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KOL: FCN nimmt Hartplatz-Hürde

Nauroder 3:1 beim SC Gräselberg +++ FTWler Levin Walke verabschiedet sich mit Siegtor

von Stephan Neumann · 15.09.2024, 20:30 Uhr · 0 Leser
Die Gräselberger um Meris Smailovik (l.) sind die Verhältnisse auf dem Kallebad-Platz gewohnt, die Nauroder um Maximilian Klein nicht – trotzdem entführen sie die Punkte.	Foto: Frank Heinen/rscp-photo
Die Gräselberger um Meris Smailovik (l.) sind die Verhältnisse auf dem Kallebad-Platz gewohnt, die Nauroder um Maximilian Klein nicht – trotzdem entführen sie die Punkte. Foto: Frank Heinen/rscp-photo

Wiesbaden. Hartplatz-Hürde genommen. Manni Klug, Coach des Fußball-Kreisoberligisten FC Naurod, lobte die Art und Weise, wie sich sein Team beim starken Aufsteiger SC Gräselberg durchsetzte. Während Schierstein 08 die Nerven seiner Fans strapazierte. 6:1 hieß es gegen Kastel 46, plötzlich 6:5, ehe es am Ende 7:5 stand. Am Donnerstag hatte Frauenstein gegen Biebrich 02 II 3:1 gewonnen und Nordenstadt den FV Delkenheim 4:1 bezwungen. Am Dienstag (20 Uhr) geht es mit der Partie Kohlheck gegen Frauenstein weiter, am Donnerstag (19.30 Uhr) mit Nordenstadts Spiel gegen die Freie Turnerschaft. Der Sonntag (15 Uhr) bietet das Topspiel Frauenstein gegen Sonnenberg.

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Die Nachspielzeit an der Lahnstraße: Laurin Walke von links zu seinem Bruder Levin, der zum spätern Siegtor einschiebt. Das hätte kein Drehbuchautor erfinden können. Denn für Levin Walke, der als Kapitän aufgelaufen war, geriet das Tor zum perfekten „Ausstand“ – er verzieht nun nach Berlin. Timur Tischer (an Siyar Dogan verschuldeter Strafstoß) hatte für das 1:1 gesorgt, Routinier Gojo Kolak für das 1:1 der einsatzfreudigen Gäste. „Wir haben es wohl anfangs zu locker genommen, während Hajduk alles reingeworfen hat. Ehe wir das glückliche Ende für uns hatten“, fasste FTW-Coach Daniel Pollner zusammen.

Lio Erhard (2) und Christopher Küster mit einem an Erhard verursachten Freistoß fuhren für Naurod die Ernte ein. „Auf dem fast unbespielbaren Hartplatz waren Kampf und Willen gefragt, da musst du erst einmal gewinnen. Aber wir haben gut verteidigt, kaum etwas zugelassen“, lobte FCN-Coach Manni Klug die Bereitschaft aller Spieler. Gräselberg kam durch das Kopfballtor von Josef Aksöz heran, aber nicht mehr entscheidend auf. „Das war ein gutes und faires Spiel. Wir nehmen die Niederlage an, gegen Naurod kann man verlieren. Insgesamt spielen wir aber bis jetzt eine gute Runde“, sagte SC-Trainer Nima Khanbareh auch mit Blick auf die fehlenden Kevin Wagner, Michael Parker und Mohamed Lamimaach.

Vier Tore in den ersten 22 Minuten – am Zehntenhof ging es zu wie im Taubenschlag. Dennis Schneeweiss und Pasqual Andre Frankholz stellten auf 2:0 (12./16.), Samir Karabila verkürzte (18.) und Riccardo Guarino stellte per Strafstoß den alten Abstand wieder her (21.). Schneeweiss (2) und Alessio Schick schraubten auf 6:1. Doch gelaufen war noch nichts. Karl Schneider, Karabila,, Oguzhan Calak und Armani Traber (89.) brachten Kastel mit einem 4:0-Lauf auf 6:5 heran, ehe Frankholz (90.+5) Schiersteins Zittern ein Ende setzte. „Wir haben eine überragende erste Hälfte gespielt, dann aber etwa ab der 65. Minute etwas die Spannung verloren“, sagte 08-Abteilungsleiter Dennis Birkenstock.

Hartes Stück Arbeit für die Gastgeber, bevor nach Toren von Baldassar Nikolic (Elfmeter) und Yusuf Ürel (90.+3) der Dreier feststand. SKG-Spielertrainer Amin Ahmed: „Von beiden ein Spiel auf hohem Niveau. Der Elfmeter, der aus meiner Sicht eine 50:50-Entscheidung war, hat uns sicher in die Karten gespielt.“ Mit Torhüter Dominik Reining als Rückhalt, der zwei Topchancen vereitelte, war die Karadeniz-Abwehr gefordert, ehe Ürel den Ball unter die Latte zimmerte. 02-Coach Volkan Zer: „Das war ein Witz-Elfmeter. Unser Spieler spielt nur den Ball. Wir haben das Spiel beherrscht. Am Ende war es eine verkehrte Welt, ich habe noch nie so unglücklich verloren.“

Weiter eitel Sonnenschein in Sonnenberg. Balleroberung, schnelles Umschalten, 1:0 durch Nour Eddin Mutwally – die Führung fiel kurz vor der Pause. Und gleich nach Wiederbeginn durch Pedro Mina Alves folgte das 2:0, auf das Dennis Wohn per Kopf das Sahnehäubchen draufsetzte. „Eine geschlossene Leistung. Vor allem war unsere Defensivleistung überragend“, sagte Spielertrainer André Meudt mit Blick auf die Vierer-Abwehrkette, die Kastel das Leben schwer machte.