2026-04-29T13:32:52.058Z

Ligabericht

KOL RTK: SG Orlen reicht Minimalproduktion

Kreisoberliga-Torfabrik gewinnt 1:0 gegen SG Schlangenbad +++ Aufstiegskonkurrent SV Walsdorf siegt dank starker Defensive beim FSV Oberwalluf

von Hartmut Steindorf · Heute, 21:12 Uhr · 0 Leser
Gianluca de Rinaldis von der SG Orlen (l.) und Dennis Schneeweiss im Dress der SG Schlangenbad liefern sich einen packenden Zweikampf. Die SGO gewinnt am Ende 1:0.	Foto: Jörg Halisch
Gianluca de Rinaldis von der SG Orlen (l.) und Dennis Schneeweiss im Dress der SG Schlangenbad liefern sich einen packenden Zweikampf. Die SGO gewinnt am Ende 1:0. Foto: Jörg Halisch

Rheingau-Taunus. Die Torfabrik der Kreisoberliga Rheingau-Taunus hatte diesmal etwas Sand im Getriebe: Für Klassenprimus SG Orlen reichte diesmal der frühe Treffer gegen die SG Schlangenbad zum knappen 1:0. Da auch Verfolger SV Walsdorf beim FSV Oberwalluf mit 3:1 obenauf blieb, fiebern beide Teams dem Gigantentreffen der Aufstiegsaspiranten in zwei Wochen in Orlen entgegen: Wenn beide Mannschaften die übrigen Partien gewinnen, reicht Orlen dabei ein Remis zur Meisterschaft. Bei Punktgleichheit zählt bekanntlich immer der direkte Vergleich der beiden Teams, das Gesamttorverhältnis spielt nur dann eine Rolle, wenn die beiden Ergebnisse gegeneinander auch keine Entscheidung bringen.

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Der Klassenprimus musste sich diesmal mit dem knappsten Sieg zufriedengeben, den Fabio De Rinaldis schon nach fünf Minuten eintüten konnte. „Anschließend gab es weitere Gelegenheiten, es war aber nichts Zwingendes dabei. Wichtig daher, dass wir hinten nichts zuließen“, musste Alexander Stieg aus Orlens Trainerteam nie um den Sieg zittern.

Walsdorf machte nicht sein bestes Spiel, stand aber hinten sicher. „Und nach vorne hat der Tabellenzweite natürlich auch gute Kicker“, sah Oberwallufs Andre Seifert sein Team trotzdem mit Chancen. Nach dem Anschlusstreffer von Phol Hosseus nahm der Schiedsrichter einen FSV-Treffer wegen Abseits zurück, hätte eventuell auch einen Elfmeter für die Hausherren geben können. „Schade, mit einem 2:2 im Rücken hätten wir das Ganze vielleicht noch gekippt“, trauerte Seifert diesen beiden Szenen nach. Lukas Ernst, Luca Giordano und Mustafa Arslan sackten den Dreier für den SVW ein.

Zwei liegen gelassene Punkte für die Gastgeber: „Wir haben uns gegen tief stehende Gäste schwer getan, zudem eine Fülle von Möglichkeiten ausgelassen“, schüttelte Michael Mohr nach dem späten Ausgleich von Manuel Schönfeld dem Kopf. Davin Lotz hatte das 1:1 besorgt, Pascal Mzenga war mit seinem Doppelpack im ersten Einsatz nach halbjähriger Pause der Lichtblick bei der Heimelf. Mohr ärgerte sich über einige Sprüche von Gästetrainer Miguel Chapparo Guerreiro.

Das Tabellen-Schlusslicht wollte das Ergebnis in Grenzen halten, Holzhausens Patrick Gottlieb sah auch beim Sieger eher überschaubares Niveau. Immerhin schaffte Johannes Gierth nach 90 Minuten in der Zweiten den Führungstreffer, Tobias Bender legte nach.

Gegen tief stehende Gäste steigerte sich der Gastgeber gegenüber der Niederlage der Vorwoche um Längen: „Das war Spielfreude pur“, gab sich Trainer Mike Baier hochzufrieden. Meilingen ergriff nach der Pause die Flucht nach vorne, hatte durchaus auch seine Möglichkeiten. Torwart Jens Rock war jedoch nicht zu überwinden, entschärfte beim Stand von 3:0 auch einen Strafstoß von Fabian Jud. Beuerbach lebte zudem von seinen drei Doppel-Torschützen Nick Erwe, Sandro Fuchs und Alexander Alexiadis.

Im ersten Durchgang waren die Hausherren ganz schwach, Wörsdorf dominierte nach dem 0:1 von Youness Boutouil, ohne eine große Leistung hinzulegen. Nach vier Wechseln wendete sich dann jedoch das Blatt, Olaf Posselmann und Jona Schön stellten auf 2:1 und Andre Rothenbächer verhinderte im Gästetor mit toller Parade das vielleicht vorentscheidende 3:1. Laufenselden stand dann beim Ausgleich Pate, Davide Frusteri sagte Danke. SG-Sprecher Markus Dick empfand das Lamentieren der Gastmannschaft als grenzwertig: „Da wurde jede Entscheidung des Schiedsrichters vom halben Team kommentiert, das braucht wirklich niemand.“ Pouria Asgharpour sah dafür Gelb-Rot.

Beide Trainer waren mit dem Sonntag zufrieden: „Wir haben 80 Minuten super verteidigt, hätten bei Standards durchaus auch ein Tor machen können“, war Kiedrichs Laurenz Rheingans trotz der Niederlage gut drauf. Idsteins Coach Christian Freyer lobte seinen A-Jugendlichen Sohail Azizi, der auf der Sechs eine starke Vorstellung zeigte und zwei Treffer auflegte. „Wir konnten mehr Treffer machen, waren aber vor dem Kasten zu schlampig.“ Tore: Manuel Maxeiner, Luis Cortijo-Lange und Jonathan Korte.