2026-04-09T03:39:01.720Z

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KOL: Reißt eine der Langzeit-Serien?

FC Naurod und Germania Wiesbaden treffen im Verfolgerduell aufeinander +++ Kühne erwartet "physisch starken Gegner"

von Lauris Ommert · Heute, 19:30 Uhr · 0 Leser
Im Verfolgerspiel der KOL Wiesbaden gastiert der 1.FC Naurod bei der SG Germania.
Im Verfolgerspiel der KOL Wiesbaden gastiert der 1.FC Naurod bei der SG Germania. – Foto: Pia Pfeifer (Archiv)

Wiesbaden. Nach dem spielfreien Osterwochenende beginnen in sämtlichen Fußball-Ligen der Region die heißen Wochen, die um Auf- und Abstieg entscheiden werden. Zumindest für die Teams, die noch in direkter Schlagdistanz zu den wirklich relevanten Tabellenplätzen stehen. Die Freie Turnerschaft thront in der Kreisoberliga Wiesbaden weiterhin als Spitzenreiter, verfolgt von der SG Germania (2.), dem SC Gräselberg (3.) und dem 1. FC Naurod (4.). Am kommenden Sonntag (15 Uhr, diese Zeitung überträgt im Livestream) kommt es an der Waldstraße zum direkten Duell zwischen der SG Germania und dem 1. FC Naurod. „Wir dürfen nicht auf Naurod schauen. Sie müssen das Spiel gewinnen, um an uns heranzukommen“, sagt Germania-Coach Stefan Kühne, der mit einem „physisch starken“ Naurod rechnet. „Darauf müssen wir uns einstellen“, fordert er zugleich ein. Sofern Naurod sich noch klare Chancen auf einen möglichen Aufstieg ausmalen möchte, muss es punkten. Bei einem Sieg würde der Abstand nur noch drei Punkte betragen, obwohl die Germania noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat.

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Spult man die Uhr etwa ein Jahr zurück, ist dem FCN ein solcher Auswärtssieg gelungen. Lange lag man 0:1 zurück, binnen zwei Minuten drehten die Ost-Wiesbadener das Spiel und gewannen am Ende mit 2:1. „Letztes Jahr war es genau diese Art und Weise, die wir am Sonntag auch wieder brauchen. Wir kamen gut in die Zweikämpfe, haben eigentlich gar nicht so viele Chancen gehabt, aber waren sehr effizient“, erinnert sich Naurods Trainer Manni Klug, der nun gezwungenermaßen auf einige Leistungsträger verzichten muss. Stefan Kühne, der genauso wie Manni Klug für 2026/27 zugesagt hat, kann personell aus dem Vollen schöpfen. Mit Erik Hermanns, der nach seiner Zeit in Kanada aufgrund seines Studiums nach Wiesbaden kam und sich der Germania anbot („ein echter Glücksfall“), kann Kühne neben dem jungen Lennart Daute auf einen zweiten starken Keeper bauen. Einen starken Rückhalt werden beide Teams brauchen – Ivan Rebic (30 Tore) und der wiedergenesene FCNler Lio Erhard (15 Tore) zählen zu den besten Stürmern der Liga. Die Germania verlor zuletzt im Oktober (0:1 gegen Freie Turner), während Naurod sogar seit September (0:3 gegen Germania) ungeschlagen ist.