
Wiesbaden. In der Kreisoberliga Wiesbaden schöpft der abstiegsbedrohte SC Kohlheck durch das 2:2 gegen Kastel 06 Mut. Zudem präsentierte sich der ebenfalls gefährdete SV Hajduk bei Spitzenreiter SKG 23 stark, verlor aber am Ende 4:6. Am Donnerstag (20 Uhr) heißt es im Verfolgerduell SG Germania gegen FC Naurod, am Sonntag (11 Uhr) im Topspiel Biebrich 02 II gegen SKG 23 Wiesbaden. Derweil wird die am vergangenen Spieltag vorzeitig beendete Partie Biebrich 02 II gegen Schierstein 08 (die 08er war aus personellen Gründen nicht mehr zur zweiten Hälfte aufgelaufen) mit dem Halbzeitstand von 8:0 gewertet, bestätigt Klassenleiter Lothar Schäfer.
Dieser Bericht wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.
FTW-Coach Daniel Pollner trauerte den vergebenen Chancen der ersten Halbzeit und im zweiten Durchgang, als Timur Tischer nach Foul an Siyar Dogan vom Punkt verwandelte, weiteren elfmeterreifen Situationen nach. „Die für mich klarer waren wie der Strafstoß, den wir berechtigterweise bekommen haben“, haderte er mit dem Referee und dem Ergebnis. Und bekannte zudem: „Wir müssen uns auch an die eigene Nase fassen.“ FCN-Coach Manni Klug sah sein Kollektiv stark, lobte Friderico Platte, der als Kapitän der FCN-Zweiten einen prima Linksverteidiger-Part spielte, und empfand sein Team über 90 Minuten als das stärkere. Lio Erhard (3) bestach durch Effizienz.
Kohlhecks Fußballchef Stefan Weigl sieht den SCK auf dem Weg „in besseres Fahrwasser“. Treffer von Amin Arjoun und dem zur Pause gekommenen Eugen Suppes bescherten dem SCK das Remis. Der Doppelpack von Okan Akyüz (schöner Freistoß in den Winkel und Abstauber zu den Saisontoren 19 und 20) stand bei den 06ern zu Buche. „Wir wussten, dass sich Kohlheck wehrt. Bei uns hat der letzte Biss, die letzte Konsequenz gefehlt“, fand Roberto D‘Angelo aus Kastels Trainertandem. Bitter beim SCK: Keeper Martin Kubisch trug eine Fingerfraktur davon, für ihn kam Gabriel Novello Di Silvestro. Hoffnungsvoll dagegen: Routinier Viktor Andreas bringt seine Erfahrung ein. „Von der Teamleistung ein Schritt nach vorne“, so SCK-Coach Jakob Blech.
Pures Kampfspiel mit einem nicht gegebenen Sonnenberger Tor von Abdullah Kasilmis (10.). Kurz vor der Pause verlor Delkenheim Morten Stollens mit Rot nach Unsportlichkeit. Zeitstrafen gegen die Sonnenberger Amin Azhari und Axel Bicakci sowie eine Flut von Gelben Karten kennzeichneten die aus Sicht von Gastgeber-Coach André Meudt „unübersichtliche“ Szenerie. Nach Mika Leifermanns 0:1 glich der Coach per 20-Meter-Schuss in den Winkel in allerletzter Sekunde aus. „Danach war alles in Ordnung, gab es Shakehands“, betonte Meudt.
Anes Maslak, Dominik Czolnik und Leonard Rohde (Foulelfmeter) trafen für effektive Nordenstädter. Nico Götze hatte das zwischenzeitliche 1:1 erzielt. „Wir hatten eine gute Spielanlage, aber ganz vorne fehlte der letzte Tick. Letztendlich hat Nordenstadt verdient gewonnen“, fasste 08-Vorsitzender Sven Lauterbach zusammen.
Per Strafstoß sorgte Obed Axel Fey für das 1:0 der Kasteler, die defensiv kompakt standen, vor der Pause noch zwei Chancen ausließen. Nach Wiederbeginn glich Elia Daniele Mottura aus, sein Teamgefährte Kevin Faro scheiterte danach per Elfmeter an Keeper Burhan Kaya, ehe Mottura in der Schlussminute nach schnellem Angriff zum Matchwinner wurde. „Uns ist in den letzten Minuten etwas die Luft ausgegangen. Biebrich hat das mit seiner individuellen Klasse dann auch gut gemacht“, lag für Max Hellwig aus dem TSG-Trainerteam aber durchaus ein Punkt in Reichweite.
Nach dem 5:0 im Pokal bei der Germania lief es bis zur Pause bei den Gastgebern rund. Doch Hajduk steckte nie auf, kam auf 4:3 heran. Für Hajduk trafen Marko Puljic (2), Ivan Boras und Luka Sumak, für den Tabellenführer waren Marcus Weinhardt (2), Ramazan Sakar (2), Lukas Reinhard und Orkan Toksun erfolgreich. „Wir waren präsent, haben sehr gut gespielt“, schöpft Gästecoach Darko Milicic aus der Leistung Mut. Obgleich er personelle Sorgen hatte, Torhüter Marin Simic auswechseln musste. Für ging Feldspieler Emanuel Vlahic-Puljic zwischen die Pfosten.