
Bergstraße. Die Tvgg Lorsch hat in der Kreisoberliga das Spitzenspiel gegen die zuvor unbesiegte Eintracht Bürstadt gewonnen und damit ihre Tabellenführung untermauert.
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Die Partie hielt, was sie im Vorfeld versprach. Beide Mannschaften zeigten sich engagiert. Den besseren Start erwischten die Gastgeber, die durch Pascal Fraas in Führung gingen. Dieser traf per Freistoß aus gut 25 Metern und profitierte dabei auch von den rutschigen Platzverhältnissen, für die der Dauerregen im ersten Abschnitt gesorgt hatte. Bis zum Pausenpfiff taten die bis dahin eher defensiv eingestellten Gäste mehr fürs Spiel, fanden aber kein Durchkommen gegen die sicher stehende Defensive der Tvgg. Nach dem Seitenwechsel waren es weiter die Bürstädter, die mehr Ballbesitz hatten und auf den Ausgleich drängten, sich an der Lorscher Abwehr aber entweder die Zähne ausbissen oder wie bei einem Lattenknaller von Jasko Huseinovic (57.) Pech hatten. Die Turnvereinigung konzentrierte sich auf die Defensive und suchte in Kontern ihr Glück. Ein solcher führte schließlich zum 2:0 durch Lasse Lulei (82.). Tore: 1:0 Fraas (28.), 2:0 Lulei (82.). – Zuschauer: 150. – Beste Spieler: Lulei, Grün, Radmacher/Dushaj, Tutay, Huseinovic.
Wenn der Drittletzte den Letzten empfängt, ist für gewöhnlich kein Fußballfest zu erwarten. Lörzenbach zeigte am Sonntag im zweiten Abschnitt das Gegenteil, feierte gegen den weiter sieglosen Aufsteiger seinen ersten Heimsieg in dieser Saison. Dass der so deutlich ausfiel, lag an den finalen Minuten des ersten Durchganges. Da schossen die Gastgeber, die sich bis dahin durchaus schwer getan hatten, zwei Tore, zudem flog Bensheims Lucas Merk vom Platz, weil er vom Anstoß weg dem Ball zurückkickte und dabei den Schiedsrichter knapp verfehlte. Der zückte Gelb-Rot. „Damit war die Vorentscheidung gefallen“, durfte sich Lörzenbachs Vorsitzender Stefan Jünger in Halbzeit zwei entspannt zurücklehnen. Von der FSG kam nichts mehr, der SV hatte Einschussmöglichkeiten „im Minutentakt“ (Jünger) zu einem zweistelligen Sieg. Tore: 1:0 Hebling (30., Foulelfmeter), 1:1 Merk (35.), 2:1 Kilian (40.), 3:1 Krauß (45.+2, Foulelfmeter), 4:1 Hebling (56.), 5:1 Mika Rettig (64.), 6:1 Hiller (72.), 7:1 Tim Krauß (86.). – Schiedsrichter: Frühwein (SV Münster). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Torwart Runhaar.
Eine Halbzeit lang war die SSG im Derby ein Gegner auf Augenhöhe. Trainer Andreas Keinz sprach von einem der besten Auftritte in dieser Saison. Dann führten die verletzungsbedingten Wechsel von Tom Großfeld und Felix Krauß zum Bruch im Spiel. Einhausen führte früh, Tom Großfeld und Florian Unrath verpassten das 2:0. Kurz nach der Pause stellte Hasan-Ali Serdar die Weichen in Richtung Derbysieg für die Olympia, die den zweiten Abschnitt klar dominierte. Tore: 1:0 Vosberg 9.), 1:1 Ginaluca Lucchese (28.), 1:2 Pineker (37.), 2:2 Marvin Knaup (43.), 2:3 Serdar (51.), 2:4 Schumacher (69.). – Schiedsrichter: Mayer (Rüsselsheim). – Zuschauer: 180. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Brinkmann, Gianluca Lucchese.
Alemannia Groß-Rohrheim – Starkenburgia Heppenheim 1:2 (1:2). „Wir haben in der ersten Hälfte zu wenig gezeigt“, sagte Alemannia-Chef Klaus Anthes: „In Überzahl im zweiten Durchgang haben wir alles probiert, aber es hat nicht gereicht, was ärgerlich ist, denn zu Hause sollten wir die Punkte holen.“ Bei Heppenheim freute sich Trainer Christin Schmitt: „Wir waren in der ersten Hälfte klar besser und haben in Unterzahl leidenschaftlich verteidigt. Es sind Bälle in unseren Strafraum geflogen, aber eine richtig klare Torchance hatten die Groß-Rohrheimer nicht.“ Die Starkenburgia führte nach 35 Minuten mit 2:0. Dann sah Torschütze Nils Wegner die Gelb-Rote Karte (45.) wegen wiederholten Foulspiels. Groß-Rohrheim hatte in Durchgang zwei mehr Ballbesitz, aber der Sieg war für die Starkenburgia letztlich verdient. Tore: 0:1 Schemel (18.), 0:2 Wegner (35.), 1:2 Hassanzada (43.). – Schiedsrichter: Jüch (Arheiligen). – Zuschauer: 50. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.
Die KSG hat ihre Negativserie beendet, bleibt aber dennoch Vorletzter. „Wir hatten einen sehr guten ersten Durchgang mit einem Chancenplus. In der zweiten Hälfte war Birkenau dann am Drücker, aber die Jungs haben so richtig ihre Tugenden gezeigt“, lobte KSG-Pressewart Achim Tremper. Nach dem Seitenwechsel hatte der VfL mit zwei Aluminiumtreffer Pech. Tore: 0:1 Fabio Tschunt (36.), 1:1 Gianluca Müller (37.), 2:1 Maurizio Müller (42.), 3:1 Hohrein (66.), 3;2 Sauer (80.). – Schiedsrichter: Perna (Dietzenbach). – Zuschauer: 90. – Beste Spieler: Christoph Kilian/geschlossene Leistung.
FV Biblis – SG Unter-Abtsteinach 4:8 (1:5). Die SG landete einen nie gefährdeten Sieg. „So haben wir in Biblis noch ein Spiel über die Bühne gebracht“, sagte Trainer Marcus Lauer: „Die Tore waren alle schön herausgespielt. Ich bin super zufrieden.“ Biblis kam erst beim Stand von 1:7 zu mehr Spielanteilen und Ergebniskosmetik. Tore: 0:1 Nugusse (3.), 0:2 Muca (19.), 0:3 Gärtner (23.), 1:3 Rettig (24.), 1:4 Nugusse (33.), 1:5 Erik Anhölcher (38.), 1:6 Yonnas (57.), 1:7 Jöst (68.), 2:7 Bandieramonte (72., Foulelfmeter), 3:7 Oßwald (80.), 4:7 Bandieramonte (84.), 4:8 Kücükoglu (89.). – Schiedsrichter: Köhler (Hergershausen). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: Bandieramonte/Muca, Gärtner.
SG Lindenfels/Winterkasten – SV Unter-Flockenbach II 1:1 (1:1). Der SVU war im ersten Durchgang spielbestimmend, ließ sich dann aber durch den Elfmeter zum 1:1 aus dem Rhythmus bringen – „und uns von der Hektik, die auch von außen kam, anstecken“, so Co-Trainer Yannick Cezanne. In der zweiten Hälfte war der SVU besser, erspielte aber keine klare Tormöglichkeit mehr. „So richtig zufrieden sind wir deshalb nicht“, sagte Cezanne. Tore: 0:1 Endrit Beka (35., Foulelfmeter, 1:1 Brunner (40., Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Sen (Dornheim). – Zuschauer: 150. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.