2026-04-29T13:32:52.058Z

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KOL: Lorscher Angriffswirbel im Doppelpack

Kreisoberliga-Tabellenführer Tvgg schickt Starkenburgia mit 0:7 nach Hause, Verfolger SC Olympia nimmt Lörzenbach mit 9:2 auseinander +++ Am Tabellenende sendet die FSG Bensheim ein Lebenszeichen gegen schwache Birkenauer

von Matthias Bohr · Heute, 21:00 Uhr · 0 Leser
Der TVgg Lorsch war nicht zu stoppen.
Der TVgg Lorsch war nicht zu stoppen. – Foto: EDM_Photos18

Bergstraße. Die Turnvereinigung Lorsch unterstrich im Heimspiel gegen den FC Starkenburgia Heppenheim ihre Vormachtstellung in der Kreisoberliga. Auch Lokalrivale SC Olympia lieferte eine beeindruckende Vorstellung. Eintracht Bürstadt bleibt als Dritter drei Zähler hinter der Olympia. Schlusslicht FSG Bensheim schockte den VfL Birkenau, ist aber sportlich abgestiegen. Die SG Lindenfels/Winterkasten steht weiter auf dem Relegationsrang.

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Lörzenbach ist einer von Olympias Lieblingsgegnern. Von zehn Duellen in diesem Jahrtausend gewann Lorsch sieben, Lörzenbach kein einziges. Und auch am Sonntag waren die nach wie vor vom Abstieg bedrohten Grün-Weißen weit davon entfernt, dem Tabellenzweiten ein Bein zu stellen. "Das Ergebnis spricht Bände. Lorsch war klar überlegen", resümierte SV-Vorsitzender Stefan Jünger nach höchsten Niederlage seit der Kreisoberliga-Rückkehr: "Das tut schon weh." Olympia-Stürmer Lars Palkovitsch verbesserte seine erstaunliche Bilanz auf nunmehr 18 Tore in zehn Spielen.

Der Tabellenführer ließ dem Aufsteiger, abgesehen von den ausgeglichenen Anfangsminuten, nicht den Hauch einer Chance, wobei bei den Turnern fast klappte, bei der Starkenburgia fast nichts. "Wir hatten einen guten Matchplan, und den hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt. Unser Sieg ist aber sicherlich um das ein oder andere Tor zu hoch ausgefallen", berichtete Lorschs Trainer Martin Weinbach. Sein Kollege Christian Schmitt sprach von einer verdienten Niederlage und einer schwachen Vorstellung seines Teams: "Wir haben heute einfach alles schlecht gemacht."

Die Alemannia, die mit dem Kantersieg den Ligaverbleib zu 99 Prozent perfekt machte, nutzte ihre Chancen konsequent. Lindenfels/Winterkasten operierte mit hohen und weiten Bällen. "Das haben wir eigentlich sehr gut verteidigt", sagte Alemannia-Vorsitzender Klaus Anthes. Im zweiten Durchgang war die Alemannia nicht mehr ganz so überlegen. Doch mehr als ein Tor gelang der SG nicht mehr. "Wir haben eigentlich gut angefangen, dann kam diese unerklärliche Phase zwischen der 20. und 40. Minute, und davon konnten wir uns nicht mehr erholen", berichtete SG-Coach Kevin Schröder.

"Wir haben leider in der zweiten Hälfte zu wenig gemacht. Einen Fernschuss gab es noch. Das reicht dann nicht. Reichenbach wollte es mehr", befand Torsten Schnitzer, der Sportliche Leiter der Bibliser.

Die KSG kassierte die erste Niederlage im Jahr 2026, vergab fast direkt nach Wiederanpfiff durch Christian Kilian die Chancen zum 1:2-Anschlusstreffer. Mats Gärtner erzielte dann mit einem direkten Eckball das 3:0. "Die erste Halbzeit war durchwachsen, nach dem 2:0 war es aber ein ungefährdeter Sieg", sagte SGU-Trainer Marcus Lauer.

"Das Ergebnis ist vielleicht zu hoch ausgefallen. Wir sind im ersten Durchgang nicht in der Partie gewesen, Bürstadt hat seine Chancen gut genutzt", sagte Flockenbachs Co-Trainer Jannik Cezanne: "Die Eintracht ist eben auch eine sehr gute Mannschaft."

Der VfL verpasste den Befreiungsschlag, zeigte beim abgeschlagenen Tabellenletzten kein gutes Spiel. "Das war eine bodenlose Leistung, die gezeigt hat, warum wir da unten stehen", ärgerte sich Coach Daniel Hahn. Der VfL versuchte viel nach vorne, doch die Bensheimer verteidigten alles weg. In der Schlussphase sah Sally Hick wegen Notbremse die Rote Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Bensheim zum 2:0-Endstand.