felix Czolnik, Dominik Czolnik Leonard Rohde, Luca Palmer.

„Bis zum Platzverweis (Laourence Filipe Pina/FSV, Tätlichkeit/43. Minute, Anm. d. Red.) war es ausgeglichen. Danach haben wir gegen die cleveren Sonnenberger aufgemacht“, sprach FSV-Trainer Matthias Groß von einem gebrauchten Tag. Es trafen: Julius Mentzel (2), Pedro Mina Alves.