
REGION . Mit einem Kracher startet an diesem Sonntag die Kreisoberliga Rheingau-Taunus in die neue Spielzeit 2025/26. Auf dem Kunstrasenplatz in Hausen vor der Höhe erwartet die SG Schlangenbad die TSG Wörsdorf zum Duell zweier Aufstiegskandidaten (15 Uhr).
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Auch wenn beide Mannschaften das Wort „Aufstieg“ nicht in den Mund nehmen und als Saisonziel bescheidener „oben mitspielen“ ausgeben, ist mit den Spitzenmannschaften der Vorsaison, die sich auch trotz einiger Abgänge von Leistungsträgern gut verstärken konnten, durchaus vorne zu rechnen. Die Schlangenbader schlossen die Saison 2024/25 auf Rang sechs ab, die Mannschaft aus dem Idsteiner Ortsteil gar auf Rang zwei, scheiterte aber in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga am FV Biebrich 02 U23.
Wörsdorfer Umbruch nach diversen Abgängen
Die Wörsdorfer müssen allerdings einen größeren Umbruch im Kader stemmen. Vor allem schmerzt sie der Weggang von drei Spielern, namentlich Janik Siebenkittel, Kai Krambo und Niklas Muschter, die alle zum FC 34 Bierstadt gewechselt sind. Die Wiesbadener spielen in eben jener Gruppenliga, welche die Wörsdorfer nur allzu gerne erreicht hätten. Ihr junger Trainer Schahin Samadi (32), der bei der TSG in seine dritte Saison geht, sagt: „Ich habe die drei selber noch beim SV Gonsenheim in der U16 trainiert und der Abschied war sehr emotional.“ Aber er könne sie gut verstehen, da sie sich nun eben eine Klasse höher bewähren können. Und schiebt nach: „Ich habe auch eine gewisse Verantwortung für ihre Entwicklung.“
Samadi blickt auf eine, wegen der recht kurzen Sommerpause, knappe Vorbereitung zurück – ohne einige Langzeiturlauber und Schlüsselspieler. „Nichtsdestotrotz sind wir mit einigen Neuen weiter zusammengewachsen.“ Und spricht dem Team, auch wenn die Ergebnisse in den Testspielen nicht optimal gewesen seien, ein dickes Lob aus: „Das sind charakterlich super Jungs und von der Stimmung her bin ich auch sehr zufrieden.“ Immerhin habe er auch durch sein gutes Netzwerk an der Kaderzusammenstellung maßgeblich basteln können. Der Coach erwartet ein „packendes Spiel“ und vertraut seiner Mannschaft, die hoch motiviert sei, „zu hundert Prozent“.
Auch Orkun Zer, Chef- und Spielertrainer der Schlangenbader – der 35-Jährige geht dort in seine zweite Saison – ist zusammen mit seinem spielenden Co-Trainer Tunay Acar (36) zuversichtlich für das Auftaktmatch. Vor allem ist erst einmal Zers Operation (Fersensporn) gut verlaufen, wenn auch der Torjäger – trotz Verletzungen kam er auf 23 Saisontore – noch ein paar Wochen warten muss, bis er wieder auflaufen kann. „Wir haben die Sportwoche mit vier Siegen gewonnen“, sagt er nach einer Vorbereitung ohne einige verletzte, kranke und urlaubende Spieler. Hinzu seien Testspielabsagen gekommen. Aber Zer kann sich immerhin auf einen Kader von 24 Mann, inklusiver zweier Torhüter, stützen.
Nun aber richtet sich sein Blick nach vorne: „Wörsdorf ist ein dicker Brocken und es kommt darauf an, wer ihnen zur Verfügung steht.“ Er betont ebenfalls: „Wir erwarten ein gutes Spiel gegen einen Titelkandidaten.“
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