2026-04-29T13:32:52.058Z

Ligabericht

KOL: Bei Germania ist auf Ivan Rebic Verlass

Routinier Matchwinner des Kreisoberliga-Zweiten beim TuS Nordenstadt +++ Spvgg. Igstadt führt 5:3, nimmt aber am Ende nur einen Punkt aus Delkenheim mit +++ Packung für Gräselberg

von Martin Gebhard · Heute, 20:00 Uhr · 0 Leser
Immer zur Stelle: Ivan Rebic von Germania Wiesbaden (links im Archivbild) trifft mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks.			Foto: Jörg Halisch
Immer zur Stelle: Ivan Rebic von Germania Wiesbaden (links im Archivbild) trifft mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. Foto: Jörg Halisch

WIESBADEN. In der Kreisoberliga Wiesbaden haben die beiden führenden Mannschaften, Spitzenreiter Freie Turnerschaft und SG Germania, nichts anbrennen lassen und jeweils Dreier beim TuS Nordenstadt beziehungsweise TuS Medenbach eingefahren. Der FC Naurod kletterte mit einem Dreier gegen den abstiegsgefährdeten FSV Schierstein 08 auf den dritten Platz und verwies den SC Gräselberg, der eine 8:0-Packung beim SV Frauenstein kassierte, auf den vierten Rang. Im Ländchesderby war beim 5:5-Remis zwischen Delkenheim und Spvgg. Igstadt „Tag der offenen Tür“.

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Freie Turnerschaft lässt nichts anbrennen

Bis zur 60 Minute, als die Frauensteiner „nur“ mit 2:0 führten, hätten sich die Gäste in einem sehr fairen Spiel wacker geschlagen und verkürzen können, lobte der Sportliche Leiter Werner Orf das Ensemble vom Kallebad. „Dabei hat unser Torwart René Roth überragend gehalten. „Nach dem 3:0 ist Gräselberg aber zusammengebrochen“, beobachtete Orf. Die Torschützen der Elf von Trainer Stefan Carbach: Paul Luis Faber (2), Yousef Attalbi (2), Kevin Asante, Lars Könenberg, Clinton Asante, Josef Stefano.

„Wir hatten eine sichere Kontrolle über das Spiel und die Medenbacher keine nennenswerten Torchancen“, fasste Daniel Pollner, der die Freien mit René Kleemann coacht, zusammen. Tore: Amin Arjoun, Tawfeq Johnson, Abdullah Kasilmis, Aboisamed Mohamed Abdi. Derweil wird Medenbachs Sturm-Routinier Dennis Deider – auch aus familiären Gründen – ein weiteres Jahr als Coach pausieren und dem TuS als Spieler erhalten bleiben. Was auch für die A-Liga gelte, betont der 40-Jährige, der sich im Verein mit den Trainern und Teamgefährten rundum wohl fühlt.

„Ivan Rebic kann man nicht komplett wegverteidigen“, sagte TuS-Trainer Eldin Avdija zum zweifachen Torschützen der Gäste. „Nach der Pause haben wir uns aufgerappelt und hätten beinahe noch das 1:2 geschossen“, zeigte sich der Coach gar nicht mal unzufrieden mit der Leistung der Seinen.

„Wir haben mal wieder viele Dinge liegen lassen – die Chancenverwertung war nicht gut“, zeigte sich Sonnenbergs Trainer Alex Kopp „nur mit dem Ergebnis glücklich und zufrieden“. Die Gäste-Trainer Roberto D‘ Angelo und Christian Neumann sprachen von „fußballerisch dünner Leistung und Magerkost“. Tore: Jascha Pastaa, Blessing Eriyo/Rahfil Ahmad.

Nicht zufrieden mit der Leistung war FVD-Spielertrainer Eric-Pascal Bender, der seiner Mannschaft in der Schlussphase mit seinem Tor zum 5:5 noch das Remis rettete: „Denn wir haben drei Mal geführt.“ Gäste-Coach Tobias Neumann sagte: „Vor dem Spiel hätte ich ein Remis unterschrieben.“ Aber sein Team drehte zwischenzeitlich das Spiel und führte sogar mit 5:3. „Es ist ein gerechtes Ergebnis eines Spiels, das in beide Richtungen hätte gehen können“, erlebte er vor allem eine spannende Schlussphase in Überzahl. Denn FVD-Spieler und Sportlicher Leiter Raul Romero Centeno hatte die Ampelkarte gesehen (82.). Weitere Tore: Mika Leifermann (2), Marvin Funk, Kerem Anadolu/Luis Miguel Gros (3), Emil Meyer, Josch Held.

„Ein sehr faires Spiel“, freute sich FCN-Trainer Manfred Klug nicht nur über den Dreier. Ein kleiner Schönheitsfehler: Sven Hillmer scheiterte mit einem Foulelfmeter an 08-Keeper Jordan Bera. Tore: Lio Erhard (3), Simon Olsson/Riccardo Guarino.

Schon in der ersten Halbzeit traten die Platzherren auf ihrem großen Rasenplatz dominant auf, versäumten es aber ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Nach Wiederbeginn kombinierten sich die 46er immer wieder fein in die Gefahrenzone der Kroaten und nutzten nun ihre Torchancen. Zwei Mal wurde TSG-Goalgetter Nabil Morchid im Strafraum gefoult. Einmal verwandelte er selbst, dann ließ er Duhan Cinbas den Vortritt, der sich die Chance nicht nehmen ließ. Kapitän Karl Philipp Schneider, Morchid mit zwei weiteren Treffern, und David Leipner machten das halbe Dutzend voll. Für die Gäste trafen Kapitän Viktor Vuksan und Nikola Belanovic. „Eine eindeutige Sache“, resümierte Max Hellwig, zusammen mit Cemal Sürmeli Coach beim Sieger. „Das Ergebnis geht auch in der Höhe in Ordnung. Die Gäste habe ich aber stärker eingeschätzt.“ Die Gäste konnten laut ihrem Coach Miro Stojevic zwei Verletzungen nur schwer verkraften und hatten nur wenige Wechselmöglichkeiten.