
Rheingau-Taunus . In der Kreisoberliga Rheingau-Taunus haben sich die zwei Letzten gedanklich wohl schon verabschiedet: Der FSV Winkel wurde beim 0:7 von der SG Laufenselden genauso deutlich geschlagen nach Hause geschickt wie die SG Heftrich/Niederseelbach, die 1:8 bei der SG Meilingen verlor. Die Walsdorfer Defensiv-Experten bekamen abermals "nur" ein Gegentor, haben erst 13 Gegentreffer kassiert und stellen aktuell Hessens beste Abwehr ab der 8. Liga.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.
Nur im ersten Durchgang zeigte der Tabellenzweite seine Dominanz, lag dank Lennard Nitsch und Mustafa Arslan verdient vorne. „Wir haben jedoch Moral gezeigt, das Heft in die Hand genommen und nach dem Anschlusstreffer von Jannik Hösch zwei dicke Möglichkeiten ausgelassen“, war für SGler Michael Mohr dann eine Punkteteilung noch dicke drin. Als die Hausherren hinten aufmachten, sorgte ein Kontertor des eingewechselten Philipp Borchwaldt für die Entscheidung. Mohr: „Für die kommende Runde haben wir die Weichen gestellt: Ronny Richter macht als Trainer weiter, bisher haben wir keine Abgänge und hoffen, dass wir vier Verstärkungen an Land ziehen können.“
Als Kiedrich durch ein Eigentor zur Führung kam, hoffte man auf eine Überraschung. „Wir sind jedoch geduldig geblieben, landeten vor der Pause einen Doppelschlag und waren im zweiten Durchgang souverän“, sah Orlens Robin Menger die drei Punkte nie in Gefahr. Finn Ott, Lukas Felke, Jan Löber und Fabio de Rinaldis trafen.
Während Gästetrainer Christian Freyer mit seinem Team zufrieden war und besonders Till Guckes auf der ungewohnten Position des rechten Verteidigers lobte, haderte Holzhausens Organisator Patrick Gottlieb mit zwei Schiedsrichter-Entscheidungen: „Beim Stand von 0:0 übersah er eine klare Notbremse der Gäste, vor dem 0:2 entschied er auf indirekten Freistoß gegen uns, obwohl kein Rückpass zum Torwart vorlag.“ Idstein erwies sich als reifer, netzte durch Manuel Maxeiner, Markus Zapp, Luis Cortijo-Lange und Sebastian Berberich.
Während Winkel völlig ohne Torchance blieb, feierte Laufenselden einen rundum gelungenen Sonntag: „Wir spielten schön zusammen, trafen noch zweimal Aluminium“, war Markus Dick gut drauf. Tore: Nico Melzer (3), Kai Rehbein, Jona Schön, Nico Litzius, Jason Göbertshan.
Die überforderten Gäste trafen allein durch Thomas Cumiskey aus 25 Metern zum 1:5. „Nach dem frühen Elfmeter stand es nach einer halben Stunde schon 4:0“, schilderte Max Hackl. Der überragende Julius Schneider traf wie Fabian Jud und Marek Basting doppelt, David Engelhardt und Marcel Minor steuerten jeweils ein Tor bei.
Oberwalluf steigerte sich trotz Ausfällen gegenüber der Vorwoche, spielte jedoch nach vorne wenig effektiv. Allein Kamil Grudzinski traf zum 1:2, Jonah Spreitzer, Malik Ramadani und Alessio Schick waren die Schützen für die SG. „Nach dem 0:2 war die Konzentration weg, Rene Fleck überzeugte in der Abwehr“, resümierte Volker Boehnke beim FSV.
Beuerbach lag nach dem 0:1 von Josip Dedic zunächst zurück. „Da haben wir geschlafen, agierten zudem zu ungeduldig und hatten zu viele Ballverluste“, war TuS-Trainer Mike Baier beim Wechsel noch unzufrieden. Das sollte sich nach Wiederanpfiff ändern, denn dank Nick Erwe, Alex Alexiadis (je 2) Marcel Hossner, Mario Hofmann und Sandro Fuchs gab es noch einen deutlichen Sieg für die Beuerbacher.