
Lukas Emmerich ist nicht mehr Trainer des Nord-Kreisligisten SV Kohlberg. Nachdem am vergangenen Sonntag im Sechs-Punkte-Abstiegsduell gegen den Vorletzten SC Eschenbach nicht wie erhofft der erste Saisonsieg und damit ein Befreiungsschlag gelungen war, hatte man beim 39-jährigen den Eindruck, dass er angefressen war. Er überlegte sich wohl, was in dieser doch prekären Situation helfen könne und hatte bei seiner Aussage "so kann es nicht weitergehen, es muss sich etwas ändern" einen möglichen Rücktritt wohl bereits im Hinterkopf.
Am Montagabend nun informierte er die Verantwortlichen darüber, dass er den Platz frei machen würde für jemanden, der neue Impulse setzen kann. "In einem offenen und intensiven Gespräch zur aktuellen sportlichen Lage hat mich Lukas darüber informiert, dass er sein Amt als Trainer niederlegen möchte. Das ist bedauerlich – Lukas hat als Trainer hervorragende Arbeit geleistet und sich im Verein sehr gut integriert", so Spartenleiter Martin Lehner ein einer Pressemitteilung an FuPa.
Die Entscheidung Emmerichs, die natürlich in der sportlichen Misere mit bislang nur drei ergatterten Punkten begründet liegt, sei nachzuvollziehen, so Lehner weiter, "auch wenn wir uns gewünscht hätten, gemeinsam mit ihm die Trendwende zu schaffen". Die Verantwortlichen des SV Kohlberg sind nun gefordert: "Wir werden versuchen, schnellstmöglich eine kurzfristige Lösung für die vakante Trainerposition zu finden. Parallel dazu werden wir zeitnah die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge starten", erklärt der Kohlberger Fußballchef abschließend.
Der scheidende Trainer begründet seine Entscheidung, die Zusammenarbeit zu beenden: "Mein Ziel war es, aus den letzten drei Spielen wenigstens einen Sieg zu holen. Dieses Ziel haben wir mit der abgelieferten Leistung am Sonntag leider klar verfehlt", so der Parksteiner in der Mitteilung an die Presse am Dienstagnachmittag. "Das ist natürlich enttäuschend. Wir haben viel versucht, aber leider waren der aktuelle Umbruch in der Mannschaft und das andauernde Verletzungspech sehr schwierig zu handeln, und so blieb der erhoffte Durchbruch aus." Deshalb ziehe er nun selbst die Reißleine, "in der Hoffnung, dass ein neuer Blickwinkel und frischer Ansatz dem Team helfen, wieder in die Spur zu finden". Für den C-Lizenzinhaber geht damit die Zeit bei seiner ersten Station als Chefcoach schon nach neun Spieltagen zu Ende.
Ob die durch den Rücktritt Emmerichs erhofften neuen Impulse eine Art Aufbruchstimmung erzeugen können und dazu führen, dass der Bock endlich umgestoßen und der Weg heraus aus dem Tabellenkeller angetreten werden kann, wird sich schon in naher Zukunft zeigen. Die kommenden Aufgaben - am kommenden Sonntag tritt man bei der Steinwaldelf des TSV Erbendorf an, ehe man eine Woche später auf eigenem Terrain den SV Kulmain empfängt - werden wohl einen ersten Fingerzeig geben, wohin der Weg des SV Kohlberg führen wird.